Oktober 2020 | Lesezeit 4 Minuten


Wie Nano-Partikel bei Krebs helfen können 

Es gibt wohl kaum ein Gebiet der Medizin, in dem so viel geforscht wird wie im Bereich der Krebsforschung.  

Das ist auch kein Wunder, da Krebs eine der häufigsten Todesursachen überhaupt ist.

Aus diesem Grund werden auch ständig neue Therapien entwickelt, welche es möglich machen sollen, dass noch mehr Menschen mit Krebserkrankung geheilt werden können.  

Ein sehr interessantes Thema in diesem Bereich ist die Behandlung von Krebs mit Nano-Partikeln.  

Wie diese bei der Heilung von Krebs helfen können, erfährst du jetzt in unserem Artikel. 

Krebszellen unter dem Mikroskop

Nano-Partikel können eine effektive Waffe gegen Krebszellen sein - werden sie den Kampf gegen Krebs schon bald revolutionieren?

Probleme bei der Krebstherapie  

Um erklären zu können, warum Nano-Partikel bei der Krebsbehandlung helfen können, sollte man sich erst einmal die aktuellen Krebstherapien anschauen, genauer gesagt die Probleme, die sie derzeit mit sich bringen.  

Bei Krebs kommt man in vielen Fällen nicht ohne eine Chemotherapie aus. Diese erfolgt durch den Einsatz von Medikamenten, die die Vermehrung der Krebszellen verlangsamen oder sogar ganz stoppen sollen. Auf diese Art wird der Tumor bekämpft oder sogar ganz zum Verschwinden gebracht.  

Allerdings gibt es bei dieser Therapie einen großen Nachteil: auch gesunde Zellen und der Körper des Patienten an sich werden dabei angegriffen, die Nebenwirkungen sind also sehr hoch.  

Wenn man allerdings bedenkt, dass Krebs ohne Behandlung fast immer einen tödlichen Verlauf hat, müssen viele Patienten auch solche schweren Nebenwirkungen hinnehmen.  

Dennoch ist klar, dass die starke Schwächung von Krebspatienten durch eine Chemotherapie für die allgemeine Gesundheit natürlich nicht förderlich ist und zudem auch keine Erfolgsgarantie geben kann – im schlimmsten Fall vergrößert sie nur die Leiden des Patienten. 

Was sind Nano-Partikel? 

Nano-Partikel sind winzige Teilchen, die aus nur sehr wenigen Atomen bestehen - sie sind also wirklich unglaublich klein. So klein, dass sogar unsere roten Blutkörperchen, welche an sich ja bereits winzig sind, im Vergleich gigantisch wirken.  

Gerade ihre Größe macht sie für sehr viele Themengebiete innerhalb der Medizin sehr interessant – aber auch in anderen Bereichen gibt es diverse Einsatzmöglichkeiten für diese Technik, was in diesem Artikel allerdings zu weit führen würde.  

Gerade in der Krebsforschung können die winzigen Partikel eine ganze Menge bewirken.  

Wie Nano-Partikel bei Krebs helfen können 

Zwei Dinge haben wir nun schon geklärt: Welche Probleme bei einer Krebstherapie auftreten können und was Nano-Partikel sind. Nun können wir beides zusammenbringen.  

Wie genau helfen Nano-Partikel nun bei der Therapie?  

Ein wesentlicher Punkt ist, dass sie Ärzten die Möglichkeit bieten, Krebszellen wesentlich zielgenauer zu bekämpfen, ohne hierbei andere Zellen im Körper zu beschädigen oder zumindest in einem geringeren Ausmaß, als dies mit bisherigen Therapien der Fall war.  

Ziel ist es letztendlich, dass steuerbare Nano-Partikel, welche sich durch ihre Größe problemlos durch den Körper bis zu den Krebszellen bewegen können, genau hier ihre Aufgabe verrichten können, nämlich die Krebszellen abzutöten.  

Das größte Problem bei der Anwendung dieser Technologie ist es momentan, die winzigen Partikel präzise bis hin zu den Krebszellen zu steuern.  

Ob und wann die Therapie mit Nano-Partikeln die Krebsbehandlung wirklich revolutionieren und die Chancen auf Heilung bei einer Krebserkrankung verbessern wird, lässt sich daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Da allerdings mit Hochdruck daran geforscht wird, können wir darauf hoffen, in den nächsten Jahren positive Ergebnisse präsentiert zu bekommen.  

Bereits wesentlich weiter ist eine Therapie, die an der Berliner Charité von Andreas Jordan entwickelt wurde und bereits in der Testphase für die Behandlung von Krebspatienten ist.  

Bei dieser Therapie werden winzige Eisenoxid-Partikel direkt in die Krebsgeschwulst injiziert und danach durch ein magnetisches Wechselfeld, welches extrem oft seine Polung ändert, in Schwingung versetzt. 

Hierdurch können die Partikel stark erhitzt werden, was dazu führt, dass die Krebszellen regelrecht gekocht und damit zerstört werden.  

Leider lässt sich diese Möglichkeit der Behandlung aktuell nur bei einigen wenigen Krebsarten einsetzen, und auch in Zukunft werden nicht alle Arten von Krebs mit dieser Technik behandelt werden können.  

Eine der größten Hoffnungen bei der Bekämpfung von Krebs bleibt nach wie vor die Behandlung durch Nano-Partikel, sobald deren Steuerungsprobleme behoben sind – in Anbetracht dessen, wie schnell sich die Wissenschaft momentan weiterentwickelt, ist dies hoffentlich nur eine Frage der Zeit. 


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