Juli 2019 Lesezeit 4 Minuten 


Homöopathie: Lauterbach will Kostenübernahme verbieten

​Der SPD-Gesundheitsexperte und Fraktionsvize Karl Lauterbach will den gesetzlichen Krankenkassen verbieten, homöopathische Behandlungen zu bezahlen. Krankenkassen sind dazu nicht verpflichtet, können jedoch freiwillig die Kosten für homöopathische Leistungen übernehmen. Grund für dieses Verbot ist nach Worten Lauterbachs die nicht ausreichende Wirksamkeit homöopathischer Medikamente und das Gebot der Krankenkassen, wirtschaftlich und medizinisch sinnvoll zu agieren.

Homöopathische Globuli sind bei Patienten sehr beliebt. Die Finanzierung durch die gesetzliche Krankenkasse ist jedoch umstritten. 

Auch in Frankreich Thema

Parallel dazu befassen sich auch französische Politiker mit dem Thema der Abschaffung einer Kostenübernahme für Homöopathie. Wie Lauterbach auf Twitter mitteilte, sei es im Sinne der Vernunft und der Aufklärung sowie des Patientenschutzes falsch, dass Kassen aus Marketinggründen Homöopathie bezahlen würden. Während die CDU dagegen ist, befürwortet der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) diese Forderung. Der GBA entscheidet unter anderem über die Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU, hält den Plan Lauterbachs  für falsch. Es solle kein Kreuzzug  gegen Heilpraktiker und Naturheilverfahren geführt werden, meint sie.

(Quelle: Tagesspiegel)

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