Biomarker soll Hinweis auf CFS/ME geben

​Juni 2019 Lesezeit 5 Minuten


Biomarker soll Hinweis auf CFS/ME geben

Wer an der Myalgische Enzephalomyelitis (ME) leidet, die auch unter dem Namen „chronisches Erschöpfungssyndrom“ (CFS) bekannt ist, leidet oft nicht nur erheblich an der Erkrankung selbst, sondern an den Auswirkungen im sozialen und materiellen Bereich. Hinzu kommen häufig auch psychische Probleme. Das Krankheitsbild besteht unter anderem aus einer stetigen und starken Müdigkeit und Erschöpfung. Das kann so weit gehen, dass die Erkrankten nicht in der Lage sind, das Bett zu verlassen. Bislang gibt es keine hilfreiche Therapieform, und oft sind auch Ärzte nicht ausreichend informiert, um eine entsprechende Diagnose stellen zu können. Das könnte sich jetzt durch eine neue Studie ändern.

Manchmal ist die Krankheit derart ausgeprägt, dass Betroffene kaum aus dem Bett kommen. 

Ein Team von Forschern um Professor Ron Davis von der University of California haben ein Modell entwickelt, bei dem Aussicht darauf besteht, dass die Erkrankung erstmals leicht und in einem frühen Stadium diagnostiziert werden könnte.  Dazu wurde ein Biomarker bestimmt, den die Wissenschaftler aus Blutproben gewinnen wollen. Aus dem gewonnenen Blut wurden die roten Blutkörperchen entfernt, um den Rest der Probe mit winzigen Elektroden auf ihre elektrischen Eigenschaften bei der Zugabe einer Kochsalzlösung zu überprüfen.

Eigenschaften ändern sich

Nach Ansicht der Wissenschaftler setzt das hinzugefügte Salz die zurückbleibenden weißen Blutkörperchen durch osmotische Regulierungen unter Stress.

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Bakteriophagen retten 15-Jähriger das Leben

Mai 2019 Lesezeit 3 Minuten


Bakteriophagen retten 15-Jähriger das Leben

Mukoviszidose ist eine tödliche Erkrankung. Die meisten der betroffenen Kinder starben früher daran spätestens, wenn sie zu Jugendlichen herangereift waren. Durch den medizinischen Fortschritt erreichen die Patienten heute ein Alter von 40 bis 50 Jahren. Nun hat der Fall eines todkranken Patienten für Aufsehen gesorgt. Durch sogenannte Phagen, also Viren, die Bakterien bekämpfen, konnte ein 15 Jahre altes Mädchen eine Infektion mit multiresistenten Keimen überleben. 

Bakterien können von sogenannten Phagen bekämpft werden. Einen 15-jährigen Mädchen rettete dieses Verfahren das Leben. 

Infektion mit multiresistentem Keim

Große Risiken für die Erkrankten entstehen häufig bei einer Lungentransplantation. Auch die 15-Jährige hatte in London eine neue Lunge bekommen, um sich anschließend mit multiresistenten Bakterien zu infizieren. Eine neue Therapie soll der Grund dafür sein, warum der Körper der Patientin den Keim bekämpfen konnte: Speziell für das Mädchen entwickelte Phagen, die sich im Mikrobiom der Darmflora jedes Menschen befinden, halfen ihr, die Infektion mit den  Bakterien zu überwinden. Entwickelt wurden die Phagen an der University of Pittsburgh. Dort existiert die weltweit größte Sammlung von Viren, die Bakterien angreifen. Ganz genau war es das Bakterium Mycobacterium abscessus, das sich im Körper des Mädchens eingenistet hatte – und zwar schon vor der Operation. 

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