Stand Mai 2022

Hilft CBD gegen Morbus Crohn?

Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Darms, wobei der gesamte Verdauungstrakt sowie der After bzw. die Mundhöhle davon betroffen sein können. Am häufigsten tritt die Erkrankung allerdings im letzten Dünndarmabschnitt auf, den man auch terminales Ileum nennt. Immer häufiger greifen die Betroffenen zur Behandlung auch auf CBD-Produkte zurück.

Morbus Crohn und seine Ursachen

Aus welchem Grund Morbus Crohn auftritt, ist noch immer nicht vollständig bekannt, Wissenschaftler vermuten jedoch, dass erbliche Vorbelastungen den Ausbruch der Krankheit begünstigen können.

Außerdem könnte sie auch auf Störungen bzw. Entzündungen im Immunsystem zurückzuführen sein. Morbus Crohn ist eine Erkrankung, die nicht heilbar ist, sodass die Betroffenen ihr ganzes Leben lang unter mehr oder weniger starken Schüben leiden. Diese sind von Symptomen wie Bauchschmerzen und Durchfall geprägt, wobei sie sich sehr häufig zwischen einem Alter von 20 und 30 Jahren zum ersten Mal zeigen.

CBD-Produkte bei Morbus Crohn

CBD ist ein Hanfpflanzen-Extrakt, das immer mehr an Beliebtheit gewinnt. CBD hat - im Gegensatz zu THC - allerdings keinerlei psychoaktive Wirkungen.

Mit Hilfe von Hanf behandelt man schon seit Jahrtausenden unterschiedlichste Beschwerden, denn die Pflanze enthält neben Fettsäuren, Ballaststoffen, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen auch andere wichtige Inhaltsstoffe wie Cannabichromen, Flavonoide, Cannabigerol, Cannabinol bzw. Terpene.

In Studien setzen sich Wissenschaftler aber vorwiegend mit der Untersuchung von Cannabidiol auseinander, da dieser Inhaltsstoff über viele positive Effekte verfügt. Für Menschen, die an Morbus Crohn leiden, sind dabei vor allem die schmerzlindernden bzw. entzündungshemmenden Eigenschaften von Interesse.

Jeder von uns hat ein sogenanntes Endocannabinoid-System sowie zwei unterschiedliche Rezeptoren (CB1 bzw. CB2). Bis dato konnte noch nicht genau erforscht werden, welche Rolle dieses System spielt, man geht aber davon aus, dass es Einfluss auf zahlreiche Botenstoffe bzw. Körperfunktionen hat.

CBD kann an das System andocken und auf diese Weise seine positive Wirkung entfalten. In Studien hat man herausgefunden, dass Cannabidiol über entzündungshemmende, schmerzlindernde, angstlösende und beruhigende Eigenschaften verfügt, die auch die Beschwerden bei Morbus Crohn lindern könnten.

Studien und Erfahrungsberichte zu CBD bei Morbus Crohn

Die CBD-Rezeptoren sind im gesamten Körper zu finden, auch im zentralen Nervensystem, dem Darm und im Gehirn.

Für Morbus Crohn-Patienten sind dabei besonders die Andockstellen im zentralen Nervensystem bzw. im Darm von großer Bedeutung. Wenn sich CBD an diese Rezeptoren bindet, so können Krämpfe bzw. Schmerzen gelindert werden.

Da Cannabidiol aber ein freiverkäufliches Nahrungsergänzungsmittel ist, dürfen keinerlei Heil- bzw. Wirkversprechen gemacht werden. Aus einigen Studien geht jedoch bereits hervor, dass CBD auch für Morbus Crohn-Patienten durchaus von Interesse sein könnte. Um eine klare Handlungsempfehlung abgeben zu können, sind allerdings noch weitere Studien notwendig.

Derzeit gibt es nur sehr wenige Erfahrungsberichte rund um CBD und Morbus Crohn, einige Patienten geben aber an, dass sie durch die Einnahme von CBD die Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder Kopfdruck, die durch Cortison auftreten, reduzieren konnten.

Andere wiederum berichten, dass sich mithilfe von Cannabidiol auch Schlafstörungen verbesserten.

Erfahrungsberichte sind allerdings nur subjektive Eindrücke, sodass jeder selbst herausfinden muss, ob Cannabidiol bei Morbus Crohn eine Wirkung zeigt.

Die richtige Dosierung und Einnahme von CBD

Mittlerweile kann man aus unterschiedlichsten CBD-Produkten wählen. Dazu gehören beispielsweise Cremes, Liquids, Lebensmittel, Pastillen, Kapseln oder Öl. Sehr beliebt ist dabei vor allem CBD-Öl, da es in hoher Qualität keine Aromen bzw. Zusatzstoffe enthält.

Zudem hält auch die Wirkung des Öls länger an und auch die Dosierung kann problemlos angepasst werden. Eine allgemeine Dosierung für Patienten mit Morbus Crohn gibt es allerdings nicht, daher muss die optimale Dosis selbst herausgefunden werden. Als Orientierung können aber 2x4 Tropfen eines hochwertigen CBD-Öls pro Tag dienen.

Wie bei anderen Erkrankungen auch, ist es hier empfehlenswert, mit einer geringen Dosis zu beginnen, um so auch eventuelle negative Begleiterscheinungen ausschließen zu können. Verträgt man das Produkt gut, so kann die Dosis nach sieben Tagen gesteigert werden.

CBD-Öl wird am besten sublingual eingenommen, das heißt, man gibt einige Tropfen davon unter die Zunge und wartet dann etwa zwei Minuten ab, damit die Inhaltsstoffe von der Mundschleimhaut auch gut aufgenommen werden können.

Zudem sollte man auch etwa 20 Minuten auf Getränke bzw. Essen verzichten.

Kann es bei der Einnahme von CBD zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen kommen?

Menschen, die an Morbus Crohn leiden, müssen sehr oft Cortison einnehmen, um dadurch die Entzündungen zu lindern. Durch die Einnahme von Cortison treten aber oftmals auch verschiedenste Nebenwirkungen auf.

CBD hingegen ist sehr nebenwirkungsarm, ganz ausschließen kann man aber eventuelle Begleiterscheinungen auch hier nicht. Mögliche Nebenwirkungen können ein trockenes Mundgefühl, Benommenheit oder Schläfrigkeit sein.

Darüber hinaus sollten Personen mit niedrigem Blutdruck auch ihre Werte regelmäßig kontrollieren, da Cannabidiol unter Umständen den Blutdruck senken kann.

Des Weiteren hat CBD auch Einfluss auf körpereigene Enzyme, wodurch bestimmte Arzneimittel entweder eine schwächere oder stärkere Wirkung zeigen können. Cannabidiol interagiert dabei vor allem mit Neuroleptika, Schmerzmitteln, Gerinnungshemmern bzw. Säurehemmern. Bei eventuellen Unsicherheiten sollte daher vor einer Einnahme ein Arzt konsultiert werden.

Außerdem können eventuell auch Wechselwirkungen durch die Kombination von CBD mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln auftreten, wodurch es zu einer gesteigerten Schläfrigkeit kommen kann. Daher sollte man Cannabidiol nicht zusammen mit Nahrungsergänzungsmitteln, in denen Melatonin, Johanniskraut, L-Tryptophan, Hopfen, Kava oder Katzenminze enthalten ist, einnehmen.

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