Umprogrammierte Zellen helfen bei Diabetes

Juni 2019 Lesezeit 3 Minuten


Umprogrammierte Zellen helfen bei Diabetes

In der Schweiz haben Forscher einen Erfolg erzielt, der im Rahmen der Behandlung von Diabetes künftig eine Rolle spielen könnte. In Versuchen mit Mäusen konnten Forscher der Universität Genf zumindest die Auswirkungen von Diabetes lindern. Die Wissenschaftler haben im Labor Bauchspeicheldrüsenzellen von Probanden derart verändern können, dass diese selbstständig Insulin produzieren können, wenn ihnen Glukose zugefügt wurde.

Regelmäßig Blutzucker messen: Das gehört für Diabetiker zum Alltag. Eine neue Studie gibt Anlass zur Hoffnung, die Symptome der Erkrankung lindern zu können.  

Zwei Zelltypen im Fokus

Dabei wurden konkret zwei Zellarten der Langerhans’schen Inseln genauer unter die Lupe genommen: Die Alpha-Zellen, die Glucagon herstellen und das pankreatische Polypeptid (PP), welches Gamma-Zellen produziert.  Die umprogrammierten Zellen wurden zunächst in Mäuse verpflanzt, die an Diabetes Typ-1 leiden. Konkret wurden zu diesem Zweck sogenannte Alpha-Zellen, die aus menschlichen Bauchspeicheldrüsengewebe gewonnen wurde, in Beta-Zellen um. Die Aufgabe von Beta-Zellen ist, Insulin zu produzieren. Die Wissenschaftler um den Mediziner Kenichiro Furuyama erklärten, dass die vermehrte Produktion zweier Proteine, Pdx1 und MafA dazu führt, dass Alpha- und Gamma-Zellen der menschlichen Bauchspeicheldrüse Insulin erzeugen, wenn Glukose zugeführt wird.

 Verbesserung der Symptome

Für den Versuch wurden Mäusen ohne Beta-Zellen entsprechende Zellverbände transplantiert.

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