November 2018, Lesezeit 3 Minuten


Wechseljahre abhängig von Herkunft und Lebensumständen

Im Laufe ihrer Wechseljahre klagen bis zu 80 % aller Frauen über sogenannte vasomotorische Symptome.
Damit werden unter anderem plötzlich einsetzende Hitzewallungen und unregelmäßige Schweißausbrüche bezeichnet.

Laut einer, im Jamala Internal Medicine, erschienenen Studie mit 1449 Frauen über mehr als 15 Jahre halten diese Beschwerden bei über 50 % der Teilnehmerinnen mehr als 7 Jahre an.

Link zur Studie

Die Dauer der Wechseljahre bei Frauen kann stark variieren

Im Verlauf der zeigten sich außerdem Herkunfts abhängie Unterschiede in der Dauer der Symptome.
Während afroamerikanische Frauen bis zu 10 Jahre mit Wechseljahrsbeschwerden zu kämpfen hatten, waren japanische und chinesische Probandinnen im Schnitt nur 4,8 bzw. 5,2 Jahre davon betroffen.

Darüber hinaus konnten die Forscher nachweisen, dass zusätzliche Faktoren wie Lebenswandel, soziales Umfeld und Alter beim ersten Auftreten der Beschwerden, mit entscheidend dafür sind über welchen Zeitraum die Komplikationen der Hormonumstellung anhalten.

Was bedeutet das und was kann man tun?

Falls man unter plötzlichen Hitzewallungen und Nachtschweiß leidet sollte zunächst anhand verschiedener Laborwerte gesichert werden ob es sich wirklich um Folgen einer Hormonumstellung oder eine andere Erkrankung handelt.

Wenn die Ursache feststeht, gibt es neben allgemeinen Empfehlungen (Wie gesunder Ernährung und Bewegung an der frischen Luft) auch andere Behandlungskonzepte welche betroffenen Frauen helfen können. Hierbei vertrauen viele auf traditionelle Verfahren wie Homöopathie oder Akupunktur, es besteht aber auch die Möglichkeit einer Hormonersatztherapie. Diese sollte allerdings, auf Grund der möglichen Nebenwirkungen, immer nur Einzelfall abhängig und nach gründlicher Beratung in Erwägung gezogen werden.