Kliniken: Falsche Rechnungen belasten gesetzliche Krankenkassen

Mai 2019 Lesezeit 2 Minuten


Kliniken: Falsche Rechnungen belasten gesetzliche Krankenkassen


2017 haben die gesetzlichen Krankenkassen rund 75 Millionen Euro für die stationäre Unterbringung von Patienten in Krankenhäuser gezahlt. Nun kritisiert der Bundesrechnungshof, dass die Krankenhäuser den gesetzlichen Krankenkassen zu viele fehlerhafte Rechnungen ausstellen würden. Ein entsprechender Bericht wurde im Mai 2019 dem Bundestag vorgelegt. Wie die Bundesbehörde ermittelt hat, sei jede zweite Abrechnung falsch. Damit werde zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen deutlich mehr Geld abgerechnet als statthaft sei.

In vielen Fällen stellen laut WHO Krankenhäuser den gesetzlichen Kassen zu hohe Rechnungen aus.

Keine Konsequenzen für Kliniken

Rund 20 Millionen Patienten verzeichnen die deutschen Kliniken pro Jahr. Laut Bundesrechnungshof würden damit rund zehn Millionen Rechnungen nicht korrekt ausgestellt werden. Deutliche Kritik geht dabei auch an die Krankenkassen: Diese würden die Zahlungsaufforderungen viel zu selten überprüfen und sich damit deutlich weniger Geld zurück holen, als ihnen nach Meinung des Rechnungshofs zustehen würde. Wie hoch der entstandene Schaden ist, sagt die Bundesbehörde nicht. Grund für die Ausstellung falscher Abrechnungen ist nach Meinung der staatlichen Finanzkontrolle die Tatsache, dass fehlerhafte Rechnungen bis dato so gut wie keine Konsequenzen für die Kliniken nach sich ziehen würden. Der Bundesrechnungshof fordert jetzt Sanktionen für Kliniken, deren Abrechnungen sich als fehlerhaft erwiesen haben.

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