September 2020 | Lesezeit 5 Minuten


Intervallfasten - Wie es geht, was es bringt und worauf man achten muss 

Intervallfasten ist aktuell einer der größten Ernährungstrends, doch was steckt wirklich dahinter?

Wir haben diese Ernährungsweise näher unter die Lupe genommen und erläutern dir hier, ob Intervallfasten das Richtige für dich sein könnte. 

Uhr auf Schreibtisch

Es gibt verschiedene Formen des Intervallfastens, bei denen in unterschiedlich langen Zeitperioden nicht gegessen werden darf.

Was ist Intervallfasten? 

Das Intervallfasten ist eine neue Variation des klassischen Fastens. Hierbei wird im Gegensatz zum typischen Fasten nur für eine bestimmte Zeit kein Essen zu sich genommen, jedoch nicht durchgehend.

Je nach Art des Intervallfastens sind die Zeiträume des Fastens unterschiedlich lang.  

Laut Wissenschaftlern soll das Intervallfasten viele positive Eigenschaften mit sich bringen, die man ebenfalls vom Fasten her kennt, jedoch ist das Intervallfasten für längere Zeit durchführbar, da dem Körper weiterhin Nährstoffe zugeführt werden.  

Mit welchen Vorteilen man rechnen kann, ist daher von der Länge und der Art des Intervallfastens abhängig. Die Vorteile können vom Gewichtsverlust bis hin zu einem verlängerten Leben reichen. 

Diese verschiedenen Arten des Intervallfastens gibt es 

Es gibt mehrere Arten des Intervallfastens, die je nach Alter und Lebensstil in den Alltag implementiert werden können. Die beiden klassischen Varianten sind die 5:2 Methode und die 16:8 Methode, des Weiteren stellen wir dir hier noch die 10 in 2 Methode vor. 

5:2 Methode 

Bei der 5:2 Methode handelt es sich um die Variante, bei der man lediglich an zwei Tagen in der Woche fastet.  

An diesen zwei Tagen wird nichts außer Wasser konsumiert. Koffeinhaltiger Tee und Kaffee sind ebenfalls verboten. Diese Art des Fastens ermöglicht es dem Körper, sich zwei Tage in der Woche vom Nahrungskonsum zu erholen und die Energie, welche in der Regel in die Verdauung investiert wird, anderweitig einzusetzen, beispielsweise um die allgemeine Gesundheit des Körpers zu unterstützen. 

16:8 Methode 

Bei der 16:8 Methode wird täglich gefastet, doch „nur“ für 16 Stunden am Tag. Die restlichen 8 Stunden kann ganz normal gegessen werden. Das Tolle an dieser Methode ist, dass alles gegessen werden kann und es nicht nötig ist, Kalorien zu zählen.  

Dennoch gibst du deinem Körper pro Tag genug Zeit, das konsumierte Essen zu verdauen. 

16 Stunden fasten am Tag hört sich nach viel Zeit an, doch davon schlafen wir meistens bereits 8 bis 10 Stunden, sodass die 16 Stunden schneller um sind, als man denkt.  

10 in 2 Methode 

Bei der 10 in 2 Methode geht es darum, jeden zweiten Tag zu fasten.

Diese Art des Fastens ist sehr effektiv, da man stetig vom Fasten in einen „normalen“ Tag wechselt. Dies macht es einfacher, da man an Fastentagen weiß, dass am darauffolgenden Tag wieder normal gegessen werden kann.  

Generell sollte man aufpassen, dass an den „normalen“ Tagen die Portionen nicht zu groß werden, da dies den Stoffwechsel negativ beeinflussen kann und es zu einem Blähbauch führt. 

Der Ursprung des Fastens und Intervallfastens 

Kaum zu glauben, doch der Ursprung und Grundgedanke des Intervallfastens ist auf die Steinzeit zurückzuführen. Damals wurde nur das gegessen, was gejagt oder gefunden wurde.  

Dabei gab es Phasen, in denen viel Essen vorhanden war, doch zugleich auch Zeiten, in denen gehungert werden musste.  

Aktuell leben wir in einer Überflussgesellschaft, wir gehen an den Kühlschrank oder in den Supermarkt und können uns Essen ohne großen Aufwand einfach kaufen. Wir hungern nicht mehr, was darin resultiert, dass wir auch unserem Körper keine Pause mehr geben.  

Das Intervallfasten stellt solche Hungerperioden nach, doch ohne die negativen Aspekte, wie den Energieverbrauch zu reduzieren oder Muskelmasse abzubauen.  

Beim Intervallfasten bleibt der Verbrauch gleich und es wird nur Fett abgebaut, da die Fasten-Phasen im Vergleich zu richtigen Hungerperioden viel besser zu ertragen sind. 

Das sind die Vorteile des Intervallfastens 

Das Intervallfasten geht mit einigen Vorteilen einher, die wir dir hier vorstellen möchten. Dabei kommt es vor allem auf die Art des Fastens und die Länge des Zeitraums an. 

Gewichtsverlust 

Das Hauptargument, wieso jemand das Intervallfasten nutzen sollte, ist der Gewichtsverlust. 

