Oktober 2020 | Lesezeit 5 Minuten


Haarausfall - wie entsteht er und was kann man dagegen tun? 

Die Haare werden immer dünner, die Haarbürste ist voll mit Haarbüscheln und es gibt scheinbar keinen Ausweg, den Haarausfall in den Griff zu bekommen - um zu verstehen, was man aktiv gegen den Haarausfall machen kann, muss man zunächst verstehen, wie dieser überhaupt entsteht.  

Wir nehmen das Thema genauer unter die Lupe und geben dir zudem Tipps, wie du deinen Haarausfall in den Griff bekommst. 

Bürste mit Haarsträhnen

Haarausfall ist nicht immer genetisch Bedingt und kann auch Frauen treffen - eine Ursache können zum Beispiel Stress oder eine falsche Ernährung sein.

Was genau ist Haarausfall? 

Man spricht von Haarausfall, wenn pro Tag mehr als 100 Haare ausfallen und das über längere Zeit.  

Der Fokus liegt hierbei auf längeren Zeiträumen, denn kleinere Perioden mit Haarausfall sind völlig normal.  

Wenn allerdings erkannt wird, dass sich diese Phasen über Monate hinziehen und sich vielleicht bereits Geheimratsecken oder kahle Stellen zeigen, sollte versucht werden, den Ursprung des Haarausfalls zu finden.  

Haarausfall ist ein weitverbreitetes Problem und kann viele Gründe haben, in diesem Artikel möchten wir auf die häufigsten Ursachen eingehen. 

Haarausfall oder Haarbruch? 

Nur weil deine Haare scheinbar immer dünner werden und du mehr Haare als sonst auf dem Boden und deiner Kleidung findest, bedeutet das nicht unbedingt, dass du wirklich an Haarausfall leidest.  

Haarbruch zeigt sich nämlich ebenfalls durch diese Erkennungsmerkmale, doch ist der Grund dahinter ein anderer als bei Haarausfall. 

Schaue dir deine Haare an: sind sie trocken? Hast du Spliss?  

Schaue dir ebenfalls die ausgefallen Haare an: befindet sich am Anfang des Haares die Wurzel? Diese erkennst du an einem kleinen runden, weißlich bis durchsichtigen Hauptteil. 

Wenn deine Haare mit Haarwurzel ausfallen, hast du wohl tatsächlich klassischen Haarausfall, denn hierbei ist nicht das Haar an sich das Problem, sondern vielmehr gibt die Wurzel nach und löst sich aus der Haut.  

Solltest du allerdings sehr trockenes und beanspruchtes Haar haben, kann es sein, dass dir die Haare einfach abbrechen. 

Wenn du feststellst, dass du unter Haarbruch leidest, sollte der erste Schritt der Gang zum Friseur sein.  

Auch wenn es dir schwerfällt, müssen die Haare nun zunächst deutlich gekürzt werden, sodass ein Großteil der kaputten Haare entfernt werden kann.  Zudem wird dein Friseur vermutlich eine intensive Feuchtigkeitskur auf die Haare geben.  

Solltest du das nicht machen, werden deine Haare wahrscheinlich weiterhin abbrechen und zudem ungesund aussehen.  

Achte auch nach dem Friseurbesuch darauf, dein Haar nicht unnötig zu strapazieren.  

Verzichte auf das Färben der Haare, Tönen, Stylen, häufiges Föhnen und die übermäßige Nutzung von Haarprodukten.  

Gib deinem Haar eine Auszeit! 

Welche Faktoren können für Haarausfall verantwortlich sein? 

Die Gründe für Haarausfall sind zahlreich, daher haben wir uns hier auf die fünf häufigsten Ursachen  fokussiert. Falls du dir nicht sicher sein solltest, welcher Grund hinter deinem Haarausfall stecken könnte, empfehlen wir dir einen Arztbesuch. 

Genetische Veranlagung 

Haarausfall kann in der Familie liegen. In diesem Fall geht es vor allem um Prävention.  

