August 2019 Lesezeit 2 Minuten


Beatmungspatienten sollen häufiger stationär versorgt werden

Viele schwerstkranke Intensivpatienten werden außerklinisch zu Hause betreut. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will diese nun häufiger stationär und besser versorgen. Das gilt insbesondere für beatmungspflichtige Patienten.

Beatmungspflichtige Patienten sollen nach dem Willen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) häufiger in Krankenhäusern betreut werden. 

Für ein entsprechendes Gesetz liegt nun ein Referentenentwurf vor - "zur Stärkung von Rehabilitation und intensivpflegerischer Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung". Im Fokus steht dabei, die Regelungen für stationär beatmete Patienten aus dem Sozialgesetzbuch XI zu nehmen und im Sozialgesetzbuch V anzusiedeln, um sie einer ambulanten Versorgung gleichzustellen. Die ambulante Versorgung von beatmungspflichtigen Patienten ist ebenfalls im Sozialgesetzbuch V  geregelt. Gleichzeitig das das Gesetz einen Beitrag dazu leisten,  Beatmungspflichtige von Maschinen und Geräten zu entwöhnen. Mit diesem Gesetz, der stationären Aufnahme der Patienten, will das Bundesministerium auch die Qualität der Versorgung erhöhen. Derzeit werden in Deutschland laut Referentenentwurf rund 50000 Menschen außerklinisch beatmet. Zum Vergleich: 2005 waren es 1000 Patienten. Die derzeitige Gesetzeslage sieht vor, dass beatmungspflichtige Patienten in einer Pflegeeinrichtung oder durch eine Behandlungspflege zu Hause betreut werden.