Stand September 2022

Kann CBD bei Nackenschmerzen helfen?

Eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Kopfschmerzen oder ein Ziehen: Nackenschmerzen können sich auf unterschiedlichste Art und Weise bemerkbar machen. Manchmal strahlen die Schmerzen auch in den Rücken, die Arme bzw. die Schultern aus und können von Taubheitsgefühlen begleitet sein.

Ursachen und Symptome von Nackenschmerzen

Unter dem Terminus Nackenschmerzen fasst man alle Schmerzen zusammen, die zwischen den seitlichen Trapezmuskeln und dem ersten Brustwirbel bzw. der oberen Nackenlinie auftreten. Des Öfteren verwendet man dafür auch die Begriffe Zervikobrachialsyndrom, steifer Hals, Zervikalneuralgie bzw. HWS-Syndrom.

Je nachdem wie lange die Schmerzen andauern, kann man sie den Kategorien akut (0-3 Wochen), subakut (4-12 Wochen) bzw. chronisch (länger als 12 Wochen) zuordnen.

Normalerweise sind Nackenschmerzen nicht gefährlich und können auch gut behandelt werden. Treten jedoch zu den Schmerzen bzw. zur eingeschränkten Bewegungsfähigkeit auch noch andere Beschwerden auf, so sollte man unter Umständen einen Arzt konsultieren. Folgende Symptome sollte man dabei als Warnhinweis ernst nehmen:

  • Bewusstseinsstörungen (z.B. Schwindel)
  • Nackenschmerzen, die durch ein Trauma auftreten
  • Verschlechterung des allgemeinen Zustandes
  • Neurologische Ausfälle

Auch Tumorerkrankungen oder Osteoporose bzw. eine Einnahme von Steroiden über einen längeren Zeitraum können von Nackenschmerzen begleitet werden.

In vielen Fällen treten die Schmerzen vorwiegend im Bereich der Halswirbelsäule auf, da die Faszien und Muskeln aufgrund von übermäßiger Belastung bzw. Fehlhaltung überspannt werden.

Besonders Menschen, die sehr viel Computerarbeit leisten, neigen häufig zu einer nicht besonders günstigen Körperhaltung. Kommen noch Anspannung und Stress dazu, so werden die Schultern meist für mehrere Stunden nach oben gezogen. Als Folge davon verkleben die Faszien und die Muskeln verspannen sich.

Wer an Schmerzen und Verspannungen leidet, nimmt dann ganz automatisch eine Schonhaltung ein, durch die die Verhärtungen aber noch verstärkt werden.

Zudem können auch Entzündungen oder Abnutzungserscheinungen zu Schmerzen im Nackenbereich führen. Manchmal liegen auch Fehlstellungen wie ein Schiefhals oder ein Beckenschiefstand vor.

Vor allem bei chronischen bzw. subakuten Schmerzen sollte man die Ursache daher von einem Arzt abklären lassen.

Nackenschmerzen und Therapiemöglichkeiten

Die Wirksamkeit von vielen Therapieoptionen bei Nackenschmerzen konnte teilweise wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt werden. Das ist darauf zurückzuführen, dass bis dato auf diesem Gebiet nur wenige Studien durchgeführt wurden.

Zu den klassischen Therapieansätzen gehören vor allem Medikamente und Muskelrelaxanzien, wobei dafür häufig Schmerzmittel bzw. Injektionen zum Einsatz kommen.

Manche Schmerzmittel gehen aber mit den verschiedensten Nebenwirkungen einher, sodass die Betroffenen immer häufiger zu natürlichen Mitteln wie zum Beispiel CBD-Öl greifen.

Eine weitere Behandlungsoption sind Massagen bzw. manuelle Therapie, wodurch sich viele eine rasche Linderung der Schmerzen versprechen. Durch Massagen sollen die verspannten Bereiche gelockert werden, wobei diese meist mit einer Manuellen Therapie kombiniert werden.

Bei chronischen Nackenschmerzen setzt man häufig auch auf Akupunktur. Studien zeigen hier eine moderate Wirksamkeit nach etwa sechs Sitzungen.

Des Weiteren können auch Wärmepflaster eine wohltuende und entspannende Wirkung haben. Aufgrund der Wärme tritt eine Verbesserung der Mikrozirkulation ein, was viele als sehr angenehm empfinden.

Keine wissenschaftlichen Belege gibt es hingegen für die Wirkung von speziellen Nackenkissen bzw. Matratzen. Generell sollte man bei Schmerzen im Nacken aber immer auf eine komfortable und angenehme Schlafunterlage achten.

Nackenschmerzen und der Einsatz von CBD

CBD gewinnt man aus der weiblichen Nutzhanfpflanze und es hat keinen psychoaktiven Effekt. Verschiedenste Studien haben sich schon mit der Wirkung von CBD auseinandergesetzt und weisen auch auf die vielen positiven Effekte von Cannabidiol hin. Im Zusammenhang mit Nackenschmerzen ist dabei vor allem die schmerzlindernde Wirkung äußerst interessant.

