Stand Mai 2022

Der Einsatz von CBD bei Krebserkrankungen

Menschen, die an Krebs leiden, werden sehr häufig mit aggressiven Therapien wie einer Chemotherapie behandelt, die eine starke Belastung darstellen. Immer häufiger kommt aber auch CBD (Cannabidiol) zum Einsatz, um Nebenwirkungen bzw. Krankheitssymptome zu lindern. Außerdem haben Forscher herausgefunden, dass CBD bei einigen Arten von Krebs wie bei Hirntumoren oder Brustkrebs eine positive Wirkung zeigt.

CBD und sein Einsatz bei Krebs

Cannabidiol ist ein Extrakt aus der Hanfpflanze und enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe wie essentielle Fettsäuren, Ballast- und Mineralstoffe, Proteine und Vitamine. Darüber hinaus finden sich auch Substanzen wie Cannabichromen, Flavonoide, Cannabigerol, Cannabinol bzw. Terpene.

Von großer Bedeutung ist aber vor allem das enthaltene Cannabidiol, da es einen entspannenden, schmerzlindernden und entzündungshemmenden Effekt hat.

CBD kann mit dem sogenannten Endocannabinoid-System in Interaktion treten und dockt in weiterer Folge an die CB1- und CB2-Rezeptoren an. Dadurch könnten auch die Symptome, die im Rahmen einer Krebserkrankung auftreten, abgemildert werden.

In Untersuchungen hat man festgestellt, dass CBD auf das zentrale Nervensystem einen beruhigenden Effekt hat und Angstgefühle lindert. Außerdem hat CBD auch eine schmerzlindernde Wirkung und verfügt über entzündungshemmende Eigenschaften.

Viele Krebserkrankungen rufen Schmerzen hervor, die man mit Scherzmitteln nicht immer ausreichend bekämpfen kann. CBD könnte Entzündungsherde eindämmen und zu einer Linderung der Schmerzen beitragen.

Krebspatienten, die an Nervenschmerzen leiden, wird oftmals ein Medikament empfohlen, das CBD und THC enthält, um sehr starke Schmerzen zu bekämpfen. Eines dieser Arzneimittel ist zum Beispiel Nabiximols (oder Sativex), ein Hanfpflanzenextrakt, der als Mundspray erhältlich ist.

Außerdem wird Cannabidiol auch zur Behandlung von Ängsten eingesetzt, da es im Gegensatz zu Psychopharmaka sanfter ist und den Körper dabei unterstützt, eventuelle Anspannungen zu lösen. Daher nehmen die Betroffenen Cannabidiol oftmals auch bei Schlafstörungen ein.

Zudem beeinflusst CBD den Gehirnstoffwechsel, da es auf die Aminosäure Glutamin bzw. den Botenstoff Serotonin einwirkt. Dadurch können depressive Phasen oder Depressionen besser überwunden werden. Da CBD aber ein Nahrungsergänzungsmittel ist, dürfen keinerlei Heil- bzw. Wirkversprechen gemacht werden.

Studien und Erfahrungsberichte zum Einsatz von CBD bei Krebs

Es wurden bereits einige Versuche an isolierten Krebszellen bzw. Tieren durchgeführt, von großem Interesse ist dabei vor allem eine Studie, die aus dem Jahr 2018 stammt. In diese Studie zog man insgesamt 119 Krebspatienten mit ein, wobei die meisten davon auch an Metastasen litten.

Die Betroffenen erhielten mindestens ein halbes Jahr lang durchschnittlich 10 mg eines 5-prozentigen CBD-Öls. Die Ergebnisse zeigen, dass Cannabidiol eine Wirkung auf Krebszellen haben könnte.

Einige Studienteilnehmer zeigten keine Erfolge, bei anderen wiederum gingen die Metastasen zurück und die Krebszellen breiteten sich langsamer aus. Die Forscher sind der Meinung, dass CBD vor allem bei Hirntumoren bzw. Brustkrebs eine gute Option darstellen könnte. Noch benötigt man aber weitere Studien für eine klare Handlungsempfehlung.

