Regeln für die Wiedereröffnung von Betrieben – Was Du jetzt wissen musst

April 2020 | Lesezeit 2 Minuten


Wiedereröffnung von Frisörsalons, Kosmetikstudios und Fußpflege-Einrichtungen geplant: Diese Regeln gelten ab jetzt für alle Betriebe 

Endlich zeichnen sich erste Lockerungen der bundesweiten Corona-Maßnahmen ab und zumindest manche Betriebe können wieder ein wenig aufatmen – ab dem 04. Mai dürfen einige Geschäfte die Arbeit wieder aufnehmen. 

 

Die Öffnung darf allerdings nur unter strengen Auflagen erfolgen. Wir haben für Dich zusammengefasst, was Du unbedingt wissen musst. 

Mundschutz und Handschuhe

Für die Wiedereröffnung von Betrieben gelten strenge Auflagen - unter anderem das ständige Tragen von Handschuhen und Atemschutzmasken.

Um Geschäftsinhabern die Chance zu geben, sich ausreichend auf eine Wiedereröffnung vorzubereiten, hat die “Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)” basierend auf dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard einen Leitfaden entwickelt, der mit verbindlichen Regeln für alle Betriebe ein möglichst risikofreies Arbeiten für Mitarbeiter und Kunden gewährleisten soll. 

 

Die Einhaltung der neuen Vorschriften soll stichprobenartig überprüft werden – bei Verstößen drohen Geschäftsinhabern empfindliche Geldbußen. 

Diese Infektionsschutz-Maßnahmen gelten ab dem 04. Mai 

Sowohl Mitarbeiter als auch Kunden müssen sich ab Montag an folgende Vorgaben halten: 

  • Ausreichend Abstand zwischen einzelnen Arbeitsplätzen (mindestens 1,5 Meter in alle Richtungen) - der vorgeschriebene Abstand muss durch Markierungen visualisiert werden 
  • Es dürfen keine Wartezonen entstehen 
  • Ausführliche Unterweisung aller Angestellten zu Händehygiene, Hautschutz und weiteren Schutzmaßnahmen 
  • Gute Durchlüftung der Arbeitsräume 
  • Schutzmasken für Mund und Nase müssen dauerhaft von Kunden und Mitarbeitern getragen werden 
  • Alle Kunden müssen sich nach Betreten des Betriebs die Hände gründlich waschen oder desinfizieren 
  • Alle Arbeitsmaterialien müssen zwischen der Bedienung unterschiedlicher Kunden gründlich gereinigt werden 
  • Alle Kontaktflächen müssen nach jedem Kunden gründlich gereinigt werden 
  • In Frisörsalons: Standardmäßiges Haarewaschen unter Verwendung von Schutzhandschuhen 

Weitere Vorgaben für Geschäftsinhaber 

Zusätzlich zu den oben genannten Maßnahmen ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet, seinen Mitarbeitern pH-neutrale Flüssigseife, Einmalhandtücher und Händedesinfektionsmittel in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen.

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Staatliche Hilfen für Therapeuten in der Corona-Krise

April 2020 | Lesezeit 2 Minuten


Staatliche Hilfen für Therapeuten in der Corona-Krise 

Infolge der aktuell grassierenden Corona-Pandemie sind die Patientenzahlen in therapeutischen Berufen in den letzten Wochen – wie in den meisten anderen Branchen auch – massiv eingebrochen, auch wenn Berufe wie bspw. Heilpraktiker oder Physiotherapeuten als sog. “Heilmittelerbringer” offiziell zu den systemrelevanten Tätigkeiten gehören und von Sperrungen ausgenommen sind.  

 

Dennoch sagt ein Großteil der Patienten ihre Termine ab oder erscheinen einfach nicht – teils aus Angst vor einer Infektion, teils weil sie davon ausgehen, dass die Einrichtungen geschlossen sind. 

 

Die Verbände für niedergelassene Physiotherapeuten, Logopäden oder Ergotherapeuten hatten vor dieser Entwicklung schon Ende März gewarnt und einen Umsatzeinbruch von 70-90 Prozent vorausgesagt, zudem hatten zu diesem Zeitraum bereits viele Praxen Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter angemeldet – ein Großteil davon wird zurzeit von Existenzängsten geplagt. 

Geld in Hosentasche

Das Bundesgesundheitsministerium plant nun u.a. auch Hilfsmaßnahmen für Therapeuten, um die Corona Krise zu überstehen - ob diese ausreichen werden, ist allerdings noch unklar.

Welche Hilfsmaßnahmen sind geplant?

Um die finanziellen Folgen dieser Ausfälle abzumildern und die Liquidität für betroffene Einrichtungen sicherzustellen, hat das Bundesgesundheitsministerium in dieser Woche Pläne für einen Schutzschirm verabschiedet, der die bereits beschlossenen Hilfsmaßnahmen für niedergelassene Ärzte oder Krankenhäuser ergänzen soll.

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