Hantavirus: 2019 ist ein Ausbruchsjahr

Juli 2019 Lesezeit 4 Minuten 


Hantavirus: 2019 ist ein Ausbruchsjahr

Das Hantavirus breitet sich im Jahr 2019 verstärkt in Deutschland aus, meldet das Robert Koch-Institut (RKI). Übertragen wird die Infektion über den Kot der Rötelmäuse, die auch Waldwühlmaus genannt wird. Wer mit diesem in Berührung kommt, riskiert einen Ausbruch der Viruserkrankung.

Das Robert Koch-Institut berichtet, dass im Jahr 2019 überdurchschnittlich viele Menschen am Hanta-Virus erkranken. 

Das RKI geht davon aus, dass 2019 überdurchschnittlich viele Menschen erkranken werden. Rund 500 Fälle wurden bis Ende Mai bereits gezählt. Besonders gefährdet sind Einwohner im Raum Osnabrück, in der Stuttgarter Region, aber auch in der Schwäbischen Alp, in Unterfranken, im Osten Hessens und im Bayrischen Wald. Auch das Münsterland und die westliche Region Thüringens gehört zu den Risikogebieten.

Arbeit im Freien als Hauptinfektionquelle

2012 war bislang das Jahr mit den meisten Infektionen: Laut RKI erkrankten in Deutschland rund 2800 Personen. Das Einatmen des zu Staub zerfallenen Kots der Rötelmaus, wie zum Beispiel beim Fegen von Garagen und Schuppen oder Gartenarbeiten gelten als Haupt-Infektionsquelle. Genauso aber können die Viren auch über Urin- und Speichelkontaminierungen in den menschlichen Körper eindringen. Gerade Förster, Jäger und Bauarbeiter haben ein erhöhtes Risiko, sich mit dem Virus anzustecken.

Erkrankung verläuft unterschiedlich schwer

Hantaviren sind auf der ganzen Welt aktiv und verursachen Infektionen, die unterschiedlich schwer verlaufen.

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Antibiotikaresistenz: WHO stellt globalen Plan auf

Juli 2019 Lesezeit 4 Minuten


Antibiotikaresistenz: WHO stellt globalen Plan auf

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bemängelt, dass die Hälfte der Antibiotika falsch eingesetzt wird. Bekanntlich fördert ein falscher Einsatz die Bildung multiresistenter Keime. Eine Infektion mit diesen Keimen führt häufig zum Tod. Nun hat die WHO einen weltweiten Plan vorgestellt, der die Gefahr, die durch den falschen Einsatz von Antibiotika entsteht, eindämmen soll.

Antibiotikaresistenz: Die WHO läutet die Alarmglocken und stellt einen globalen Plan auf. 

Nach Angaben der Organisation nehmen diese Resistenzen in der jüngeren Vergangenheit in einem alarmierenden Maß zu. Zu dem Plan der WHO gehört unter anderem eine Einteilung der verschiedenen Antibiotika in drei Kategorien: Die erste Kategorie listet Medikamente auf, die bei schwerwiegenden Infektionen zum Einsatz kommen. Die zweite Gruppe beschreibt Antibiotika-Arten, die in jedem Gesundheitssystem vorgehalten, aber nur in Ausnahmefällen verabreicht werden sollten. Die dritte Kategorie benennt Wirkstoffe, die nur bei lebensbedrohlichen Erkrankungen verordnet werden.

Weniger Antibiotika 

In der ersten Gruppe sind Medikamente benannt, die gezielt gegen spezifische Mikroorganismen helfen. Die häufig verordneten Breitbandantibiotika sind eher in der zweiten und dritten Kategorie zu finden. Insgesamt appelliert die WHO an die Mediziner, Antibiotika weniger großzügig zu verschreiben. Damit könne der weiteren Entwicklung von Resistenzen entgegengewirkt werden.

Keine Heilung mehr bei bestimmten Bakterien

Wer gegen ein Antibiotikum resistent ist, spricht auf diesen Wirkstoff nicht mehr an.

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