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Kann CBD bei einer Sucht helfen?

Es gibt verschiedenste Genussmittel wie Schokolade oder Koffein, die durchaus ein gewisses Suchtpotenzial besitzen, deren Verzehr aber nicht unbedingt zu Problemen führen muss.

Einige Suchtmittel oder auch Verhaltensweisen können den Alltag von Betroffenen sowie deren Gesundheit aber durchaus negativ beeinflussen und in diesem Zusammenhang hört man immer öfter auch davon, dass Cannabidiol (CBD) bei Suchtverhalten eingesetzt wird.

Mit dem Hanfextrakt sollen vor allem unerwünschte Begleiterscheinungen im Rahmen eines Entzugs gelindert werden. Außerdem soll CBD eine Entwöhnung einfacher machen und das Risiko eines Rückfalls senken.

Die häufigsten Suchtmittel sind Drogen, Alkohol und Zigaretten. Die Ursache, dass viele Menschen danach süchtig werden, ist, dass Suchtmittel eine glücksbringende Hormonausschüttung hervorrufen und der Körper dann immer wieder danach verlangt.

Im Laufe der Zeit gewöhnt man sich daran und im Gehirn wird das hormonelle Gleichgewicht verändert. Bei der Therapie von Suchterkrankungen setzt man vorwiegend auf Enthaltsamkeit und Verhaltenstherapien, aufgrund des Entzugs treten aber Nebenwirkungen wie Übelkeit, Zittern oder Nervosität auf.

Verschiedene Formen von Sucht

Eine der bekanntesten Arten von Sucht ist die Drogensucht, bei der die Betroffenen Substanzen wie Haschisch oder Kokain einnehmen.

Die Gründe für eine Drogensucht sind dabei ganz unterschiedlich, oftmals werden Drogen aufgrund von Gruppenzwang ausprobiert, andere leiden beispielsweise an einer Depression und versuchen diese mithilfe von Drogen zu bekämpfen.

Eine ebenso weit verbreitete Form der Sucht ist die Medikamentensucht. Viele Menschen nehmen aufgrund unterschiedlichster Erkrankungen starke Schmerzmittel ein, wodurch sich sehr schnell eine Sucht entwickeln kann. Häufig wird auch die Dosis angehoben, vor allem dann, wenn die Betroffenen unter starken Schmerzen leiden.

Eine äußerst hohe Anzahl an Suchtkranken bringen aber auch Alkohol und Nikotin hervor. Diese Substanzen sind jederzeit erhältlich und aus einem regelmäßigen Konsum kann sich sehr schnell eine Suchterkrankung entwickeln.

Eine Sucht, die nicht mit einer bestimmten Substanz in Verbindung steht, ist die Spielsucht. Diese stellt ein psychisches Problem dar und die Betroffenen versuchen sich immer wieder an verschiedenen Glückspielen wie z. B. Poker oder Roulette.

Aber auch Essstörungen sind Suchterkrankungen, sehr bekannt ist beispielsweise die Magersucht oder die Ess-Brechsucht. Eine Magersucht entwickelt sich meist aufgrund eines gestörten Körpergefühls und die Betroffenen verweigern dann die Nahrungsaufnahme.

Bei einer Bulimie hingegen werden zunächst Unmengen an Nahrungsmitteln aufgenommen und in weiterer Folge wieder erbrochen.

Wie wirkt CBD bei einer Sucht?

Viele Menschen sind zu Beginn irritiert, wenn sie erfahren, dass Cannabidiol bei Suchterkrankungen eingesetzt wird, da man es aus der Hanfpflanze gewinnt, die oft als Suchtmittel angesehen wird.

CBD führt jedoch zu keinerlei Abhängigkeiten, da im Extrakt der THC-Wert nicht höher als 0.2 Prozent sein darf. Diese geringe Menge versetzt den Organismus in keinen Rauschzustand.

CBD hat allerdings sehr viele positive Eigenschaften und enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie essentielle Fettsäuren, Proteine, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine.

Von großer Bedeutung sind aber auch die enthaltenen Flavonoide, Cannabigerol, Cannabichromen, Terpene und Cannabinol. Im Mittelpunkt zahlreicher Studien steht aber vorwiegend das Cannabidiol, eine Substanz, die stressmildernd, entzündungshemmend, angstlösend und schmerzlindernd wirkt.

Forscher sind der Meinung, dass CBD im menschlichen Organismus das sogenannte Endocannabinoid-System anspricht, das über CB1- bzw. CB2-Rezeptoren verfügt, die dann mit CBD in Interaktion treten.

Bei Suchterkrankungen ist ein Entzug individuell verschieden. Vor allem ein kalter Entzug führt häufig zu zahlreichen unerwünschten Begleiterscheinungen wie zum Beispiel Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Angst oder Stress.

Da CBD bei zahlreichen Erkrankungen zum Einsatz kommt, wird der Extrakt auch bei Schlafstörungen, Stress oder Appetitlosigkeit empfohlen. Wichtig dabei ist, dass die Medikamente, die auf Anraten des Arztes während eines Entzugs eingenommen werden sollten, nicht abgesetzt werden, da es noch weiterer Studien bedarf, um genau herauszufinden, wie Cannabidiol bei einem Entzug unterstützend eingesetzt werden kann.

