September 2020 | Lesezeit 5 Minuten


E-Zigaretten – Eine echte Alternative zum Rauchen? 

E-Zigaretten sieht man aktuell immer häufiger. Nicht nur als reinen Ersatz für die klassische Zigarette, sondern zugleich auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die an eine Shisha-Bar erinnern.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob die E-Zigarette eine gute Alternative zum Rauchen ist - wir haben uns den Trend genauer angeschaut. 

Mann raucht E-Zigarette

Viele Menschen rauchen regelmäßig E-Zigarette, allerdings sind die Langzeitfolgen derzeit noch nicht wirklich einzuschätzen.

Was genau sind E-Zigaretten? 

Im Gegensatz zu klassischen Zigaretten raucht der Nutzer keinen Tabak, sondern konsumiert lediglich Dampf. Seit 2013 können die E-Zigaretten auch in Deutschland gekauft werden und erfreuen sich seitdem an immer mehr Beliebtheit. 

Um die 2.5 Millionen Menschen sollen in Deutschland aktuell dampfen und das zeigt sich auch am Umsatz mit den dazugehörigen Produkten.

Das Besondere an E-Zigaretten ist, dass sie mit verschiedenen Geschmacksrichtungen befüllt werden können. Sie erinnern dabei stark an eine Shisha, mit aus diesem Grund sind E-Zigaretten auch mehr und mehr unter Jugendlichen zu finden, auch wenn sie eigentlich erst ab 18 Jahren gekauft werden dürfen.

Nachdem die E-Zigaretten lange als gesunde Alternative zur Zigarette galten, kommen nun mehr und mehr gesundheitliche Aspekte ans Tageslicht, die die E-Zigaretten in ein eher schlechtes Licht rücken. 

Wie funktionieren E-Zigaretten? 

Obwohl E-Zigaretten in Deutschland erst 2013 auf den Markt gekommen sind, wurde das erste Modell bereits 2003 in China entwickelt und konnte schnell Erfolge feiern.

Es gibt viele verschiedene E-Zigaretten in diversen Formen, Farben oder auch Größen.

Das Grundprinzip bleibt allerdings das Gleiche: eine E-Zigarette besteht aus einem Mundstück, einem Tank mit der Flüssigkeit, dem sog. “Liquid”, einem Verdampfer mit Heizelementen, einem Schalter und dem Akku. Ziemlich übersichtlich und ein einfaches Konzept, wobei die Flüssigkeit nach Belieben (bzgl. der Geschmacksrichtungen oder Nikotinkonzentration) ausgetauscht werden kann. 

Nicht nur der Aufbau von E-Zigaretten ist interessant, sondern auch die Flüssigkeiten, welche auch „Liquids“ genannt werden. Diese bestehen zum größten Teil aus Verdampfungsmitteln wie Glycerin und Propylenglycol. Dies ist die Basis, welche je nach Art der Liquids mit weiteren Stoffen gemischt wird.  

Dazu gehören zum Beispiel Nikotin oder auch andere diverse Duft- und Aromastoffe.

Die Geschmäcker und Düfte reichen von Orange bis hin zu Apfel und weiteren exotischen Geschmäckern wie Ananas und Mango.  

Zwar nutzen auch viele Jugendliche die E-Zigaretten, doch das Bundesinstitut für Risikobewertung hat eine Umfrage gestartet, welche schließlich ans Licht brachte, dass rund 90 Prozent der E-Zigaretten-Nutzer ehemalige Raucher sind und demnach versuchen, durch Nutzung der E-Zigaretten mit dem "normalen" Rauchen aufzuhören.

Sind E-Zigaretten wirklich gesünder als klassische Zigaretten? 

Jein! Das ist sicherlich nicht die Antwort, die du dir erhofft hast, jedoch gehen beide Optionen mit vielen negativen gesundheitlichen Erscheinungen einher.  

Wissenschaftler vertreten die These, dass zumindest die kurzzeitige Nutzung von E-Zigaretten gesünder ist als das Rauchen klassischer Zigaretten, doch fehlen aktuell noch die Statistiken und Studien der Langzeitfolgen.

