Depression: Beeinflussen Darmmikroben die Psyche?

Juni 2019 Lesezeit 4 Minuten


Depression: Beeinflussen Darmmikroben die Psyche?

Darmflora und Gehirn hängen eng zusammen – der Kommunikationsaustausch findet in beiden Richtungen statt: Hormone, Immunsystem und Nerven des menschlichen Hirns stehen in Verbindung mit dem Darm. Darmmikroben wiederum beeinflussen unter anderem den Stoffwechsel  – und möglicherweise auch die Psyche, die Emotionen und das Verhalten eines Menschen. Belgische Wissenschaftler haben im Rahmen von verschiedenen genetischen Analysen verschiedene Arten von Darmbakterien ausfindig gemacht, die mit dem Risiko für Depressionen in Verbindung gebracht werden, aber auch mit den psychischen Wohlbefinden.

Laut Statistik leidet oder litt Jeder vierte Einwohner in Deutschland an Depressionen.  

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass zahlreiche Typen von Darmbakterien, die im menschlichen Mikrobiom zu finden sind, sogenannte neuroaktive Stoffwechselprodukte erzeugen. Diese Stoffe können sich als Neurotransmitter auf die seelische Gesundheit auswirken, meinen die belgischen Humangenetiker von der Katholieke Universiteit Leuven. Ob ein Zusammenhang zwischen im Mikrobiom lebenden Bakterien und der seelischen Gesundheit besteht, wird unter Medizinern kontrovers diskutiert. Die Belgier haben ihn ihrer Untersuchung die Darmflora von über tausend Probanden vollständig untersucht und gleichzeitig Daten über depressive Störungen erhoben.

Statistischer Zusammenhang

Parallel dazu beantworteten die Teilnehmer Fragen nach ihrem seelischen Befinden, zur körperlichen Gesundheit und zur Zufriedenheit mit ihrem Sozialleben.

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