Zuletzt aktualisiert: August 2021

Tipps für bessere Nachtruhe – Warum Schlaf so wichtig ist

Laut neuesten Umfragen sind in Deutschland zwischen 1,5 und 1,9 Millionen Menschen Abhängig von Medikamenten – der größte Teil davon von rezeptpflichtigen Schlaftabletten. Diese helfen zwar beim Einschlafen, allerdings können sie nichts gegen die Ursachen von Schlafstörungen ausrichten.

Es ist gut möglich, dass die Zahl derer, die regelmäßig Tabletten zum Einschlafen brauchen, in Zukunft noch steigen wird. Die Hauptursache für Schlafprobleme ist Stress im Job: 57 Prozent aller Arbeitnehmer fühlen sich nach neuesten Untersuchungen dauerhaft angespannt, 44 Prozent davon verspüren dauerhafte Unruhe und ganze 40 Prozent leiden unter ernsthaften Schlafstörungen. Die dauerhafte Unsicherheit, die viele von uns uns aufgrund der Corona Pandemie verspüren, trägt zusätzlich dazu bei, dass viele Menschen schlechter schlafen als zuvor.

Wir sind allerdings nicht hilflos – es gibt einige Tipps, die dauerhaft zu besserem Schlaf beitragen können. Vor wir jedoch dazu kommen, möchten wir zunächst einen Blick auf die Bedeutung von Schlaf auf unser allgemeines Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit werfen.

Warum ist guter Schlaf so wichtig?

Auch wenn sich die Schlafforschung schon seit vielen Dekaden mit der Erforschung unserer Nachtruhe befasst, wissen wir noch längst nicht alles zum Thema Schlaf. Fest steht auf jeden Fall, dass ausreichend Schlaf für unsere körperliche und geistige Regeneration essentiell ist und uns bei vielen geistigen Prozessen unterstützt, dazu zählen u.a. die Bewältigung von Stress und die Lernfähigkeit.

Dabei sind die sogenannten REM Schlafphasen (REM steht für „Rapid Eye Movement“), während derer wir unsere täglichen Erlebnisse und neue Informationen verarbeiten, besonders wichtig. Die Forschung geht davon aus, dass die REM Phasen auch für eine natürliche Stressreduktion sorgen sowie mit Impulskontrolle in Verbindung stehen.

Neben dem REM Schlaf gibt es drei weitere Phasen von Schlaf, von denen die sog. Tiefschlaf Phase die wichtigste ist. In dieser Zeit werden neue Informationen abgespeichert, gleichzeitig kann sich das Gehirn regenerieren und entgiften – dies ist im wachen Zustand nicht möglich, da es in dieser Zeit ununterbrochen aktiv ist.

Man sollte sich ausreichend Zeit für Schlaf nehmen

Ein erwachsener Mensch benötigt im Schnitt zwischen sieben und neun Stunden Schlaf pro Tag. Viele Menschen erreichen diese Stundenanzahl allerdings nicht, hinzu kommt noch, dass unser Körper sich relativ schnell an kürzere Schlafphasen gewöhnt. Wenn wir unserem Körper jedoch auf Dauer nicht die Zeit einräumen, die er zur Regeneration benötigt, können wir uns nie vollständig erholen – dies kann auch Ursache für eine Vielzahl von Erkrankungen sein.

Deshalb sollte man sich - ungeachtet der äußeren Umstände und der eigenen Gesundheit zuliebe -  im Alltag immer genug Zeit zum Schlafen einräumen. Hierzu zählt nicht nur die eigentliche  Schlafenszeit, sondern auch die Zeit unmittelbar vor dem zu Bett gehen, in der wir uns im Idealfall keinen Reizen wie bspw. dem künstlichen Licht von Fernseher oder Smartphone aussetzen sollten, da es die Produktion des Schlafhormons Melatonin stören kann.

Diese Tipps helfen dir dabei, besser zu schlafen

Im Folgenden haben wir einige Ratschläge für dich gesammelt, die dir dabei helfen können, in Zukunft besser zu schlafen:

  • Die richtige Ernährung: Wer sich einseitig ernährt bzw. zu viel Zucker und Weißmehl zu sich nimmt, läuft Gefahr, den natürlichen Schlafrhythmus zu stören. Achte daher darauf, genügend Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren zu dir zu nehmen.
  • Regelmäßige Bewegung: wer einige Stunden vor dem zu Bett gehen Sport treibt sorgt dafür, dass der Körper am Abend müde ist und man leicht einschlafen kann – ideal sind Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Joggen, aber auch ausgedehnte Spaziergänge sind dafür bestens geeignet.
  • Den Schlafraum abdunkeln: Versuche möglichst, alle Lichtquellen zu vermeiden, wenn du zu Bett gehst.
  • Keine großen Mahlzeiten: Dein Abendessen sollte möglichst leicht sein und eher klein portioniert. Auch scharfes Essen kann die Nachtruhe stören.
  • Keine Aufregung am Abend: Vermeide wenn möglich alle Stressfaktoren – dazu zählen z.B. auch Computerspiele, Gewaltdarstellungen im Fernsehen oder der Konsum koffeinhaltiger Getränke.

Ein gesundes Schlafverhalten wirkt sich positiv auf alle Lebensbereiche aus und wir hoffen, dass dir einige unserer Ratschläge weiterhelfen. Solltest du dauerhaft Probleme beim Schlafen haben und diese nicht selbst in den Griff bekommen, solltest du dich auch nicht scheuen, den Arzt deines Vertrauens um Hilfe zu bitten, denn Schlafprobleme sind nichts außergewöhnlich und es gibt viele Experten, die dir bei der Bewältigung helfen können. Wir wünschen dir eine gute Nacht!

Weitere Ratschläge und Methoden für erholsamen und gesunden Schlaf findest du in unserem Buchtipp: "Meine sanfte Medizin für einen guten Schlaf: Einschlaf- und Durchschlafstörungen natürlich behandeln." von Dr. med. Franziska Rubin.

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