Zudem sollte man den Dampf nicht unterschätzen, denn es wird vermutet, dass dieser Blutgerinnsel entstehen lässt und man zugleich durch gemischte Liquids oder auch durch Liquids schlechter Qualität schwerwiegende Krankheiten bekommen kann.  

Auch wenn der Dampf im Gegensatz zum Zigarettenqualm zunächst sehr sanft erscheint, kann er negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben, wie bereits viele Beispiele zeigen.  

Generell gilt, dass keine öligen Substanzen konsumiert werden sollten, da diese die Atemwege besonders stark angreifen und in diversen Erkrankungen resultieren können. 

Mit E-Zigaretten rauchfrei werden? 

Wie bereits erwähnt, nutzen aktuell zu rund 90 Prozent ehemalige Raucher die E-Zigarette als Mittel, um sich nach und nach das Rauchen abzugewöhnen. Dabei stellt sich nun natürlich die Frage nach der Erfolgsquote.  

Tatsächlich gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Studie, welche den Erfolg oder Misserfolg der Abgewöhnung bestätigen kann - dies wird sich hoffentlich in den nächsten Jahren ändern.  

Die Befürchtung liegt allerdings nahe, dass Nichtraucher durch den Konsum von E-Zigaretten zu Rauchern werden, da diese durch die vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen angelockt werden und schließlich auch nikotinabhängig werden. Damit sinkt wiederum die Hemmschwelle, evtl. mit der Zeit auch zur klassischen Zigarette zu greifen. 

Doch auch dies ist bisher nur eine Vermutung und kann erst nach Jahren der Recherche und Studien bestätigt oder widerlegt werden. 

Nachteile der E-Zigarette

An dieser Stelle thematisieren wir, zu welchen Nachteilen es durch das Rauchen von E-Zigaretten genau kommen kann. Dies hängt sowohl mit der Intensität als auch mit der Dauer des Konsums zusammen. 

Ja, das Dampfen schadet deiner Gesundheit 

Wenn man sich den riesigen Erfolg der E-Zigaretten kurz nach Markteinstieg anschaut sieht man, wie viel Hoffnung Raucher in die E-Zigaretten stecken, um ihre Sucht in den Griff zu bekommen und auf eine vermeintlich gesündere Variante umzusteigen.  

Dennoch kann diese Hoffnung zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bestätigt werden und es bleibt fraglich, ob E-Zigaretten nach Abschluss der ersten Langzeitstudien immer noch als gesündere Alternative zum klassischen Rauchen gelten werden. 

Fest steht jedenfalls, dass der elektrisch erzeugte Dampf vielleicht weniger schädlich als das toxische Gemisch ist, das sich im Zigarettenqualm befindet, das bedeutet jedoch nicht, dass er ungefährlich ist. Schon heute sind Wissenschaftler sich lediglich einig, dass es momentan danach aussieht, dass er lediglich weniger ungesund ist. 

Es bleibt zu hoffen, dass es auf diese Fragen bald klare Antworten geben wird. 

E-Zigaretten können heiß laufen 

E-Zigaretten werden, wie der Name schon sagt, von einer Batterie, genauer gesagt einem Akku angetrieben. Dieser Akku kann nach einer gewissen Zeit heiß laufen.  

Je nach Qualität des Produkts kann es bei intensivem Konsum dazu kommen, dass die E-Zigarette sich zu stark erhitzt und das Liquid auf höherer Temperatur als vorgesehen verdampft. 

Wenn dies geschieht kann es dazu kommen, dass zu viel Liquid freigesetzt wird und die E-Zigaretten eine höhere Belastung darstellen als klassische Zigaretten. 

Besonders schädlich in Kombination mit klassischen Zigaretten 

Forscher in den USA haben sich die gesundheitlichen Situationen von Rauchern, Nichtrauchern, Dampfern und Menschen, die Rauchen und Dampfen, genauer angeschaut und kamen zu einem beunruhigenden Ergebnis:  

Menschen, die Dampfen und zugleich auch noch klassische Zigaretten Rauchen zeigen ein deutlich erhöhtes Risiko, eine Atemwegserkrankung zu entwickeln.

