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Was hilft gegen Neurodermitis?

Neurodermitis ist ein chronisches Hautleiden, das bei Betroffenen meistens in Schüben auftritt, dabei ist die Ursache der Erkrankung meist unklar. Es gibt allerdings einige bekannte Verstärker der Krankheit, meist sind dies äußere Umstände – wer nach Ihnen sucht, kann die Symptome oft abschwächen oder sogar ganz verschwinden lassen.

Folgende Maßnahmen können bei der Behandlung helfen:

Vermeidung von Stress

Bei sehr vielen Menschen wirkt sich Stress direkt auf die Haut aus, dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um positiven oder negativen Stress handelt – innerliche Unruhe kann den Körper aufwühlen und zu Juckreiz führen. Wenn man ihm nachgibt und kratzt, führt dies oft dazu, dass die Haut danach noch stärker gereizt ist und mehr juckt als zuvor.

Deshalb sollte man in so einer Situation das Kratzen generell vermeiden. Es kann auch helfen, sanft auf die betroffenen Stellen zu klopfen oder sie zu massieren, da so keine offenen Wunden entstehen können.

Da Stress nicht immer vermieden kann, ist es empfehlenswert, Entspannungsübungen zu erlernen und in bestimmten Situationen einzusetzen.

Die richtige Kleidung auswählen

Bei bestimmten Stoffen sollte man Vorsicht walten lassen, dies gilt vor allem für synthetische Fasern wie z. B. Polyester. Die Haut von Personen, die unter Neurodermitis leiden, ist leichter reizbar und kann besonders empfindlich darauf reagieren, da solche Kleidung die Schweißbildung fördert und weniger luftdurchlässig ist.

Auch Kleidung aus grober Wolle ist nicht besonders gut geeignet, da deren raue Oberfläche ebenfalls Hautreizungen verursachen kann.

Neurodermitis-Patienten sollten darauf achten, Kleidungsstücke aus weichen Fasern zu tragen – hierzu zählen z. B. Klamotten aus Seide, Baumwolle oder Leinen, die sich gut reinigen lassen und auch Schweiß besser aufsaugen als synthetische Stoffe.

Starke Hitze und trockene Luft vermeiden

Durch verstärkte Schweißbildung bei starker Hitze trocknet die Haut schneller aus und die Hautbarriere wird geschwächt, wodurch Bakterien leichter eindringen und Entzündungen auslösen können – deshalb sollte man die pralle Sonne meiden und luftige Kleidung tragen.

Zudem kann Neurodermitis auch durch trockene Heizungsluft in Innenräumen ausgelöst oder verstärkt werden – in solchen Fällen können spezielle Luftbefeuchter helfen, die Symptome zu lindern.

Eine ausgewogene Ernährung

Generell lässt sich sagen, dass stark verarbeitete Lebensmittel, hoher Konsum von tierischen Produkten, zu viel Zucker und Weißmehlprodukte im Übermaß der Gesundheit der Haut schaden können, dies gilt besonders für Personen mit Neurodermitis.

Es kann auch vorkommen, dass ganz spezifische Produkte Symptome auslösen, dazu zählen Lebensmittel, die viel Zitronensäure (z. B. Zitrusfrüchte) oder Histamine (z. B. bestimmte Käsesorten oder Rotwein) enthalten. Hier ist darauf zu achten, ob sich die Neurodermitis-Symptome nach dem Konsum bestimmter Lebensmittel verschlimmern.

Pollen meiden

Viele Neurodermitis-Patienten leiden zusätzlich an allergischem Asthma oder Heuschnupfen – die Pollen, die allergische Reaktionen auslösen, belasten nicht nur die Atemwege, sondern können auch zu Hautirritationen führen, was wiederum Neurodermitis-Schübe auslösen oder verstärken kann.

Hier kann tägliche Hautpflege mit speziellen Cremes helfen, außerdem sollte der Kontakt mit Pollen so gering wie möglich gehalten werden. Dafür sollte man morgens den Wohnraum durchlüften, die Fenster tagsüber schließen und abends duschen oder zumindest die Haare waschen.

Kein Tabakkonsum

Wer als Neurodermitis-Patient raucht oder regelmäßig passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt ist, muss mit stärkeren Symptomen rechnen. In diesem Fall sollte man unbedingt das Rauchen einstellen und verrauchte Orte meiden.

Fazit zu Maßnahmen gegen Neurodermitis

Auch wenn die Ursprünge der Hauterkrankung oft schwer zu identifizieren sind, gibt es einige Maßnahmen, die die unangenehmen Symptome von Neurodermitis zumindest lindern können – in unserem Artikel haben wir einige davon vorgestellt und hoffen, dass wir einigen Patienten damit helfen können.

Es gibt jedoch noch viele weitere Möglichkeiten, um Neurodermitis zu bekämpfen. In jedem Fall empfehlen wir, das Gespräch mit einem Dermatologen zu suchen, wenn du unter Symptomen leidest, ebenso bieten auch einige Krankenhäuser und Ärzte spezielle Sprechstunden zu diesem Thema an.

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