Cannabidiol könnte bei Nackenschmerzen deshalb helfen, da sich die CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems auch in unserem Fasziengewebe befinden, wobei CB2 in einer höheren Konzentration als CB1 vorkommt.

CBD kann an diese Rezeptoren andocken, wodurch Entzündungen bzw. das Schmerzempfinden positiv beeinflusst werden. Das ist deshalb von Interesse, weil verhärtete bzw. entzündete Faszien sehr häufig als Ursache für Schmerzen im Nacken genannt werden, wobei diese auf ein Ungleichgewicht im Endocannabinoid-System zurückzuführen sein könnten. Genau hier könnte Cannabidiol ansetzen und einen positiven Einfluss auf diese Dysbalance haben.

Zudem ist CBD wahrscheinlich in der Lage, den sogenannten TRPV1 (Vanilloid-Rezeptor Typ 1) im Organismus zu binden. Dieser Schmerzrezeptor leitet die Schmerzreize weiter und weist dadurch auf Verletzungen bzw. Schärfe hin.

Studien und Erfahrungsberichte zum Einsatz von CBD bei Nackenschmerzen

Derzeit gibt es nur wenige Studien zum Thema Nackenschmerzen und CBD.

Auch wenn bereits viele Beobachtungen und Hinweise an Tieren existieren, konnte die Wirkungsweise von Cannabidiol noch nicht vollständig entschlüsselt werden. Einige Forschungen haben jedoch gezeigt, dass medizinisches Cannabis bei Menschen, die an myofaszialen Schmerzen leiden, eine positive Wirkung hat. Ob diese Ergebnisse auch auf CBD-Produkte 1:1 übertragbar sind, muss allerdings noch weiter erforscht werden.

Die richtige Dosierung von CBD

CBD-Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel, die in unterschiedlichen Formen erworben werden können. Sehr beliebt sind zum Beispiel CBD-Tropfen, da man diese sehr einfach dosieren kann.

Mittels einer Tropfpipette gibt man das Öl unter die Zunge, wo es etwa ein bis zwei Minuten bleiben sollte. Erst dann schluckt man das restliche Öl hinunter. Verzichte im Anschluss wenn möglich noch zwanzig Minuten lang auf Trinken bzw. Essen, damit der Organismus die Inhaltsstoffe auch gut aufnehmen kann.

Darüber hinaus kann CBD auch als Gel oder Salbe erworben werden, wobei man diese auf die betroffene Nacken- oder Schulterpartie aufträgt und einmassiert. Dadurch kann man die Muskelentspannung bzw. Schmerzlinderung lokal fördern.

Eine allgemeine Dosierungsempfehlung gibt es bei Nackenschmerzen nicht, jeder muss daher selbst die für ihn passende Darreichungsform bzw. Dosis herausfinden.

Als Richtlinie bei mittleren bzw. leichten Schmerzen gilt eine Dosierung von 2x3 Tropfen pro Tag eines 5-10-prozentigen CBD-Öls. Wird das Öl gut vertragen, so kann man die Dosis nach sieben Tagen auf 3x5 Tropfen täglich erhöhen.

Mögliche Neben- und Wechselwirkungen von CBD

Viele Betroffene greifen bei Schmerzen im Nacken zu konventionellen Schmerztabletten, vor allem wenn auch der Kopfbereich davon betroffen ist. Die Folge davon können aber auch Unverträglichkeiten bzw. Nebenwirkungen sein.

CBD hingegen wird normalerweise sehr gut vertragen und führt zudem zu keinerlei Abhängigkeiten. Dennoch können unter Umständen auch Begleiterscheinungen auftreten. Dazu gehören beispielsweise ein niedriger Blutdruck oder ein trockenes Gefühl im Mund. In einzelnen Fällen kann es auch zu Benommenheitsgefühlen kommen.  

CBD beeinflusst zudem auch einige körpereigene Enzyme, sodass es unter Umständen zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln kommen kann. Diese Medikamente können dann entweder eine stärkere oder schwächere Wirkung zeigen, wenn man sie gleichzeitig mit CBD einnimmt.

Davon sind vor allem Neuroleptika, Schmerzmittel, Gerinnungshemmer bzw. Säurehemmer betroffen. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich daher, vor einer Einnahme den behandelnden Arzt um Rat zu fragen.

Ebenso können Wechselwirkungen durch eine gleichzeitige Einnahme von CBD und anderen Nahrungsergänzungsmitteln auftreten. Betroffen davon sind vor allem Melatonin, Johanniskraut, L-Tryptophan, Hopfen, Kava bzw. Katzenminze.

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