Diese Art des Haarausfalls kommt meistens mit voranschreitendem Alter und tritt bei Männern häufiger auf.  

Man rechnet damit, dass rund 8 von 10 Männern früher oder später an erblich bedingtem Haarausfall leiden.  

Doch auch hier sollte man nicht sofort aufgeben, denn auch den genetisch bedingten Haarausfall kann man in den Griff bekommen.

Stress und psychische Belastungen 

Stress ist eine große Belastung für den Körper und hat Einfluss auf jegliche Bereiche unserer Gesundheit.  

Psychische Belastungen können sich auch körperlich darstellen, zum Beispiel durch Haarausfall.  

Dies ist ein gefährlicher Zyklus, denn durch den stetigen Verlust der Haare erhöhen sich oft auch Stress und Unwohlsein und somit verschlimmert sich der Haarausfall zugleich wieder. 

Hormonelle Probleme 

Vor allem bei Frauen sind hormonelle Probleme ein typischer Grund für Haarausfall.  

Hierbei geraten das Sexualhormon Östrogen und das männliche Hormon Testosteron aus der Balance - schon eine kleine Schwankung kann Haarausfall auslösen.  

Solche Schwankungen sind zum Beispiel üblich, wenn die Anti-Baby-Pille eingenommen oder nach längerer Zeit abgesetzt wird, es zur Schwangerschaft kommt oder auch beim Eintreten der Wechseljahre. 

Ein ungesunder Lebensstil 

Ziehst du an deinen Haaren, übertreibst es gerne mit dem Styling und hast eine sehr einseitige Ernährung? Dies können ausschlaggebende Gründe für den Haarverlust sein können.  

Vor allem der Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen führt dazu, dass die Haarwurzel und die Haarfollikel nicht mehr ideal versorgt werden. 

Krankheiten 

Es gibt auch Krankheiten, die zum Haarausfall führen können oder bei denen Haarausfall ein Symptom ist.

Diese Krankheiten können beispielsweise der kreisrunde Haarausfall oder auch der diffuse Haarausfall sein. 

Der kreisrunde Haarausfall zeigt sich durch den Haarverlust an den Seiten des Kopfes, der unter Umständen um den ganzen Kopf herumführen kann. Diese Krankheit wird durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst.  

Der diffuse Haarausfall hingegen ist eher selten und zeigt sich durch mehrere kahle Stellen am Kopf. Grund hierfür ist eine Schilddrüsenfehlfunktion oder Eisenmangel. Jedoch können auch spezielle Medikamente und Stress diese Art des Haarausfalls auslösen. 

Du leidest an Haarausfall – was nun? 

Wenn ein Mensch an Haarausfall leidet, spielt der Zeitfaktor eine große Rolle.  

Wir möchten das Problem möglichst schnell in den Griff bekommen, um die übrig gebliebenen Haare zu retten.  

Aus diesem Grund möchten wir dir hier einige Tipps geben, was du gegen den Haarausfall machen kannst. 

Einen Arzt aufsuchen 

Es ist wichtig, einen Arzt zu Rate zu ziehen, denn dieser kann am besten herausfinden, welchen Ursprung der Haarausfall im individuellen Fall hat.  

Der Arzt wird verschiedene Fragen stellen, zum Beispiel in Bezug auf den aktuellen Stress im Alltag, die allgemeine Lebensweise und wahrscheinlich auch zur Ernährung.  

Zudem kann er zwei Wege nutzen, um die Gesundheit der Haare zu überprüfen – Blut abnehmen und die Haarwurzeln kontrollieren. 

Das passiert dabei genau: 

Blut abnehmen 

Das Blut wird in der Regel auf den Eisenhaushalt, Schilddrüsenhormone und manchmal auch Diabetes kontrolliert.  

So kann direkt erkannt werden, ob der Ursprung des Haarausfalls auf die Ernährung oder Schilddrüsenprobleme zurückzuführen ist. 

Haarwurzeln kontrollieren lassen 

Auch die Haarwurzeln können auf ihre Gesundheit kontrolliert werden. Hierfür wird ein gesundes Haar mit Wurzel entfernt und dann unter dem Mikroskop betrachtet. 

