Oktober 2020 | Lesezeit 3 Minuten


Welche Fähigkeiten sollte ein angehender Heilpraktiker mitbringen? 

Heilpraktiker ist Beruf und Berufung in einem.

Menschen auf natürlichem Weg helfen, mit Empathie und Weitblick Vertrauen schaffen - dies und vieles mehr sind die Aufgaben eines versierten Heilpraktikers.

Äußerst wichtig dabei ist die persönliche Einstellung und die innere Wahrnehmung des komplexen Berufsbildes, welches an bestimmten Stellen manchmal an seine natürlichen Grenzen stößt.  


Nämlich genau dann, wenn Menschen zu ihm oder ihr kommen, die von der Schulmedizin enttäuscht sind oder den Heilpraktiker bzw. die Heilpraktikerin als letzten Strohhalm sehen. 


Das A und O beim Erlernen dieses Heilberufes ist weder ein Einser-Zeugnis noch der hehre Wunsch, mit diesem achtsamen Beruf ein Vermögen anzuhäufen.  

Ganz im Gegenteil: klar und deutlich steht der Mensch, dessen Körper und Psyche im Vordergrund.  

Was in der Schulmedizin an manchen Stellen vernachlässigt wird, kann der geschulte Heilpraktiker mit seinen ganzheitlichen Therapieformen sanft ausgleichen.  

Tatsächlich ist es manchmal von Vorteil, Schulmedizin- und Heilpraktiker-Wissen miteinander zu verknüpfen, um dem Hilfe suchenden Patienten die bestmögliche Therapie an die Hand zu geben. 


Aber was genau sind die Voraussetzungen für eine Heilpraktiker-Ausbildung? Was sollte man mitbringen, um diesen sensiblen Berufszweig einschlagen zu können? 

Folgende Fähigkeiten sollte man mitbringen: 

  • Empathie 
  • Verantwortungsbewusstsein 
  • Lernbereitschaft sowie Selbstdisziplin 
  • Einfühlungsvermögen 
  • Kooperationsbereitschaft 
  • Selbstbewusstsein
  • Interesse an Naturwissenschaften, Medizin und Menschen 
  • Lösungsorientiertes Handeln 
  • Charakterliche Reife und Pflichtbewusstsein 

Hinzu möchte das Gesundheitsamt folgende Voraussetzungen erfüllt sehen: 

  • Gesundheitliche Eignung: nur, wer selbst körperlich sowie seelisch stabil ist, ist in der Lage, andere Menschen bei ihrer Gesundung zu unterstützen. 
  • Mindestalter 25: Reife und Verantwortungsbewusstsein sind die Grundpfeiler für Menschen dieses Berufstandes. 
  • Hauptschulabschluss ist Mindestbedingung. 
  • Das polizeiliche Führungszeugnis muss „sauber“ bzw. einwandfrei sein. 

Fazit: der Wunsch, sich dem Berufsbild des Heilpraktikers zu nähern, bedarf einer genauen Überlegung.  


Menschen helfen bedeutet, eigene Ängste ablegen und sich selbst seiner Begrenzungen im Klaren zu sein. Nur wer den Heilpraktiker-Beruf nicht einfach nur ausführt, sondern auch lebt, kann in diesem Berufsfeld seine Erfüllung finden und für hilfsbedürftige Menschen ein wahrer Segen sein! 

Was geschieht nach der Heilpraktiker-Prüfung? Tipps, Inspirationen und Gestaltungsmöglichkeiten 

Auf einmal ist es soweit: die Prüfung naht und eine Riesenlast fällt vom Herzen, wenn der Amtsarzt (hoffentlich freudenstrahlend) sagt: „Sie haben die Heilpraktiker-Prüfung bestanden“.  


Vergessen sind die lange Wartezeit und das intensive Lernen jener Materie, welche der angehende Heilpraktiker benötigt, um praktizieren zu können. 

Doch nach der bestandenen Prüfung, auf welche man Tage, Wochen und Monate hingearbeitet hat, stellt sich eine kaum einfache Frage: „Wie geht es nun weiter und was kann ich mit meinem erworbenen Theorie- und Praxiswissen nun anfangen?“ 

Heilpraktikerin mit Patient in Praxis

Eine eigene Praxis zu haben ist für viele angehende Heilpraktiker das erste große Ziel - mit der richtigen Vorbereitung liegt es in der Regel in gar nicht allzu weiter Ferne.

Der erste Schritt nach bestandener Prüfung kann ein Praktikum sein – denn Berufserfahrung sammeln ist am Anfang der “Karriere” extrem wichtig.  

Nur wo kann man Berufserfahrung und weiterführendes Wissen sammeln? Etwa bei Kollegen, die eine eigene Praxis betreiben oder in medizinischen Instituten, welche für gerade diesen speziellen Berufszweig Praktika-Plätze zur Verfügung stellen?  

Besonders gute Chancen, einen gewünschten Praktikumsplatz zu erlangen, haben jene angehende Heilpraktiker, die beispielsweise Berufserfahrung als Krankenschwester bzw. Krankenpfleger vorweisen können, da sich manche Einrichtungen tatsächlich auf Naturheilkunde fokussiert haben. 

Da es nicht immer leicht ist, einen geeigneten Praktikumsplatz in der Nähe zu organisieren, könnte der Weg auch direkt in die Richtung zur Eröffnung einer eigenen Praxis gehen. 


FreiberuflerInnen sollten sich im Vorfeld die Frage stellen, mit welchem konkreten Schwerpunkt sie in ihren neuen Praxisräumen aufwarten möchten.  

Diese Frage beantwortet oftmals das Grundstudium, in dem man sich vielleicht speziell mit den Themen „Schmerztherapie“, „Burnout“ etc. auseinandergesetzt hat. 

Ein weiter guter Gedanke könnte der Zusammenschluss mit einem Kollegen sein. Zu zweit in einer Praxis praktiziert es sich gleich doppelt so gut. Gegenseitige Unterstützung bei schwierigen Fällen ist nur einer der vielen Plus-Punkte einer Kooperation. 


Und last but not least: ein Gründerberater hilft, den bestmöglichen Standort für die neue Praxis zu finden. Zudem weist der Experte im Bereich Existenzgründung auf mögliche Stolpersteine und Hürden in diesem Business hin und versorgt jeden Interessenten mit weiterführendem und hilfreichem Material, welches Anfängern die goldene Tür in eine lohnenswerte Selbstständigkeit öffnen kann. 

Hat man als angehender Heilpraktiker alle wichtigen Informationen zusammen, sollte man gerne an die Gestaltung einer informativen Homepage gehen. Auch an das Drucken von Visiten- und Einladungskarten, sowie von Flyern, welche die Eröffnung der Praxis preisgeben, sollte möglichst zeitnah gedacht werden. Solltest du in diesen Bereichen Hilfe benötigen, kannst du jederzeit unter info@was-heilt.de zu uns Kontakt aufnehmen. 


Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, den Heilpraktiker-Beruf auszuleben.

Mit der Zeit und guter Beobachtungsgabe findet man heraus, welcher der richtige ist. 

Alles Gute und viel Erfolg als Heilpraktiker bzw. Heilpraktikerin! 


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