Stand Oktober 2022

Der Einsatz von CBD bei Migräne

Immer mehr Betroffene, die an Migräneattacken leiden, interessieren sich für alternative Therapieansätze. Mithilfe von Schmerzmitteln werden Migräneanfälle zwar gelindert, oftmals treten aber auch Nebenwirkungen auf.

Migräne tritt dabei meist in Episoden auf, die sich dann innerhalb kurzer Zeit wiederholen. Eine Prophylaxe- bzw. Akuttherapie stellt meist eine Belastung für den Organismus dar, darüber hinaus dürfen aufgrund verschiedenster anderer Erkrankungen manche Medikamente nicht eingenommen werden.

Daher wird Cannabidiol bei Personen mit Migräne immer beliebter.

Welche Rolle spielt der Serotoninspiegel bei Migräne?

Bis dato konnte der genaue Ablauf eines Migräneanfalls noch nicht genau belegt werden. So sind beispielsweise die spezifische Pathophysiologie bzw. die einzelnen Komponenten noch nicht völlig geklärt, eine wesentliche Rolle soll aber das Serotonin spielen, das bei einem akuten Migräneanfall in größerer Menge ausgeschüttet wird.

Sind die Patienten beschwerdefrei, so ist der Serotoninplasmaspiegel niedrig und der thrombozytäre Serotoninspiegel erhöht. Was ebenfalls interessant erscheint, ist, dass im Zuge eines Migräneanfalls 5Hydro­xy­indolessigsäure, der Serotonin-Hauptmetabolit, vermehrt ausgeschüttet wird.

An diesem Vorgang beteiligen sich vor allem die beiden Serotonin­rezeptor­subtypen 5-HT1B bzw. 5-HT1D. Hochpotente Medikamente, die viele Betroffene bei einem Migräneanfall einnehmen, docken an den beiden Rezeptoren an, wobei die Triptane sowie die Mutterkornalkaloide des Ergotamintyps als Antagonisten fungieren.

Der Rezeptor wird von ihnen besetzt und die Signalübertragung aktiviert. In weiterer Folge ziehen sich die Gefäße zusammen und die unterschiedlichen Schmerzmediatoren werden in ihrer Freisetzung gehemmt.

Nun fragst du dich wahrscheinlich, wie CBD bei einem Migräneanfall unterstützend eingesetzt werden kann. Wie bereits erwähnt, herrscht bei Menschen, die an Migräne leiden, eine Dysbalance an Serotonin.

Mithilfe von CBD-Öl könnte der Serotoninspiegel wieder erhöht und die Blutgefäße erweitert werden, wodurch sich das Auftreten von Migräneattacken verringern kann.

Einige Patienten nehmen CBD-Öl bereits alternativ zu konventionellen Medikamenten ein, um damit das Hauptsymptom von Migräne - die Schmerzen - zu bekämpfen.

CBD und seine Wirkung bei Migräneattacken

Mithilfe von CBD können die Schmerzen, die bei Migräne auftreten, gelindert werden, außerdem hilft Cannabidiol auch bei Erbrechen und Übelkeit. Zudem verfügt CBD auch über eine entkrampfende Wirkung und optimiert das Schlafverhalten.

Ein weiterer positiver Effekt des Hanfextrakts ist seine beruhigende Wirkung, sodass man ihn auch bei Stress anwenden kann, was oftmals ein Trigger für Migräneanfälle ist.

Erfahrungsberichte und Studien zum Einsatz von CBD bei Migräne

Einige Studien zeigen, dass man Cannabis bei Kopfschmerzen anwenden kann.

Forscher sind dabei der Ansicht, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Endocannabinoid-System und dem Schmerzgeschehen gibt, außerdem besagt eine These, dass chronische Schmerzzustände auf ein beeinträchtigtes Endocannabinoid-System zurückzuführen sind. Dieses Ungleichgewicht könnte durch eine CBD-Einnahme wieder ausgeglichen werden.

In zahlreichen Untersuchungen wird die Wirkung von THC und CBD getrennt voneinander untersucht, allerdings steht die Forschung, was die Einnahme von CBD bei Migräne betrifft, noch ganz am Anfang.

Einen ersten Eindruck können Erfahrungsberichte von Anwendern verschaffen, die zeigen, dass CBD-Öl schmerzlindernd wirkt und einen beruhigenden Effekt hat.