Nahrungsergänzungsmittel einnehmen 

Viele Menschen schwören auf Biotin. Dies kann in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden und soll die Haargesundheit und auch die Gesundheit der Nägel unterstützen.  

Beachte allerdings, dass du Biotin täglich über mehrere Monate einnehmen musst, um eine Verbesserung sehen zu können. 

Stress abbauen 

Stress beeinflusst unser Leben in jeglichen Bereichen negativ, auch gesundheitlich.  

Wenn du daher rückblickend feststellst, dass du in den letzten Wochen und Monaten besonders viel Stress hattest, versuche einen Gang runter zu schalten und öfter zu entspannen.

Gib dir und deinem Körper eine Pause, sei sportlich aktiv, meditiere, ernähre dich gesund und deine allgemeine Gesundheit wird sich verbessern.  

Ebenfalls wichtig: Stress muss nicht immer durch einen anstrengenden Lebensstil entstehen, auch der Konsum von Alkohol, Nikotin und Koffein stresst den Körper.  

Versuche daher, den Konsum dieser Substanzen so gut es geht einzuschränken. 

Diese Hausmittel sollen gegen Haarausfall helfen 

Du möchtest deinen Haarausfall aktiv in die Hand nehmen und (zusätlich) mit Hausmitteln für Besserung sorgen?

Dann haben wir hier die vier besten Hausmittel gegen Haarausfall für dich: 

1. Kokosöl 

Kokosöl soll durch seine sanften, aber zugleich desinfizierenden Eigenschaften zum Beispiel gegen Viren und Pilze wirken.  

Wenn das Problem also Reizungen oder sogar ein Pilzbefall der Kopfhaut ist, kann der Einsatz von Kokosöl Abhilfe schaffen.  

Das Kokosöl kann direkt auf die Kopfhaut gegeben werden und zugleich auch oral aufgenommen werden, um für eine ausgeglichene Darmflora zu sorgen. 

2. Brennnesseln 

Brennnesseln sind schon seit Jahrzehnten ein altbewährtes Mittel gegen Haarausfall und Probleme mit der Kopfhaut. Die in der Pflanze enthaltenen Nährstoffe sollen die Kopfhaut beleben und Haarausfall einschränken.  

In Drogeriemärkten kannst du zum Beispiel Brennnessel-Wasser kaufen, das nach dem Haare Waschen auf der Kopfhaut verteilt wird. 

3. Bier

Ja, wirklich – allerdings wirkt es nicht gegen Haarausfall, wenn man es trinkt. Bier soll vor allem das Wachstum der Haare unterstützen, wenn es auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Außerdem  hilft es durch den leichten Alkoholanteil auch gegen Entzündungen. 

4. Arganöl 

Reines Arganöl ist eine wahre Nährstoffbombe und sorgt für ausreichende Feuchtigkeit der Haare und der Kopfhaut.  

Neigst du beispielsweise dazu, Schuppen zu bekommen? Dann kann das Arganöl helfen, dieses Problem in den Griff zu bekommen und die Kopfhaut mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. 

Haarausfall – Vorsorge ist besser als Nachsorge 

Wenn die Haare mal ausgefallen sind, dauert es eine lange Zeit, bis sie wieder nachwachsen (auch ist nie zu 100 Prozent sicher, ob es überhaupt klappt), sodass Vorsorge besser als Nachsorge ist.  

Wenn du daher bemerkst, dass deine Haare übermäßig ausfallen ist es ratsam, möglichst schnell aktiv zu werden.  

Regelmäßige Bluttests sowie eine gesunde Lebensweise helfen, dem Haarausfall und weiteren gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. 

Wir hoffen, dass wir dir in diesem Artikel wichtige Tipps und Tricks geben konnten, um deinen Haarausfall besser in den Griff zu bekommen. In jedem Fall ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, der dich individuell beraten kann und sich die möglichen Gründe deines Haarausfalls näher anschaut. 


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