Es ist sehr einfach umzusetzen, Kalorien müssen nicht gezählt werden, keine Lebensmittel sind verboten und es gibt scheinbar nur eine Regel, an die man sich halten sollte: in einem bestimmten Zeitraum nicht zu essen.  

Statt all die Energie in den Stoffwechselprozess zu investieren, kann der Körper die Fettreserven angreifen. Zudem sieht man schon nach kürzester Zeit Erfolge, wie einen flachen Bauch, da der Körper weniger aufgebläht ist. 

Schutz vor Diabetes 

Das Intervallfasten kann ebenfalls einen natürlichen Schutz vor Diabetes bieten.  

Dies ist vor allem für Menschen interessant, die bereits Diabetes-Fälle in der Familie haben und befürchten, durch ihren Lebensstil ebenfalls an Diabetes zu erkranken.  

Durch das Intervallfasten wird die Empfindlichkeit für Insulin gesteigert, was vor einer Fettleber schützen kann. Auch die generellen Blutwerte können sich durch das Intervallfasten verbessern, denn die Energie wird darin investiert, den Körper zu heilen.  

Man lebt oft länger und ist gesünder 

Das Intervallfasten hat allgemein einen sehr guten Effekt auf den Körper, der sich ebenfalls in der verbesserten Lebensqualität widerspiegelt. Der Mensch bleibt länger gesund, lebt dadurch auch länger und beugt vielen Erkrankungen vor.  

Und all das nur, indem du dem Körper eine kurze Pause vom überschüssigen Konsum gibst. 

Das sind die „Regeln“ des Intervallfastens 

Obwohl das Intervallfasten im Gegensatz zu so vielen Diäten und Ernährungsweisen viel weniger „Regeln“ aufzuweisen hat, gibt es dennoch den ein oder anderen Punkt, der beachtet werden sollte. Die drei wichtigsten Punkte möchten wir dir im Folgenden vorstellen. 

Getränke

Während der Fasten-Phasen sollten keine zuckerhaltigen Getränke konsumiert werden, besonders empfehlenswert sind hier eher Wasser und Kräutertee.  

Wenn während der Fasten-Phasen reichlich Wasser konsumiert wird, dann wirkt dies dem Hunger entgegen und hilft dem Körper beim Entgiften. 

Pausen zwischen den Mahlzeiten 

Wenn man in den Essens-Phasen Mahlzeiten zu sich nimmt, dann sollte man zwischen jeder Mahlzeit rund 4 bis 5 Stunden warten, was vor allem daran liegt, dass man dem Körper genug Zeit geben sollte, das Essen richtig zu verdauen.  

Auch auf das Snacken sollte verzichtet werden - wenn beispielsweise Kekse oder Milchprodukte konsumiert werden, wandelt der Körper diese in Zucker um, der direkt ins Blut geht.  

Die Folge ist, dass der Blutzuckerspiegel steigt und der Körper Insulin ausschüttet, dies hemmt den Fettabbau und verhindert, dass die unerwünschten Kilos schmelzen.  

Zudem kann es zu Heißhunger kommen, was dann in sogenannten „Fressattacken“ resultieren kann. Dies wirkt dem Gewichtsverlust natürlich ebenfalls entgegen. 

Sportliche Aktivität einschränken 

Von Sport während den Fasten-Phasen ist abzuraten, da der Körper so an seine Grenzen kommt und die Energie für Regenerationsphasen fehlt.  

Das bedeutet allerdings nicht, dass du gar keinen Sport machen kannst, denn es kommt darauf an, welchen.  

Leichte Aktivitäten wie Yoga sind völlig in Ordnung. Überraschend ist auch, dass Experten während des Fastens Krafttraining empfehlen, denn im Gegensatz zum Cardio Training stresst dies den Körper nicht so sehr.  

Cardio im Übermaß kann zur Folge haben, dass der Körper alle Energie verbraucht und sich diese schließlich aus den Muskeln holt. Statt sportlicher zu werden, erreicht man das Gegenteil.  

Für wen Intervallfasten nicht geeignet ist 

Obwohl sich das Intervallfasten wie eine wunderbare Lösung für all unsere gesundheitlichen Probleme anhört, ist es leider nicht die ultimative Option für Jedermann. Menschen, die bereits ein sehr geringes Körpergewicht oder auch Vorerkrankungen haben, ist von der Durchführung abzuraten. 

Vorerkrankungen 

Wenn du bereits an Vorerkrankungen leidest, solltest du unbedingt deinen Arzt konsultieren und dir so eine professionelle Meinung darüber einholen, ob das Intervallfasten mit deiner Erkrankung sinnvoll und nicht schädlich ist. Dein Arzt kann dich individuell beraten, in welcher Form du das Intervallfasten sorglos durchführen kannst. 

Bereits geringes Gewicht 

Wenn man kaum Fett am Körper hat, wird beim Intervallfasten die Muskelmasse verbrannt, um die nötige Energie für die Versorgung des Körpers aufzutreiben. Dies ist kontraproduktiv und kann den Körper auf Dauer schädigen.

Es kann sogar zu Herzproblemen kommen, wenn die Muskeln rund um das Herz abgebaut werden. 

Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Artikel die nötigen Informationen bereitstellen konnten um zu entscheiden, ob Intervallfasten das richtige für dich ist.

Falls ja, wünschen wir dir viel Erfolg!


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