Juli 2019 Lesezeit 4 Minuten 


JoJo-Effekt: Liegt es an Darmbakterien?

Warum dem einen das Abnehmen leichter fällt als dem anderen, und warum viele Übergewichtige nach einer Diät mit dem JoJo-Effekt zu kämpfen haben,  hängt von vielen Faktoren ab. Forscher haben jetzt möglicherweise einen weiteren Grund dafür gefunden, dass bei manchen Menschen die Waage nach dem Abnehmen schnell wieder das alte Gewicht anzeigt – wenn nicht sogar mehr. Offenbar ist es nicht nur so, dass die alten Essgewohnheiten für zusätzliche Pfunde sorgen, sondern auch deshalb, weil Darmmikroben einem langfristigen Effekt  der Gewichtsreduktion im Wege stehen.

Diät: Darmmikroben können an dem  unerwünschten JoJo-Effekt beteiligt sein.  

Das zumindest ist die Meinung einer Forschergruppe aus Israel. Sie sind der Ansicht, dass entsprechende Bakterien des Mikrobioms mit einem Anstieg des Gewichts nach einer Diät in Verbindung stehen. Die Studie, in der Versuche an fettleibigen Mäusen durchgeführt wurden, scheine darauf hinzudeuten, dass bestimmte Darmbakterien offenbar eine Art Gedächtnis an das vorherige Übergewicht hätten, meinen die Wissenschaftler. Dementsprechend veränderten sich die Darmbakterien langfristig wegen ungesunden Essverhaltens.

Mutationen halten lange an

Die Forscher gehen davon aus, dass die Dauer der Mutationen, die durch Fettleibigkeit entstanden sind, fünf Mal so lange anhalten wie die reine Diät-Zeit. Dieser Effekt habe bei Versuchsmäusen dazu geführt, am Ende ihrer „Diät“ schnell wieder an Gewicht zuzulegen, folgern die Wissenschaftler. Diese Feststellung könne nach Meinung der Fachleute der Grund sein, warum es vielen Menschen schwer falle, nach einer Diät ihr Gewicht halten zu können. Die an der Studie beteiligten Mäuse wurden zunächst mit fettreicher Kost ernährt, später dann wurde die Ernährung der Tiere auf ausgewogenes Futter umgestellt.

Versuche mit fettleibigen Mäusen

Eine zweite Population normalgewichtiger Mäuse diente als Kontrollgruppe. Nach der Gewichtsreduktion waren die metabolischen Faktoren der ehemals fettleibigen Mäuse nicht mehr von denen der Kontrollgruppe zu unterscheiden. Im weiteren Verlauf der Untersuchung beobachteten die Fachleute, dass die Unterschiede in den Darmmikroben der früher fettleibigen Tiere trotzdem bestehen blieben – und an einer Gewichtszunahme durch den Konsum fetthaltiger Nahrung beteiligt sind. Dies geschah ebenfalls, wenn normalgewichtigen Mäusen Darmbakterien der fettleibigen Tiere zugeführt wurden: Auch diese legten dann schnell an Gewicht zu.

Veränderungen dauern lange

Rund sechs Monate habe es gedauert, bis sich das Mikrobiom der einst übergewichtigen Mäuse wieder normalisiert habe. Diese Zeitspanne betrage ungefähr ein Viertel der Lebenszeit einer Labormaus. Übertragen auf den Menschen würde diese Zeitspanne, so die Wissenschaftler, bis zu Jahren andauern. Vorausgesetzt, das Mikrobiom des Menschen unterliege in diesem Zusammenhang ähnlichen Funktionsweisen wie das der Mäuse. Möglicherweise könnten Antibiotika helfen, Veränderungen des Mikrobioms rückgängig zu machen, meinen die Wissenschaftler.

Junge und gesunde Probanden

Die Inhaltsstoffe der Energiedrinks wie Koffein, Glucuronolacton Inosit oder Taurin erhöhen demnach nicht nur den Blutdruck, sondern auch das QT-Intervall um mehrere Millisekunden. An der Studie nahmen 34 junge und gesunde Probanden im Alter zwischen 18 und 40 Jahren teil. Ihre Aufgabe: An drei Tagen mussten die Teilnehmer einen Energiedrink (946 Milliliter, zwei handelsübliche Produkte zur Wahl) verzehren, beziehungsweise ein Placebo-Produkt. Anschließend wurde eine sechstägige Pause eingelegt, in der keine Energiedrinks getrunken wurden.

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