September 2020 | Lesezeit 3 Minuten


Wie Schicht- und Nachtarbeit die Gesundheit beeinträchtigt 

Viele Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt müssen in Schicht- und Nachtarbeit arbeiten.

Diese Arbeit bringt besondere Belastungen für den Körper mit sich.

In diesem Artikel werden wir der Frage nach den Folgen der Schicht- und Nachtarbeit nachgehen und auch einige Möglichkeiten aufzeigen, wie man diese abmildern kann.  

Mann arbeitet nachts auf Gleisen

Das Risiko für arbeitsbedingte Gesundheitsschäden ist für Schichtarbeiter höher. Umso wichtiger ist es, die richtigen Präventionsmaßnahmen zu treffen.

Die innere Uhr des Menschen 

Das größte Problem an der Arbeit in der Nacht ist, dass jeder Mensch eine Art innere Uhr besitzt. Diese wird vor allem durch die Abfolge von Helligkeit und Dunkelheit beeinflusst.  

Dies merken wir im Alltag hauptsächlich durch die Uhrzeit, zu der wir ohne Wecker aufwachen, denn diese ist mit geringen Schwankungen zumeist immer die gleiche. 

Sehr stark bekommen wir unsere innere Uhr zu spüren, wenn sie durch eine Flugreise durcheinandergebracht wird, denn plötzlich ist die Abfolge von Dunkelheit und Helligkeit anders, als wir es gewöhnt sind.

Deshalb fühlen wir uns auch nach einer langen Flugreise erst einmal komisch und haben den bekannten Jetlag.  

Folgen für den menschlichen Körper  

Durch unsere innere Uhr sind wir in der Nacht nicht so produktiv wie am Tag. Wir sind weniger leistungsfähig und alles funktioniert sozusagen im Standby, beispielsweise braucht die Verdauung mehr Zeit und auch die Atmung ist langsamer.  

Durch den Lärm und die Helligkeit am Tag kann man zu dieser Tageszeit auch nur schlechter und kürzer schlafen als in der Nacht.  

Die Folgen, die sich aus diesen Dingen ergeben, sind zahlreich und allesamt mehr oder weniger unangenehm. So leiden Menschen, die nachts arbeiten oft unter Kopfschmerzen oder Problemen wie Übelkeit und Bauchschmerzen.  

Auch der Schlaf ist häufig gestört, das Einschlafen fällt schwer und man wacht häufig auf.  

Außerdem gibt es auch noch eine weitere schlechte Nachricht für Menschen, die häufig nachts arbeiten: Nachtarbeit kann unter Umständen das Krebsrisiko erhöhen.  

Nachforschungen haben gezeigt, dass Menschen, die nachts arbeiten häufiger an Krebs erkranken. Es ist jedoch nicht ganz sicher, ob dies wirklich an der Nachtarbeit liegt, oder an anderen Faktoren wie beispielsweise den Branchen, in denen nachts häufig gearbeitet wird. 

In der Nachtschicht arbeiten vor allem Industriearbeiter, welche an ihrem Arbeitsplatz häufig stärkeren Belastungen für den Körper ausgesetzt sind, die ebenfalls der Grund für die häufigeren Krebserkrankungen sein könnten. 

Was man gegen die Folgen von Nachtarbeit tun kann 

Es gibt einige Dinge, die man gegen die Folgen von Nachtarbeit tun kann.  

Grundsätzlich gilt erst einmal, dass man als Mensch, der häufig oder sogar immer nachts arbeitet, stärker auf seine Gesundheit achten muss als andere Menschen. 

Gesundheitsschädliches Verhalten kann durch Nachtarbeit noch verstärkt werden und hat schwerwiegendere Folgen als bei anderen Menschen.  

So sollte man auch nicht zu viel Alkohol trinken, nicht rauchen und sich vor allem gesund ernähren. Dies gilt zwar auch für alle anderen Menschen, für Nachtarbeiter allerdings noch einmal verstärkt, da der Körper durch die ungewohnte Arbeitszeit zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist.  

Es sollte darauf geachtet werden, dass man nachts nach Möglichkeit mehr Pausen macht als bei einem Job, der am Tag stattfindet.  

Nach Möglichkeit sollte man versuchen Aufgaben, welche man sowohl am Tag als auch in der Nacht erledigen kann vor allem auf den Tag zu legen, um auf diese Weise in der Nacht etwas weniger zu tun zu haben und so schneller zur Ruhe zu kommen.  

Insgesamt sollte man bei der Arbeit in der Nacht auch vorsichtiger sein, da man oft eine geringere Reaktionsgeschwindigkeit hat und es daher schneller bzw. leichter zu Unfällen kommen kann.  

Wichtig ist auch die Abfolge zwischen den einzelnen Schichten: Am besten vertragen Menschen die Abfolge Nacht, Früh und dann Spätdienst. So lassen sich die Folgen für den Körper wenigstens etwas begrenzen.  

Nachts sollte man im Vergleich zu tagsüber weniger essen und wegen der langsameren Verdauung kleinere Portionen zu sich nehmen.  

Außerdem hat man das Recht auf gesundheitliche Untersuchungen, bei denen durch die Nachtarbeit entstandene medizinische Probleme erkannt werden können.  

Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass es die Möglichkeit gibt, diese Untersuchungen durchführen zu lassen.  

Wir können allen Schichtarbeitern nur ans Herz legen, diese Untersuchungen regelmäßig durchführen zu lassen und auch allgemein auf ihre Gesundheit zu achten.

 Mit dem richtigen Lebensstil ist auch Schichtarbeit körperlich machbar - bleibt gesund! 


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