Stand September 2022

Diagnose Fibromyalgie – Auslöser, Symptome und Behandlung der Krankheit

Ständige Schmerzen und schlaflose Nächte – lange Zeit wurde Fibromyalgie als als Phantomkrankheit bezeichnet, doch heute ist klar, dass die Symptome durchaus einen realen Ursprung haben.

Welche Symptome können bei Fibromyalgie auftreten?

Das wohl häufigste Symptom bei Fibromyalgie-Patienten sind wohl Schmerzen, die eigentlich überall am Körper auftreten, oft wie aus dem Nichts kommen und das gesamte vegetative Nervensystem betreffen können.

Weitere Leitsymptome sind Schlafstörungen, Depressionen und allgemeine Erschöpfung, doch es gibt auch noch viele weitere Beschwerden, die auftreten können – Experten haben bis heute mehr als 100 verschiedene Symptome dokumentiert, darunter u.a. Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder kribbelnde Gliedmaßen.

Der Weg zur Diagnose ist oft lang

Das Krankheitsbild existiert schon lange, im Jahr 1904 wurde es erstmals unter dem Namen Fibrositis definiert. Von der WHO als „Fibromyalgie-Syndrom“ anerkannt wurde es allerdings erst 1992. Heute weiß man, dass es sich dabei um eine chronische Schmerzkrankheit handelt, die zentral im Gehirn entsteht.

Bis zur Diagnose leiden viele Patienten allerdings bis heute unter Ungewissheit, denn aufgrund der vielfältigen Palette an Symptomen ist die Erkrankung oft nur sehr schwer zu erkennen und viele Mediziner gehen zunächst von einer psychischen Erkrankung aus. Der Grund dafür ist, dass Betroffene körperlich völlig gesund wirken, denn Fibromyalgie lässt sich weder durch Röntgenaufnahmen noch durch Laboranalysen erkennen.

Oftmals wechseln die Patienten zwischen vielen verschiedenen Ärzten hin und her, bis schließlich die richtige Diagnose gestellt wird, auch wenn die Krankheit sogar relativ häufig vorkommt: Nach neuesten Erhebungen leiden in Deutschland zwei bis vier Prozent aller Menschen an Fibromyalgie.

Es kommt erschwerend hinzu, dass viele Betroffene auf ihrer Odyssee bis zur richtigen Diagnose oft nicht ernst genommen werden, was ihre Beschwerden angeht und mit der Zeit sogar an sich selbst zweifeln.

Die Krankheit ist real und kann mit den richtigen Methoden sichtbar gemacht werden

Fibromyalgie hat nichts mit Einbildung zu tun, soviel steht heute fest und ist auch mit Experimenten zur Schmerzwahrnehmung belegbar. Hierbei kommt eine sog. Magnetresonanztomographie zum Einsatz, mit deren Hilfe sichtbar gemacht werden kann, dass im Gehirn von Fibromyalgie-Patienten im Vergleich zu gesunden Menschen schon bei geringen Reizen viel größere Gehirnareale aktiviert werden.

Eine bekannte Theorie zur Ursache von Fibromyalgie legt die Vermutung nahe, dass bestimmte Systeme im Körper, die Schmerz bei gesunden Menschen hemmen, bei Betroffenen weniger gut funktionieren oder beschädigt sind. Dies führt dazu, dass chronische Schmerzen entstehen können.

Wodurch wird Fibromyalgie ausgelöst?

Was genau die Erkrankung auslöst, ist noch nicht abschließend geklärt, es wird jedoch vermutet, dass übermäßiger Stress dafür verantwortlich ist – sowohl auf psychischer, sozialer als auch körperlicher Ebene.

Wenn Stress zum Dauerzustand wird, führt dies dazu, dass die körpereigenen Kompensationsmechanismen irgendwann nicht mehr funktionieren und die Entstehung der Krankheit dadurch begünstigt wird.

Was kann man gegen Fibromyalgie tun?

Die Erkrankung ist nicht heilbar, jedoch gibt es Möglichkeiten, um die Symptome zu lindern.

Auf der einen Seite ist Sport ein effektives Mittel dafür: Körperliche Bewegung tut zwar zunächst weh, hilft aber langfristig dabei, den Schmerz zu bekämpfen. Manche Sportarten sind für Fibromyalgie-Patienten besonders gut geeignet, dazu zählen u.a. Auquajogging oder asiatische Bewegungstechniken wie Qi Gong oder Tai Chi.

Auf der anderen Seite kann auch eine Psychotherapie ein geeignetes Mittel sein, um einen besseren Umgang mit Stress und den Schmerzen zu erlernen, die Wirkung ist jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich.

Dies gilt auch für den Einsatz von Medikamenten: Schmerzmittel und Psychopharmaka können bei ca. einem Drittel der Betroffenen zur Unterstützung der Therapie eingesetzt werden, während sie bei den übrigen zwei Dritteln gar nicht erst anschlagen oder sogar schwere Nebenwirkungen hervorrufen können.

Für Menschen, die an Fibromyalgie leiden, ist es in erster Linie wichtig, zu lernen mit der Krankheit zu leben und weiterhin körperlich und sozial aktiv zu bleiben, auch wenn dies manchmal sehr schwerfallen kann.

Zudem ist es wichtig, viele verschiedene Therapieansätze auszuprobieren und nicht aufzugeben, denn die Behandlung der Krankheit ist sehr individuell und jeder muss seinen eigenen Weg finden, um damit umzugehen.

Weitere sehr gute Ratschläge, wie man eine Fibromyalgie-Erkrankung erkennt und richtig behandelt, findest du in unserem Buchtipp zum Thema: "Fibromyalgie: Endlich erkennen - richtig behandeln".

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