Todesfälle durch E-Zigaretten 

In den USA kamen allein bis Februar 2020 rund 68 Menschen ums Leben und 2800 Menschen erlitten schwerwiegende Lungenerkrankungen. Dies ist vor allem auf „Mischprodukte“ zurückzuführen, welche illegal gekauft werden. Sie werden als E-Joints bezeichnet, da sie THC enthalten und ähnlich wie ein klassischer Joint high machen sollen.

Tipps und Tricks, um mit dem Rauchen aufzuhören 

Statt auf E-Zigaretten zurückzugreifen, ist der gesündeste Weg selbstverständlich, komplett mit dem Rauchen aufzuhören - doch das ist leichter gesagt als getan.  

Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg finden, um die Sucht in den Griff zu bekommen. Hierzu möchten wir dir drei altbewährte Optionen vorstellen. 

Hypnose 

Viele Menschen setzen auf Hypnose und konnten damit bereits große Erfolge feiern.

Hierbei nutzt ein professioneller Therapeut Hypnosetechniken, die bewirken sollen, dass das Verlangen nach einer Zigarette nachlässt und man sogar Ekel beim Gedanken daran verspürt. Selbst wenn man dennoch zur Zigarette greift, soll diese nicht mehr so gut schmecken, wie sie es in der Vergangenheit getan hat. 

Ablenkungen 

Oftmals greifen Menschen aus Routine zu Zigaretten, sei es nach dem Essen, während der Pause auf der Arbeit oder in sozialen Situationen. Hierbei kann es hilfreich sein, sich abzulenken.  

Dies hilft ebenfalls bei den Entzugserscheinungen, welche durch den Nikotinmangel aufkommen können. Zu diesen Entzugserscheinungen können Nervosität, depressive Stimmung und Unruhe gehören. Dagegen hilft Sport und allgemeine Bewegung am besten - statt beispielsweise in der Pause auf der Arbeit eine Zigarette zu rauchen empfiehlt es sich, einen Spaziergang zu machen.  

Ein kleiner Geheimtipp ist es, sich jedes Mal die Zähne zu putzen, wenn einen das Verlangen nach einer Zigarette überkommt. Durch den Geschmack der Zahnpasta vergeht vielen schnell die Lust nach einer Zigarette. 

Aufklärung 

Wer sich konkret über die Risiken des Rauchens aufklärt, wird schnell viele Gründe finden, es sich abzugewöhnen.  

Viele aktive Raucher blenden die möglichen negativen Folgen, die durch das Rauchen entstehen können, bewusst aus.  

Jedes Mal, wenn das Verlangen wieder aufkommt, sollte man sich die Fakten erneut in Erinnerung rufen – auch Bilder, zum Beispiel von einer Raucherlunge, können enorm helfen.  

Fazit: Sind E-Zigaretten eine gute Alternative zur klassischen Zigarette? 

Die Antwort ist leider nein.

Zwar sieht es momentan danach aus, dass die E-Zigarette weniger schädlich als das klassische Rauchen ist, doch sollte der aromatisierte Dampf dennoch nicht unterschätzt werden.  

Wie mittlerweile zahlreiche Beispiele zeigen, inhalieren die Konsumenten oft viele Schadstoffe durch den Dampf ein. Zudem gibt es bisher keine belastbaren Informationen zu den Langzeitfolgen des E-Zigarette Rauchens, weshalb aktuell niemand mit gutem Gewissen E-Zigaretten als Alternative zu Tabak empfehlen kann. 

Das Rauchen komplett aufzugeben ist natürlich die beste Variante – solltest du dennoch nicht auf die E-Zigarette verzichten wollen oder können, solltest du wenigstens ein hochwertiges Modell auswählen, da hier das Risiko für Fehlfunktionen geringer ist. 

Wenn du gerade versuchst mit dem Rauchen aufzuhören, wünschen wir dir in jedem Fall viel Erfolg dabei – deine Gesundheit wird es dir danken! 


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