Wie Nanopartikel bei Krebs helfen können

November 2019 Lesezeit 3 Minuten


Wie Nanopartikel bei Krebs helfen können

Die Heilung von degenerativen Erkrankungen und insbesondere von Krebs gilt als eine der wichtigsten medizinischen Herausforderung unserer Zeit. Entsprechend zahlreich sind die Schwerpunkte bei der Erforschung möglicher Therapiemethoden. Ein neuer und besonders spannender Ansatz ist dabei die Behandlung von Krebs mit Nanopartikeln.

Nanopartikel sind winzig klein und können beeindruckende Eigenschaften aufweisen.

Probleme bei der Krebstherapie

Um sich zu verdeutlichen, inwiefern Nanopartikel bei der Behandlung von Krebs zum Einsatz gebracht werden könnten, werfen wir zunächst einen Blick auf bereits bestehende Therapieverfahren.

 

Eine tragende Rolle spielt dabei bisher die sogenannte Chemotherapie. Bei dieser werden Medikamenten eingesetzt welche sich in den Krebszellen anreichern und dadurch ihre Zellteilung verlangsamen oder zum Erliegen bringen sollen. 

 

Da diese Methode häufig auf dem Mechanismus der Anreicherung im Gewebe basiert und der Einsatz der Medikamente systemisch erfolgt, gibt es jedoch einen entscheidenden Nachteil. Auch gesunde Zellen und der Körper des Patienten an sich werden angegriffen.

Was sind Nanopartikel?

Nanopartikel sind winzige Partikel, welche teilweise nur aus wenigen Atomen bestehen. Diese Tatsache macht sie für sehr viele Themengebiete und auch eine medizinische Verwendung sehr interessant. So können sie z.B. Zellmembranen durchdringen, sich an Teile der DNA anlagern und aufgrund der zielgerichteten, synthetischen Herstellung auch mit zahlreichen anderen Eigenschaften versehen werden. 

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Krebs in reicheren Ländern Todesursache Nummer 1

Oktober 2019 Lesezeit 3 Minuten


Krebs: Todesursache Nummer 1 in reichen Ländern?

Obwohl unermüdlich geforscht wird, um Krebs zu besiegen, könnte Krebs künftig weltweit an erster Stelle als Todesursache stehen - zumindest in reichen Ländern. In einigen Wohlstands-Ländern ist Krebs bereits Haupttodesursache. Vorher waren es Herz-Kreislauf-Erkrankungen, an denen dort die meisten Menschen starben. Diese Nachricht ist Ergebnis einer Studie („PURE“), für die mehrere zehntausend Datensätze analysiert worden sind und bezieht sich auf Menschen zwischen 35 und 70 Jahren. Das liegt unter anderem daran, dass die sogenannten kardiovaskulären Erkrankungen weltweit zurückgingen und deshalb Krebs von Platz auf Platz eins der Todesursachen nachrücke.

Die Krebsgefahr durch Rauchen ist hinlänglich bekannt.  

Weil für die Untersuchung jedoch keine weltweiten Daten erfasst und ausgewertet worden sind, seien die Ergebnisse bei einer globalen Interpretation jedoch mit Vorsicht zu betrachten, sagen die Forscher um Salim Yusuf und Gilles Dagenais (von den Universitäten MC Master/Hamilton und Laval/Quebec). Für die Untersuchung wurden von knapp 160000 Menschen im Alter zwischen 35 und 70 Jahren aus 21 Ländern Daten analysiert. In ärmeren Ländern, so ergab die Auswertung, sei es etwa 2,5 mal häufiger zu Todesfällen gekommen, die durch kardiovaskuläre Erkrankungen bedingt gewesen seien. Ein scheinbarer Widerspruch, denn in den reichen Ländern gebe es deutlich mehr Risikofaktoren für damit zusammenhängende Krankheiten.

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Mikrobiom passt sich dem Körper an

​August 2019 Lesezeit 4 Minuten


Mikrobiom passt sich dem Körper an

Genauso einzigartig wie jeder Mensch ist auch die Zusammensetzung der Darmflora. Die gemischte Mikrobengemeinschaft aus unterschiedlichen Bakterienstämmen ist vielfältig. Bei der Erforschung des menschlichen Mikrobioms stoßen die Wissenschaftler auf immer neue Erkenntnisse.

Das Mikrobiom ist Forschungsgegenstand vieler Studien. Wissenschaftler haben jetzt entdeckt, was Darmmikroben möglicherweise leisten können.

​Darmmikroben kommt in vielen Zusammenhängen der Funktionsweise des Körpers offenbar eine immense Bedeutung zu. Sie sind aktuellen Studien zufolge offenbar am Abbau von Medikamenten beteiligt, kommunizieren mit dem Gehirn und schützen möglicherweise vor Krebs. Dabei sind sowohl Gene und Lebensstil, als auch Umwelteinflüsse und Ernährung verantwortlich dafür,  wie die Darmflora eines Individuums zusammengesetzt ist.

Mikroben passen sich dem Wirt an

Eine aktuelle Studie kann nun nachweisen, dass jeder Mensch nicht nur eine eigene Mikrobenkombination in seinem Körper beheimatet, sondern dass diese sich dem jeweiligen Wirt anpassen, indem sie sich im Körper weiterentwickeln. Aus dieser Mutation resultieren schließlich sogenannte Subpopulationen. Bei diesem Vorgang haben die Wissenschaftler festgestellt, dass manche Arten deutlich häufiger mutieren als andere, und dass diese Veränderungen in Verbindung mit unterschiedlichen Menschengruppen stehen.

Darmbakterium unter der Lupe

Für die Studie haben Mikrobiom-Forscher zunächst das Darmbakterium Bacteroides fragilis unter die Lupe genommen, das aus Stuhlproben von Freiwilligen gewonnen wurde.

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