Richtige Dosierung von CBD

Mittlerweile sind am Markt verschiedenste Darreichungsformen erhältlich, darunter beispielsweise Cremes, Liquids, Lebensmittel, Pastillen, Kapseln oder Öle.

Sehr beliebt ist vorwiegend das CBD-Öl, da die Einnahme äußerst einfach ist und man die Dosis ohne Probleme anpassen kann. Da es keine allgemeingültige Empfehlung für die richtige Dosierung gibt, sollte man mit einer niedrigen Dosis starten und diese dann langsam steigern, bis es zur gewünschten Wirkung kommt. CBD ist ein Naturextrakt, aus diesem Grund kann man auch nicht genau voraussagen, wie bzw. ob die Substanz ihre Wirkung entfaltet.

CBD-Öl nimmt man am besten sublingual ein, das heißt, man gibt einige Tropfen davon unter die Zunge und wartet einige Minuten ab, bevor man die Produktreste hinunterschluckt. Dadurch können die Wirkstoffe von der Mundschleimhaut sehr gut aufgenommen werden. Außerdem ist es empfehlenswert, danach ungefähr zwanzig Minuten lang auf Getränke bzw. Essen zu verzichten.

Wer möchte, kann CBD auch in Form von Vape-Konzentraten konsumieren, für Raucher ist diese Form allerdings weniger geeignet, da sie an den Zigarettenkonsum erinnert. Darüber hinaus können Konzentrate auch unerwünschte Aromen bzw. Zusatzstoffe enthalten.

Kann es zu Neben- und Wechselwirkungen bei der Einnahme von kommen?

Cannabidiol ist normalerweise sehr gut verträglich und nebenwirkungsarm. Trotzdem kann es hin und wieder auch zu Nebenwirkungen kommen. Dazu zählen vor allem ein trockenes Mundgefühl, Benommenheit und Schläfrigkeit.

Darüber hinaus hat CBD auch eine blutdrucksenkende Wirkung, daher sollten Personen, die an einem niedrigen Blutdruck leiden, diesen auch regelmäßig kontrollieren. Möglicherweise wirkt sich die Einnahme auch negativ auf eine Glaukomerkrankung aus, dazu müssen allerdings noch weitere Studien durchgeführt werden.

Menschen, die von einer Suchterkrankungen betroffen sind, müssen meist auch Medikamente einnehmen, um damit Grunderkrankungen oder andere Begleiterscheinungen zu therapieren.

Da CBD Einfluss auf körpereigene Enzyme hat, können bestimmte Arzneimittel dann eine schwächere oder stärkere Wirkung zeigen. Dazu gehören vorwiegend Neuroleptika, Scherzmittel, Gerinnungs- und Säurehemmer.

Zudem können durch die Einnahme von CBD und anderen Nahrungsergänzungsmitteln wie Melatonin, Johanniskraut, L-Tryptophan, Hopfen, Kava bzw. Katzenminze ebenfalls Wechselwirkungen auftreten, wobei es in diesem Fall vor allem zu einer vermehrten Müdigkeit kommen kann.

Fazit zur Einnahme von CBD bei Suchterkrankungen

Die Forschung geht davon aus, dass Cannabidiol einen Einfluss auf unser Endocannabinoid-System hat. Dieses System verfügt über die beiden Rezeptoren CB1 und CB2, mit denen CBD in Interaktion tritt.

Wie genau CBD bei einer Suchterkrankung wirkt, muss noch genauer erforscht werden, der Hanfextrakt könnte aber vor allem bei der Nikotin-, Alkohol- und Drogenentwöhnung eine wesentliche Rolle spielen und die unangenehmen Begleiterscheinungen wie Reizbarkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit oder Stress mildern, wodurch die Entwöhnung leichter wird.

Außerdem hat Cannabidiol eine stimmungsaufhellende Wirkung und könnte den Belohnungseffekt, der bei Suchterkrankungen auftritt, unterbinden.

Da CBD auch keinen berauschenden Effekt hat, muss auch nicht befürchtet werden, dass man durch die Einnahme eine bestehende Suchterkrankung durch eine andere ersetzt.

Außerdem ist die Substanz sehr nebenwirkungsarm, wenn sie nicht überdosiert wird. Bei einer vorliegenden Suchterkrankung, vor allem bei Drogen und Alkohol, ist es aber unbedingt erforderlich, vor einem Entzug einen Arzt zu konsultieren, um mit ihm eine geeignete Therapiemethode zu finden.

Etwas einfacher gestaltet sich der Kampf gegen das Rauchen. Hier können die Betroffenen versuchen, den Nikotinkonsum zu reduzieren, wobei CBD hier behilflich sein könnte.

Verschiedenste Erfahrungsberichte zeigen bereits den positiven Nutzen von Cannabidiol, allerdings handelt es sich hier um subjektive Eindrücke, aus denen man keine Allgemeinwirkung ableiten kann.  

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