Manche Patienten nehmen das Öl schon ein, wenn sich die ersten Vorboten eines Migräneanfalls bemerkbar machen. Dadurch kann die Schmerzintensität positiv beeinflusst werden. Zudem wird angegeben, dass sich das Schlafverhalten durch die Einnahme von Cannabidiol ebenfalls verbessern kann.

Ideale Dosierung von CBD bei Migräne

Menschen, die an Migräne leiden, wählen in den meisten Fällen ein CBD-Öl. Die Dosis kann bei dieser Darreichungsform sehr gut angepasst werden, was vor allem bei Migräne-Patienten äußerst wichtig ist, weil keine allgemeine Empfehlung für die richtige Dosis vorliegt.

Darüber hinaus kann man das Öl auch ohne Flüssigkeit einnehmen, was sehr praktisch ist, wenn man zum Beispiel unterwegs ist. Die richtige Dosierung muss individuell herausgefunden werden, wobei man die Ausprägung der Schmerzen und eventuelle Begleiterscheinungen dabei berücksichtigen sollte.

Es empfiehlt sich, die Dosierung am Anfang möglichst niedrig zu halten und sie dann im Laufe der Zeit zu steigern. Wer an leichten Beschwerden leidet, beginnt am besten mit 2x3 Tropfen eines 5-prozentigen CBD-Öls pro Tag und kann die Dosis dann auf 5 Tropfen täglich steigern.

Bei chronischen Schmerzen können 2x4 Tropfen eines 10-prozentigen Öls pro Tag eingenommen werden, diese Dosierung kann dann ab der zweiten Woche ebenfalls auf 5 Tropfen gesteigert werden.

Wann man nach einer Einnahme von Cannabidiol mit einer Linderung der Schmerzen rechnen kann, ist nicht allgemeingültig zu beantworten. Erfahrungsberichte haben hier aber gezeigt, dass sich eine positive Wirkung oft schon nach wenigen Minuten einstellt.

Kann es durch die Einnahme von CBD zu Neben- bzw. Wechselwirkungen kommen?

Migräne kann nicht geheilt werden, daher nehmen viele Patienten über einen langen Zeitraum Arzneimittel ein, um die starken Schmerzen zu bekämpfen.

CBD wird normalerweise sehr gut vertragen und führt im Gegensatz zu konventionellen Migräne-Medikamenten auch zu keiner Abhängigkeit. CBD ist ein Nahrungsergänzungsmittel, es kann aber auch hier zu leichten Nebenwirkungen wie zum Beispiel einem trockenen Mundgefühl, Schläfrigkeit oder Benommenheit kommen.

Des Weiteren kann Cannabidiol auch den Blutdruck senken, daher sollten Patienten, die an einem niedrigen Blutdruck leiden, ihre Werte regelmäßig kontrollieren. Sollten die Nebenwirkungen stark sein oder über einen längeren Zeitraum anhalten, so empfiehlt es sich, die Einnahme zu unterbrechen oder die Dosis herabzusetzen.

Ob man Cannabidiol während einer Schwangerschaft einnehmen kann, ist noch nicht vollständig geklärt. Eine Studie hat hier gezeigt, dass die Kontraktionsanzahl durch synthetisches Cannabidol reduziert wird, das heißt, eine Einnahme könnte sich negativ auf die Wehenbildung auswirken.

Auch Menschen, die an Lebererkrankungen oder einem Glaukom leiden, sollten vor einer Einnahme einen Arzt um Rat fragen. Einige Studien weisen nämlich darauf hin, dass sich der Augeninnendruck durch eine Einnahme von CBD erhöhen kann.

In einer anderen Untersuchung hat man herausgefunden, dass eine zu hohe Dosis einen leberschädigenden Effekt haben kann.

Darüber hinaus hat CBD auch eine Wirkung auf verschiedene Enzyme, die für den Medikamentenabbau verantwortlich sind. Demnach kann die Wirkung diverser Arzneimittel entweder schwächer oder stärker ausfallen. Dazu gehören vor allem Neuroleptika, Schmerzmittel, Gerinnungs- bzw. Säurehemmer.

Wechselwirkungen können außerdem durch die gleichzeitige Einnahme von CBD mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln auftreten. Vorsicht geboten ist beispielsweise bei L-Tryptophan, Kave, Hopfen, Katzenminze, Johanniskraut bzw. Melatonin. Werden diese Nahrungsergänzungssmittel gleichzeitig mit CBD eingenommen, so kann die Schläfrigkeit dadurch erhöht werden.

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