Stand September 2022

Wie kommt es zu einer Wasservergiftung und was passiert dabei im Körper?

Dass Wasser grundsätzlich gesund ist, steht außer Frage – die Flüssigkeit besteht aus Sauer- und Wasserstoff, versorgt den Körper mit wichtigen Spurenelementen und Mineralien und unterstützt gleichzeitig viele unserer Körperfunktionen.  

Zu viel Wasser kann dem Körper allerdings schaden. In einem solchen Fall spricht man von einer Wasservergiftung. Wie genau es dazu kommen kann, welche Abläufe dabei im Körper vor sich gehen und auf welche Symptome du achten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Was genau ist eine Wasservergiftung und welche Prozesse laufen dabei im Körper ab?

Bei einer Wasservergiftung, die auch Hyperhydration genannt wird, kommt es zu einem Wasserüberschuss im Körper. Dazu kann es kommen, wenn entweder zu viel Wasser aufgenommen oder zu wenig Wasser ausgeschieden wird.

Wenn zu viel Wasser in den Körper gelangt, spielen sich verschiedene Prozesse ab: zum einen wird der Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht gemacht, wodurch es zu einem Natriummangel (Hyponatriämie) kommt. Dies bringt den Körper dazu, in den Notfall-Modus zu gehen, was u.a. bedeutet, dass der Harndrang gehemmt wird, um ein weiteres Ausscheiden von Salzen zu vermeiden.

Zum anderen strömt Wasser in die Körperzellen, was sich schädlich auf Lunge, Nieren, Herz und Hirn auswirken kann.

Vor allem die Effekte auf das Gehirn können sehr gefährlich sein: Wenn sich die Wasservergiftung stark ausbreitet, wird das Hirngewebe überschwemmt und das Hirn schwillt an. Unter der Schädeldecke kann es sich jedoch nicht ausdehnen, was zunächst zu Schwindel, Kopfschmerzen, Erbrechen und Krämpfen führen kann. Durch den erhöhten Hirndruck füllen sich die Lungenbläschen mit Wasser, wodurch es zu einem Lungenödem und Atemnot kommen kann.

Wird die Wasservergiftung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können Betroffene ins Koma fallen und im schlimmsten Fall sterben.

Ab welcher Menge kann Wasser schädlich sein?

Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte ein Erwachsener täglich ca. 1,5 Liter Wasser zu sich nehmen – dies ist jedoch das Minimum und es ist auch völlig in Ordnung, die zweifache oder dreifache Menge zu trinken. Damit es zu Vergiftungserscheinungen kommt, muss ein erwachsener Mensch mehr als 20 Liter Wasser zu sich nehmen. Eine Wasservergiftung bei einer gesunden Person ist also eher unwahrscheinlich.

Wenn jemand jedoch an bestimmten Herz- und Lebererkrankungen leidet oder eine Störung der Nierenfunktion vorliegt, erhöht sich das Risiko für eine Wasservergiftung. Die Ursache dafür ist eine verminderte Ausscheidungsfähigkeit des Körpers, aufgrund derer mehr Wasser eingelagert wird.

Denselben Effekt können auch bestimmte Medikamente haben, z. B. Antidepressiva, weshalb du dich bei der Einnahme von neuen Mitteln immer genau informieren solltest, welche Nebenwirkungen auftreten können.

Welche Symptome können auf eine Wasservergiftung hinweisen?

Die folgenden Symptome können ein Hinweis auf eine Wasservergiftung sein:

  • Kopfschmerzen
  • Verwirrtheit
  • Apathie
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Schwindelgefühle
  • Hirndruck
  • Krämpfe
  • Übelkeit/Erbrechen

Besonders, wenn jemand unter Vorerkrankungen leidet oder stärkere Medikamente einnimmt und nach dem Konsum einer größeren Menge Wasser an einem oder mehrerer dieser Symptome leidet, sollte zur Sicherheit ein Arzt aufgesucht werden.

Wie kann man eine Wasservergiftung behandeln?

Bei Verdacht auf Wasservergiftung ist die erste Gegenmaßnahme, die Flüssigkeitszufuhr stark zu reduzieren. Da es meistens einige Tage dauert, bis sich die Situation bessert, sollte man täglich nicht mehr als einen Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, bis die Symptome verschwinden.

Der Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Salzgehalt kann ebenfalls zu einer Besserung beitragen, da er den Mineralienhaushalt des Körpers wieder stabilisiert.

Ebenso sollte darüber nachgedacht werden, Medikamente abzusetzen, die die Einlagerung von Wasser begünstigen können.

Bitte beachte bei allen Maßnahmen, dass diese unbedingt nur in Absprache mit einem Arzt umgesetzt werden sollten, der bei einem ersten Verdacht umgehend kontaktiert werden sollte.

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