Stand Mai 2022

Photophobie: Wenn die Augen kein Licht vertragen

Wenn die Augen kein Licht vertragen, können sowohl neurologische Ursachen, aber auch eine Augenerkrankung dahinterstecken. In unserem Artikel erfährst du, wie das Problem entsteht und ab welchem Zeitpunkt man einen Arzt aufsuchen sollte.

Dass die Augen bei plötzlich auftretendem, starkem Licht zunächst gereizt reagieren, ist ein normaler Schutzreflex. Wenn man Licht jedoch auf Dauer gar nicht verträgt, spricht man in der Medizin von Photophobie. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Licht natürlichen oder künstlichen Ursprungs ist.

Photophobie – auch Lichtscheu genannt - zählt zu den am häufigsten vorkommenden Augenbeschwerden, Betroffene leiden neben der Lichtempfindlichkeit oft noch zusätzlich an Übelkeit, Schmerzen oder tränenden Augen. Wenn diese Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Was können die Ursachen für Photophobie sein?

Die Pupille hat die Aufgabe, den Lichteinfall ins Auge zu steuern: wenn es hell wird, verengt sie sich, bei zunehmender Dunkelheit weitet sie sich aus. Bei einer Störung dieses Mechanismus kann es vorkommen, dass zu viel Licht auf die Netzhaut fällt und man sich geblendet fühlt.

Dies kann nach einer Schädigung der Hornhaut der Fall sein, die bspw. durch eine Bindehautentzündung oder zu starke UV-Strahlung ausgelöst wird.

Auch eine schwere Entzündung der Regenbodenhaut kann zu Lichtscheu führen und die Sehkraft einschränken.

Weitere bekannte Ursachen sind Grauer und Grüner Star – beim Grauen Star (Katarakt) kommt es zu einer Eintrübung der Linse, was vor allem im fortgeschrittenen Alter vorkommt. Dadurch wird das einfallende Licht nicht mehr stark genug gebündelt und streut stärker. Wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind, kann es schneller zu einer Blendung kommen.

Bei Grünem Star (Glaukom) sorgt u.a. ein zu hoher Augeninnendruck dafür, dass der Sehnerv Schaden nimmt, was langfristig ebenfalls zu einer Photophobie führen kann.

Ebenso kann es vorkommen, dass stundenlange Arbeit am Bildschirm für zu trockene Augen sorgt, die wiederum eine Lichtempfindlichkeit auslösen – auf diese Weise kann u.a. auch Migräne entstehen.

Das Alter spielt bei Lichtempfindlichkeit oft eine große Rolle

Es ist normal, dass die Lichtempfindlichkeit mit voranschreitendem Alter zunimmt – eine ärztliche Behandlung ist in den meisten Fällen also gar nicht notwendig, dennoch ist es vor allem für ältere Menschen ratsam, regelmäßig einen Augenarzt zur Vorsorge aufzusuchen.

Wenn die Lichtempfindlichkeit jedoch schnell und rapide zunimmt und nach mehreren Stunden noch nicht wieder zurückgegangen ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden, insbesondere, wenn weitere Symptome wie z. B. Tränenfluss, eine Rötung der Augen oder Schmerzen hinzukommen.

Verschwindet Photophobie mit der Zeit wieder?

In den meisten Fällen lässt die Lichtempfindlichkeit mit der Zeit wieder nach und verschwindet irgendwann ganz, dies hängt jedoch von der Ursache ab. Eine Schädigung der Hornhaut heilt bspw. meist innerhalb weniger Tage, ist jedoch Grauer Start für die Lichtschau verantwortlich, hilft nur eine Operation.

Wenn Beschwerden länger als ein paar Tage anhalten, sollte man eine ärztliche Diagnose einholen.

Wenn du dich für die Behandlung von Augenkrankheiten mit natürlichen Mitteln interessierst, empfehlen wir dir die folgende Lektüre: "Augenkrankheiten behandeln mit Heilpflanzen und Naturheilkunde: Ein pflanzlicher und naturheilkundlicher Ratgeber".

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