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Risikofaktor Haustier – Vorsicht bei bestimmten Erkrankungen

Haustiere können Erreger auf den Menschen übertragen, die bei manchen Personen zu bestimmten Krankheiten führen. Was für gesunde Menschen kein Problem ist, kann es bei einigen Vorerkrankungen gefährlich werden.

Erkrankungen der Atemwege sind besonders problematisch

Bei chronischen Erkrankungen der Lunge oder der Atemwege (z. B. bei COPD) sind Bakterien aus dem Mundraum der Haustiere besonders gefährlich und können zu schweren Krankheitsverläufen beitragen.

Wenn die Erreger in den menschlichen Atemtrakt gelangen, kann es u. a. zu Infektionskrankheiten oder Lungenentzündungen kommen. Denselben Effekt können Aerosole aus dem Kot der Tiere haben, die über die Atemluft in den menschlichen Körper kommen.

Aus diesem Grund sollte man im Falle einer Vorerkrankung wenn möglich andere Personen bitten, den Futternapf auszuwechseln oder das Katzenklo zu säubern – wenn dies nicht möglich ist, sollte man bei diesen Tätigkeiten zumindest haushaltsübliche Schutzhandschuhe und einen medizinischen Mundschutz tragen.

Auch intensiver körperlicher Kontakt sollte vermieden werden, da vor allem der Kontakt mit Speichel gefährlich ist.

Auch nach Organtransplantationen sollte enger Kontakt mit Haustieren vermieden werden

Nach einer Organtransplantation ist es für Betroffene sehr wichtig, ihr Infektionsrisiko so niedrig wie möglich zu halten.

Deshalb sollte man darüber nachdenken, sein Haustier vorübergehend von einer anderen Person pflegen zu lassen. Wer die Anschaffung eines Tieres plant, sollte damit mindestens ein Jahr nach der Transplantation warten.

Welche Tierarten sind problematisch?

Leider können prinzipiell alle Tierarten bei bestimmten Vorerkrankungen zu gesundheitlichen Problemen führen – dies gilt für Hunde und Katzen genauso wie für Vögel, Fische oder Nagetiere.

Bei Haustieren mit Fell besteht zusätzlich die Gefahr, dass die Haare über die Luft in die Atemwege gelangen.

Dies erfordert zumindest einen Veränderten Umgang mit den Tieren, bei dem vor allem die Hygiene eine wichtige Rolle spielt.

Die richtige Hygiene im Umgang mit Haustieren

Wer seine tierischen Begleiter im Krankheitsfall nicht abgeben kann oder möchte, muss verstärkt auf Hygiene achten. Nach jedem Kontakt mit Tieren sollten die Hände gründlich gewaschen werden, der Kontakt mit streunenden Tieren ist komplett zu vermeiden.

Das beseitigen von Exkrementen oder z. B. die Reinigung eines Aquariums sollten nach Möglichkeit nicht mehr selbst durchgeführt werden, falls dies nicht anders möglich ist, muss auf jeden Fall Schutzkleidung getragen werden.

Kranke Tiere sind ein besonders großes Risiko

Wenn Haustiere selbst unter einer Krankheit leiden, ist der Kontakt mit Ihnen besonders gefährlich, , denn die tierischen Krankheitserreger haben bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem besonders leichtes Spiel.

Besonders Menschen, die frisch operiert wurden oder eine Krebs-Erkrankung mit Strahlen- oder Chemotherapie behandeln, sind besonders empfindlich gegenüber Bandwürmern, Salmonellen, Pilzen oder Hepatitis-Erregern, die von Tieren übertragen werden können.

Deshalb sollten Tiere regelmäßig von einem Tierarzt auf gängige Erkrankungen untersucht werden – auch sehr junge Tiere können ein Risiko darstellen, da sie in der Regel noch nicht vollständig geimpft sind und sich ihr Immunsystem noch im Aufbau befindet.

Fazit zum Umgang mit Haustieren bei Vorerkrankungen

Besonders bei schweren Erkrankungen bzw. in der Erholungsphase danach sollte man darüber nachdenken, sich vorübergehend von seinen tierischen Begleitern zu trennen – am besten gibt man sie in die Hände einer Person, die in der Nähe wohnt, so dass man sie regelmäßig besuchen kann.

In den allermeisten Fällen geht es dabei nur um einen Zeitraum von wenigen Monaten bis maximal einem Jahr.

Ist dies nicht möglich, muss unbedingt auf entsprechende Hygienemaßnahmen geachtet werden, um einer weiteren schweren Erkrankung vorzubeugen. Wenn du noch weitere Fragen zu diesem Thema hast, kannst du dich jederzeit an deinen Hausarzt wenden.

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