Mai 2020 | Lesezeit 4 Minuten


Hilft Sport gegen Depressionen? 

Depressionen sind mehr als eine Stimmungsschwankung, die man ganz einfach  mit ein paar Pillen therapieren kann.  

Selbst dann, wenn die medikamentöse Behandlung mit Psychopharmaka erfolgreich ist, sollte jeder Patient selbst einen aktiven Beitrag leisten, um aus dem seelischen Loch herauszukommen. 

Egal, ob Patienten unter leichten, depressiven Phasen oder an schweren, chronischen Depressionen leiden: Natürliche Methoden, die jeder Patient selbst anwenden kann, beeinflussen den Verlauf der Krankheit. 

Eine fundiert ausgerichtete Studie eines internationalen Forscherteams der University of New South Wales zeigt einen Weg auf, wie sich jeder Mensch zur Prävention vor Depressionen schützen kann.  

Nach den Studienergebnissen sind es die regelmäßige Bewegung bzw. aktiver Sport, die das Risiko vermindern können, dass Depressionen zum Ausbruch kommen.  

Schon eine Stunde aktive Bewegung pro Woche soll Erfolge bringen, indem sich die Stimmung der Menschen verbessert. 

Hilft Sport gegen Depressionen?

Neueste wissenschaftliche Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Sport gegen Depressionen helfen kann - auch präventiv.

Wie wurde die Studie ausgerichtet?  

Im Detail haben die US-Wissenschaftler verschiedene Daten von mehr als 250.000 Menschen analysiert. Probanden, die aus allen Altersklassen und verschiedenen Ländern stammten, dienten als Grundlage für die Untersuchung.  

Laut den Forschungsergebnissen war klar erkennbar, dass bei Menschen, die sich kaum bewegten, der Ausbruch von Depressionen deutlich stärker erkennbar war als bei aktiven Menschen jeglicher Altersgruppe.  

Somit ist Sport eine ideale Präventionsmaßnahme, die wir Menschen niemals im Alltag vernachlässigen sollten.  

Was kannst Du selbst ohne großen Aufwand tun, um fit zu bleiben und mögliche Depressionen zu vermeiden? 

Fest steht allemal, dass Sport und aktive Bewegung eine große medizinische Anerkennung verdient, und das nicht erst, wenn es zum Ausbruch von psychosomatischen Störungen kommt. 

Folgende Fragen sollte sich deshalb jeder Mensch selbst beantworten, wenn er sich angesprochen fühlt:  

Warum tragen wir ein Fitness-Armband, aber nehmen im Büro den Aufzug? 

Weshalb parken viele von uns beim Fitness-Studio direkt vor dem Eingang, um sich Schritte zu sparen, um danach auf´s Laufband zu steigen? 

Geht uns durch unser Smartphone und alle weiteren technischen Innovationen nicht manchmal der Sinn für natürliche Bewegung verloren? 

Weshalb sind so viele Kinder übergewichtig und brauchen bereits in jungen Jahren die erste Diät? 

Natürlich sind diese Fragen nur Beispiele dafür, dass immer mehr Deutsche an Bewegungsmangel leiden, weil die Bequemlichkeit immer im Vordergrund steht. 

Wir fahren jeden Kilometer mit dem Auto oder benutzen ein E-Bike, obwohl das gute, traditionelle Fahrrad in der Garage steht.  

Wir sind aus Bequemlichkeit lieber am Laptop und sehen uns Sport-Berichte an, ohne uns selbst an der frischen Luft aufzuhalten, um wirklich aktiv zu sein.  

Wir denken, dass ein Hund uns hilft, uns täglich mehr zu bewegen, dabei ist der „Gassi-Gang“ nur wenige Hundert Meter lang und der Hund kommt am Ende zu kurz oder muss in den Garten. 

Auch kleine Schritte führen zum Erfolg und kein Mensch muss zum professionellen Sportler werden, um seine Psyche zu stärken.  

Eine Stunde aktive Bewegung pro Woche ist für jeden umsetzbar. Wer täglich die Treppen nimmt, anstatt den Aufzugsknopf zu aktivieren, oder kürzere Strecken läuft anstatt mit dem Auto zu fahren, leistet nicht nur einen positiven Beitrag für die Umwelt, sondern auch für seine Gesundheit.  

Natürlich bieten Gesundheits-Apps oder das Armband am Handgelenk vielen Menschen eine Unterstützung, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.  

Dennoch ist es ganz sicher nicht die Technik alleine, die uns hilft, uns mehr zu bewegen.  

Auch jeder Patient, der sich gegen Depressionen medikamentös behandeln lässt, muss selbst aktiv daran mitwirken, dass sich sein Gesundheitszustand verbessert.  

