Stand Mai 2022

Gänseblümchen als Nahrungsmittel & Heilpflanze – Super Food aus dem Garten?

Sobald es im Frühjahr wärmer wird, schießen die Gänseblümchen – auch Maßliebchen genannt - aus dem Boden und sorgen für die ersten Farbkleckse in der Natur. Schön anzusehen sind die kleinen Blumen in jedem Fall und immer wieder sieht man sie auch auf Tellern, doch sind sie auch wirklich essbar?

Generell gefragt: Sind Gänseblümchen essbar?

Die Antwort ist eindeutig: Ja, man kann Gänseblümchen essen – und nicht nur das, sie sind (in kleineren Mengen) sogar sehr gesund, denn sie enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, z.B. Vitamin C, Eisen, Kalzium, Kalium und Magnesium. Außerdem enthalten Gänseblümchen den Ballaststoff Inulin, der förderlich für die Verdauung ist.

Das Gänseblümchen als Heilpflanze – welche weiteren Wirkungen hat das Gewächs?

In der Naturheilkunde spielt das Gänseblümchen schon länger eine wichtige Rolle, denn ihm werden einige positive und gesundheitsfördernde Eigenschaften bei der inneren Anwendung zugesprochen, dazu zählen u.a.:

  • Förderung von Wundheilung
  • Hemmung von Entzündungen
  • Linderung von Schmerzen
  • Antivirale Eigenschaften
  • Lösung von Schleim bei Erkältungskrankheiten
  • Linderung von Verdauungsproblemen
  • Behandlung von rheumatischen Erkrankungen
  • Linderung von Nieren- und Blasenschwäche

Äußerlich angewendet (z. B. als Salbe) wird das Gänseblümchen u.a. bei diversen Wunden, Muskelschmerzen, Akne und anderen Hautproblemen, Insektenstichen oder Furunkeln eingesetzt.

Achtung:  Nicht zu viele Gänseblümchen auf einmal essen

Gänseblümchen enthalten den Bitterstoff Saponin, verschiedene ätherische Öle, Flavone und Cosmosiin – all diese Stoffe können in zu hoher Konzentration giftig sein und Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und im schlimmsten Fall Erregungszustände und Krampfanfälle auslösen.

Aus diesem Grund sollte man sich beim Verzehr von Gänseblümchen immer an die Maximalmenge halten, die bei Erwachsenen bei vier Blüten und zehn Blättern und bei Kindern bei der Hälfte, also fünf Blättern und zwei Blüten, liegt.

Am besten ist es, zunächst einmal eine Blüte zu essen und dann abzuwarten, wie der Körper darauf reagiert, bevor man mehr verzehrt.

Welche Teile des Gänseblümchens sind essbar?

Prinzipiell sind alle Teile des Gänseblümchens – also Blüten, Knospen und Blätter – essbar, auch die Samen können theoretisch verzehrt werden.

Beim Sammeln von Gänseblümchen sollte jedoch auf den Standort geachtet werden. Der Verzehr von Pflanzen, die nahe an Straßen oder Äckern wachsen, sollte vermieden werden, da über die Wurzeln Schadstoffe aus Abgasen oder künstlichem Dünger aufgenommen werden können.

Am besten für den Verzehr geeignet sind Gänseblümchen aus dem eigenen Garten.

Fazit zum Verzehr von Gänseblümchen

Das Gänseblümchen hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften und enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe, weshalb prinzipiell nichts gegen den Verzehr spricht bzw. dieser sogar gesund ist.

Auch als Verzierung von Lebensmitteln, wie z. B. Salaten, spricht erstmal nichts, doch es sollte darauf geachtet werden, die empfohlene Maximalmenge nicht zu überschreiten, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

In der richtigen Dosierung können Gänseblümchen bei diversen gesundheitlichen Beschwerden helfen und ergänzend zu herkömmlichen Medikamenten wirken. Auch wenn man keine akuten Beschwerden hat, ist der Verzehr der heimischen Heilpflanze gesund und versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen.

Wenn du noch mehr über Kräuter und Heilpflanzen erfahren möchtest, die vielleicht auch in deinem Garten wachsen, empfehlen wir dir die folgende Lektüre: "Die Kräuter in meinem Garten: 500 Heilpflanzen, 2000 Anwendungen, 1000 Rezepte".

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