Stand September 2022

Was steckt hinter „High Protein“ Lebensmitteln und brauchen wir sie wirklich?

Lebensmittel mit der Kennzeichnung „High Protein“ verfolgen uns in jedem Supermarkt und scheinen voll im Trend zu liegen – auf Deutsch würde man dazu „proteinreich“ sagen. Betroffen sind eine ganze Palette von Produkten, besonders Brot, Joghurt und Müsliriegel. Vor allem Sportler sollen mit diesen Produkten besonders gute Trainingserfolge erzielen und ihre Muskulatur ideal aufbauen können – doch stimmt das wirklich?

Richtig ist, dass man nach einem intensiven Training am besten zu gesunden Lebensmitteln greift, die den Körper mit den benötigten Nährstoffen versorgen können, das kommt auch den Muskeln zugute. Diese bestehen zu etwa 20 Prozent aus Protein bzw. Eiweiß. Damit scheint es erstmal Sinn zu machen, Produkte mit einem besonders hohen Eiweißgehalt zu verzehren.

Wer allerdings einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe von „High Protein“ Lebensmitteln wirft, wird schnell feststellen, dass die meisten gar nicht viel mehr Eiweiß als herkömmliche Produkte enthalten – oder sogar weniger.

Die meisten Menschen nehmen sowieso schon zu viel Eiweiß zu sich

Hinzu kommt noch, dass die meisten Deutschen ohnehin schon mehr Eiweiß zu sich nehmen als nötig wäre. Ernährungswissenschaftler empfehlen für Erwachsene den Verzehr von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Menschen ab 65 Jahren sollten 1,0 Gramm pro Kilo zu sich nehmen.

Tatsächlich nehmen Erwachsene jedoch im Durchschnitt 1,2 bis 1,6 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich und brauchen daher gar keine extra Eiweiß-Ration.

Brauchen Sportler mehr Eiweiß?

Je stärker wir unsere Muskeln beanspruchen, desto mehr Aufbau- und Umbauprozesse spielen sich darin ab, weshalb auch mehr Eiweißbausteine benötigt werden. In Fachkreisen geht man davon aus, dass der Eiweißbedarf von Hobbysportlern daher zwischen 1,2 und 1,9 Gramm pro Kilo Körpergewicht und Tag liegt. Die meisten Personen sind also durch ihre reguläre Ernährung schon ausreichend versorgt.

Bei Extremsportlern sieht es nochmal anders aus – wer pro Woche mehr als fünf Stunden intensives Training absolviert, muss auch seine Ernährung überdenken, denn es wird nicht nur mehr Eiweiß, sondern auch mehr von allen anderen Nährstoffen benötigt.

Doch auch in solchen Fällen ist es nicht nötig, zu den meist teuren „High Protein“ Produkten zu greifen, denn es gibt viele herkömmliche Lebensmittel, die von Natur aus schon sehr proteinreich sind, z.B. Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Eier. Eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß ist sowohl mit rein pflanzlicher Nahrung als auch mit Mischkost zu gewährleisten.

Das Fazit lautet also: Das Geld für High Protein Produkte kann man sich getrost sparen, denn diese sind meistens nicht nur teurer als herkömmliche Lebensmittel, sondern auch ungesünder, da sie oft auch viel Zucker enthalten.

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