Juli 2019 Lesezeit 2 Minuten 


Hinterkopf-Horn durch Smartphone-Nutzung?

Die Nachricht ist skurril und um die ganze Welt gegangen: Wer sein Smartphone häufig nutzt, läuft Gefahr, dass sich kleine Hörner am Hinterkopf bilden. Das soll eine Studie gezeigt haben. Das sollen Röntgenbilder beweisen. Allerdings sind sich die Mediziner, die an der Untersuchung beteiligt waren, selbst nicht ganz sicher über einen Zusammenhang.

Als möglichen Grund für die Ausbildung der Knochenfortsätze am Hinterkopf geben die Forscher die besondere Kopfhaltung bei der Bedienung von Smartphones an.

Hornbildung an der Schädelbasis

Die beiden Forscher aus Australien haben nach eigenen Angaben bei 400 von 1200 Teilnehmern einer Studie an der Universität Sunshine Coast, Queensland, eine Auffälligkeit entdeckt: Dabei handelt es sich um eine Hornbildung an der Schädelbasis. Diese könnte, so die beiden Wissenschaftler, durchaus durch eine regelmäßige Nutzung von Smartphones oder Tablets bilden. Allerdings sehen sie den Grund dafür weniger in der Mobilfunkstrahlung, sondern vielmehr darin, dass sich Muskeln, Sehen und Bänder im Bereich des Halses und des Nackens regelmäßig einer zu hohen und falschen Belastung ausgesetzt seien. Bis zu sechs Mal höher, heißt es, werde der Kopf  bei geneigter Haltung belastet.  

Besonders bei Männern ausgeprägt

Das gebildete Horn könne dabei mit dem Auftreten von Hornhaut verglichen werden.  Gerade bei Männern zwischen 18 und 30 Jahren sei das Hinterkopf-Horn besonders ausgeprägt. Die beiden Forscher wollen ihre Studie in Zukunft noch vertiefen. Andere Mediziner zeigten ganz unterschiedliche Reaktionen auf das Kopfhörnchen: Hielten einige Ärzte dieses Phänomen für möglich, glaubten andere nicht an die Theorie der beiden Australier.

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