August 2019 Lesezeit 2 Minuten


Fleckfieber-Fall geht wahrscheinlich auf Zeckenbiss zurück

Zum ersten mal soll sich ein Mensch in Deutschland durch einen Zeckenbiss mit Fleckfieber angesteckt haben. Wie die Universität Hohenheim mitteilt, sei in der tropischen Riesenzecke der Gattung Hyalomma, die den Mann befallen hatte,  der entsprechende Erreger nachgewiesen worden.

Zecken lauern mit Vorliebe im Gras.  Wichtig ist also, nach einem Aufenthalt in der Natur oder im Garten den Körper auf die Spinnentiere abzusuchen. 

Betroffen ist ein Mann aus Nordrhein-Westfalen. Der Pferdewirt wurde nach Angaben der Universität mit Antibiotika behandelt - und das erfolgreich. Offiziell jedoch wird dieser Fall als Verdachtsfall deklariert, denn ein direkter Nachweis des Erregers sei bei dem Mann nicht möglich gewesen. Trotzdem sind sich die Hohenheimer Parasitologen sicher, dass es sich bei der Erkrankung des Mannes um ein durch Zecken ausgelöstes Fleckfieber gehandelt habe. Fleckfieber kommt in Deutschland äußerst selten vor.  Im Jahr 2019 seien bereits 50 Exemplare der Gattung Hyalomma gefunden worden, jedes zweite dieser Tiere trage den Virus in sich. Die Forscher befürchten eine weitere Ausbreitung der Riesenzecke in Deutschland, die ursprünglich in  Afrika, Asien und Südeuropa vorkommt. Sie gilt auch als Überträger des Krim-Kongo-Fiebers.