Zudem findet man im Internet auch zahlreiche Erfahrungsberichte bezüglich CBD und Krebs. Die meisten davon sind Berichte von Eltern, die Cannabisöl bzw. Cannabisextrakte, in denen auch CBD enthalten ist, bei Kindern mit einer Krebserkrankung einsetzten.

In Cannabidiol ist allerdings kein THC enthalten. Darüber hinaus stellen Erfahrungsberichte immer eine subjektive Empfindung dar und man kann nicht genau voraussagen, welche positive Wirkung CBD auf einzelne Symptome bzw. die Krebserkrankung hat. Daher muss jeder Betroffene selbst herausfinden, welchen Effekt CBD zeigt.

Richtige Dosierung und Einnahme von CBD

CBD gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Formen wie Liquids, Cremes, Pastillen, Kapseln oder Öl, wobei sich vor allem CBD-Öl großer Beliebtheit erfreut, da es in der Anwendung sehr einfach ist und man die Dosis problemlos anpassen kann.

Sehr gut bewährt hat sich dabei die sogenannte sublinguale Einnahmeform, das heißt, man tropft das Öl unter die Zunge und schluckt die restliche Menge dann nach etwa zwei Minuten hinunter. Außerdem sollte man etwa 20 Minuten lang auf Getränke und Essen verzichten. Auf diese Weise kann das Öl von den Schleimhäuten optimal aufgenommen werden.

Zu beachten ist, dass es in Bezug auf Krebs und CBD keine allgemein gültige Empfehlung für die optimale Dosierung gibt. Daher muss man sich an die ideale Dosis selbst herantasten. Starte zunächst mit einer geringen Menge, die man dann schrittweise erhöhen kann. Beachte dabei auch immer die Stärke des Öls, die zwischen 5 und 25 Prozent liegen kann.

Je nach Stärke empfehlen sich dabei etwa 6-8 Tropfen pro Tag. Da CBD aber ein Naturextrakt ist, kann die Wirkung auch individuell unterschiedlich sein.

Können auch Neben- und Wechselwirkungen bei der Einnahme von CBD auftreten?

Krebstherapien sind häufig ziemlich aggressiv, denn sowohl die Chemotherapie als auch die Bestrahlung haben das Ziel, Krebszellen zu zerstören bzw. ihr Wachstum zu stoppen. Häufig kommt es bei der Therapie auch zur Schädigung von gesunden Zellen und die Patienten leiden an zahlreichen Nebenwirkungen.

CBD ist normalerweise nebenwirkungsarm und gut verträglich, trotzdem kann es unter Umständen zu unerwünschten Begleiterscheinungen wie einem trockenen Mund, Schläfrigkeit bzw. Benommenheit kommen.

Des Weiteren kann unter Umständen auch der Blutdruck sinken, sodass Menschen, die an einem niedrigen Blutdruck leiden, ihre Werte regelmäßig kontrollieren sollten.

Eine weitere Nebenwirkung kann Appetitlosigkeit sein. Daher ist es sehr wichtig, dass Krebspatienten auf eine gesunde Ernährung achten, auch wenn sie keinen Appetit verspüren sollten. Cannabidiol könnte einen negativen Effekt auf das Hungergefühl haben, wodurch ein weiterer Gewichtsverlust auftreten könnte.

Darüber hinaus hat CBD auch Einfluss auf körpereigene Enzyme, wodurch sich die Wirkung von Medikamenten entweder verstärken oder abschwächen kann. Das gilt vor allem für Neuroleptika, Schmerzmittel, Gerinnungs- und Säurehemmer. Sollten die Patienten bereits ein Arzneimittel einnehmen, das THC enthält, so sollte vor der Einnahme von CBD stets ein Arzt um Rat gefragt werden.

Zudem gibt es auch andere Nahrungsergänzungsmittel, die man nicht mit CBD kombinieren sollte. Dazu zählen Präparate mit Melatonin, Johanniskraut, L-Tryptophan, Hopfen, Kava oder Katzenminze.

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