​Juni 2019 Lesezeit 2 Minuten


Gesundheits-Check nur noch alle drei Jahre

Einen Anspruch auf den durch die gesetzlichen Krankenkassen finanzierten „Gesundheits-Checkup 35“ haben Versicherte ab 35 Jahren künftig nur noch alle drei Jahre. Darauf haben sich Mitglieder des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) verständigt. Bislang galt ein Intervall von zwei Jahren. Außerdem können erstmals Versicherte zwischen 18 bis 35 Jahren diese Untersuchung mit Einschränkungen in Anspruch neben – allerdings nur einmal. Blutuntersuchungen sind für diese Altersgruppe nur bei Risikopatienten vorgesehen, eine Urinuntersuchung überhaupt nicht. Der G-BA setzt sich aus Ärzten, Krankenkassen und Kliniken zusammen. Viele Ärzte sehen die Neuerung kritisch, andere jedoch betonen den Vorteil, dass nun auch jüngere Menschen einen Anspruch auf einen einmaligen Checkup erhielten. Grundsätzlich soll im Rahmen des Checkups mehr Gewicht auf individuelle gesundheitliche Risiken gelegt werden.

Der Checkup 35 wird von den gesetzlichen Krankenkassen nur noch alle drei Jahre bezahlt. 

Mit sogenannten Risk-Charts etwa sollen Gefährdungen des Herz-Kreislaufsystems dokumentiert werden, falls dies erforderlich ist. Der medizinischen Beratung soll künftig ebenfalls mehr Bedeutung zukommen. Ziel ist, den Patienten dadurch zu einer gesünderen Lebensweise zu animieren. Neu ist außerdem die Erhebung eines vollständigen Lipidprofils und die Abfrage des Impfstatus. Darüber hinaus ist im Rahmen des Checkups auch ein Hautkrebsscreening möglich. Nach Angaben verschiedener Krankenkassen nutzt rund die Hälfte der gesetzlich Versicherten dieses Angebot.