Einige Psychopharmaka verursachen zudem noch Übergewicht und lagern Wasser im menschlichen Gewebe ein. Genau aus diesem Grund ist es wichtiger denn je, einer Gewichtszunahme mit aktiver Bewegung entgegenzuwirken. 

Herz und Kreislauf werden beim Sport aktiviert, was wiederum die Durchblutung fördert und uns außerdem hilft, Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme mit Hilfe der Natur zu therapieren, wenn man sich dabei an der frischen Luft bewegt.

Sport als Wundermittel gegen Stimmungsschwankungen und Depressionen? 

Keine Frage: Depressionen sind eine ernst zu nehmende Krankheit. Jeder Mensch muss in seinem Leben durchschnittlich ca. drei bis sechs Krisen überstehen.  

Egal, ob dabei leichte Stimmungsschwankungen oder schwerwiegende, psychosomatische Störungen zum Ausbruch kommen: Sport gilt als sinnvoller Unterstützer der Psyche.  

Allerdings liefern sportliche Aktivitäten keinen Garantieschein, dass Depressionen leichter werden oder sogar ganz verschwinden. Außerdem ist aktive Bewegung natürlich kein absoluter Schutz gegen Depressionen.  

Aktivität im Alltag kann vielmehr das Risiko mindern und erste Stimmungsschwankungen effizient und erfolgreich ausgleichen. Außerdem hat das Team der Forscher festgestellt, dass Bewegung im Alltag für alle Altersgruppen dieselben positiven Auswirkungen hat - nicht umsonst sagen wir schon Kindern: „Geh an die frische Luft, das macht den Kopf frei, wenn Du zu überdreht bist und nicht stillsitzen kannst!“  

Als Kinder vor ein paar Jahrzehnten noch kein Smartphone bei sich trugen, spielten sie mehr im Garten, radelten mit Freunden um die Wette oder begeisterten sich für andere Sportarten – das trifft natürlich auch heute noch auf einige Kinder zu, allerdings auf längst nicht mehr so viele. 

Der positive Effekt von Sport auf den Körper und die Psyche ist jedenfalls in allen Altersstufen gleich. Wir alle brauchen Bewegung - egal ob Kind, Jugendlicher, Erwachsener oder Rentner.  

Wer sich selbst als unsportlich bezeichnet, sollte darin keine Ausrede sehen. Unter den Begriff Sport fallen auch Aktivitäten wie Spaziergänge im Wald, Gartenarbeit, Yoga- und Qigong-Übungen oder aktive Rückengymnastik 

Vor allem Bewegung an der frischen Luft sorgt für Wohlbefinden beim Menschen. Wer in der Sonne täglich nur 15 Minuten spazieren geht, kann eine beachtliche Menge Serotonin tanken, um die körpereigenen Energiespeicher wieder aufzufüllen. 

Gerade in Verbindung mit gesunder Ernährung, allem voran Vitamin D oder den wertvollen Omega-3-Fettsäuren, leistet jeder auch nur leicht sportliche Mensch einen aktiven Beitrag für seine Gesundheit. 

Egal, ob man sich im Fitness-Studio, zum Zumba-Tanz oder für einen Kurs mit sanfteren Yoga-Übungen anmeldet: Oft hilft es, in der Gemeinschaft zu trainieren. Es fördert den Sinn, gut und länger durchzuhalten und ermöglicht es außerdem, Feedback von einem Trainer oder Coach zu bekommen. 

Doch auch die kleinen Schritte, die auch der Umwelt zu Gute kommen, z.B. das Auto öfter stehen zu lassen und stattdessen den Drahtesel zu aktivieren, helfen uns dabei, mehr Aktivität in den Alltag zu bringen.  

Alleine schon selbst die Wohnung staubzusaugen und hierfür nicht den Saug-Roboter einzusetzen, fördert die tägliche Bewegung.  

Ist die Technik schuld daran, dass wir immer mehr an Bewegungsmangel leiden? 

Nein – ganz sicher wäre dieses Urteil zu pauschal.  

Technik ist Segen und Fluch zugleich. Sie unterstützt uns in vielen Lebenslagen, in manchen Fällen auch darin, mehr Sport zu treiben.  

Fest steht jedoch: Die Bewegung selbst nimmt uns keine App ab. Wir sind alle selbst aufgefordert, unseren inneren Schweinehund zu überwinden und uns zu bewegen.  

Es gibt zahlreiche Sportarten, die uns motivieren können. Egal, ob Teamplayer oder Einzelkämpfer: Für jeden Menschen gibt es die richtige Sportmaßnahme, die auch Spaß macht.  

Wer mit Freude und Elan aktiv ist, hat mehr vom Leben. 

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