Juni 2020 | Lesezeit 3 Minuten


Wann ist die Durchführung einer Darmsanierung sinnvoll? 

Darmsanierung und der Aufbau der Darmflora mit natürlichem Probiotikum sind längst für viele Menschen keine Fremdworte mehr. In der Tat ist der ca. 6 bis 8 Meter lange Schlauch, der sich durch unseren Unterbauch schlingt, eines der wichtigsten Organe, das sich unter anderem auch auf den seelischen Zustand von Personen jeden Alters auswirkt.  

Doch lässt sich mit einer Darmreinigung oder gar Darmsanierung tatsächlich der gesundheitliche Gesamtzustand von Menschen beeinflussen?  

In diesem Artikel wollen wir darüber informieren, welchen Zweck eine Darmsanierung erfüllt und für welche Art von Patienten sich diese Art der Therapie am besten eignet. 

Was sagt die Wissenschaft zur Darmreinigung? Oder ist der Hype um das ca. 32 m² große Organ im Organismus eines erwachsenen Menschen übertrieben?  

Darmsanierung

Der Darm ist ein wichtiges und hochsensibles Organ - wenn wir nicht auf sein Wohlbefinden achten, kann dies negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Welche Fakten und Erfahrungen gibt es zur Darmsanierung? 

Erst, wenn der Verdauungsapparat nicht mehr funktioniert und Patienten über Verstopfung, Durchfälle oder Blähungen klagen, wissen wir einen gesunden Darm zu schätzen. In der Darmflora befinden sich eine große Anzahl verschiedener Mikroorganismen. Medikamente wie beispielsweise Antibiotika können die gesunde Darmflora zerstören.  

Doch welche zentrale Aufgabe nimmt der Darm im Körper ein und gibt es das sog.  „Darm-Hirn“, das bestimmte Prozesse im Organismus an unser Gehirn weiterleitet?  

Diverse Studien zeigen, dass der Darm sich noch stärker als angenommen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen auswirkt. In erster Linie ist es die Aufgabe des Darms, den Stoffwechsel in Schwung zu halten und die Nähstoffe der aufgenommenen Nahrung gut zu verwerten. 

Mit dem Essen werden nicht nur Eiweiße, Fette, Spurenelemente und jede Menge Vitalstoffe im Darm verwertet, sondern auch viele Mikroorganismen, Bakterien und Viren aufgenommen. An jeder Apfelschale und in jeder Rosine im Müsli befinden sich beispielsweise Bakterien, die die Immunabwehr entweder stärken oder schwächen können.  

Das Darm-Hirn ist wissenschaftlich leider noch nicht tiefgründig erforscht. Fakt ist, dass zahlreiche Kinder z.B. über Bauchschmerzen klagen, wenn sie Angst davor haben in die Schule zu gehen, oder Erwachsene Sätzen wie: „Meine Nerven liegen blank und der Stress schlägt mir wirklich auf den Magen!“ äußern.

Was hat die Psyche mit der Tätigkeit von Magen und Verdauungsorganen zu tun?  

Unser Bauchgefühl liegt erstaunlich oft richtig. Der Biologe und Professor Michael Schemann, Mitautor des Buchs "Darm an Hirn", bezeichnet den Darm als einziges autonomes Organ in unserem Körper, das jede Menge hochsensible Nervenzellen besitzt. Alleine schon das ist Grund genug, den Darm wenn möglich zu schonen und auf sein Wohlbefinden zu achten.  

Nach zahlreichen Patientenmeinungen und wissenschaftlichen Studien sollte in regelmäßigen Abständen (ca. einmal pro Jahr) eine Darmsanierung durchgeführt werden, da sich eine solche Behandlung sehr positiv auf unsere Gesundheit auswirken kann. 

Wie funktioniert eine Darmsanierung? 

Ähnlich wie bei einem schmutzigen Raum, der zuerst aufgeräumt, gesäubert und dann von allen schädlichen Bakterien befreit wird, muss auch der Darm zunächst einmal von allen Schlacken und Schadstoffen gereinigt werden.  

Dies wird von Patienten meistens mithilfe natürlicher Abführmittel wie Flohsamenschalen oder einer Darmpumpe erreicht. Ist der Darm erst einmal sauber und von allem Ballast befreit, sollte man sich damit beschäftigen, seine natürliche Struktur wiederherzustellen bzw. zu erhalten, zum Beispiel mithilfe von Probiotika, die auch als “Gegenspieler” von Antibiotika gesehen werden können und rezeptfrei in Apotheken und Naturshops erhältlich sind. 

Während gerade chemische Arzneimittel die Darmwände und -flora angreifen können, wirken Probiotika mit ihren natürlichen Bakterien wie Balsam für den Darm.

Wenn Probiotika über einen Zeitraum von mehreren Wochen ergänzend zur richtigen Ernährung eingenommen werden, kann auf diese Weise die natürliche Flora im Darm wiederhergestellt werden und Beschwerden wie Reizdarm, Magendruck, Völlegefühl, Blähungen oder Durchfälle gehören schnell der Vergangenheit an. 

Gesunde Ernährung – das A und O für eine natürlich regulierte Darmfunktion 

Wer eine gesunde Darmflora erhalten bzw. wiederherstellen möchte, sollte auf seine Ernährung achten und sehr bewusst essen und trinken und auf alle Signale achten, die Magen und Darm nach dem Verzehr einer Mahlzeit oder einem Getränk zurücksenden, um seinen Körperbesser kennenzulernen.  

Bei vielen Menschen wirkt sich zum Beispiel der Konsum von Koffein positiv auf die natürliche Verdauung aus, während dieser Effekt bei anderen vor allem beim Verzehr von rohem Sauerkraut, Zwiebeln oder Knoblauch auftritt.  

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel – nach einer Darmreinigung sollten Patienten deshalb für ein paar Wochen ein Ernährungstagebuch führen und die Reaktionen auf bestimmte Mahlzeiten genau festhalten.  

Im Folgenden findet sich einige Lebensmitteln, die während einer Darmsanierung grundsätzlich förderlich auf die Verdauung wirken:  

  • Zwiebeln, Lauch, rohes Sauerkraut oder alle Kohlsorten enthalten viele Balllaststoffe, die die Darmzotten aktiv werden lassen.
  • Pellkartoffeln, Fisch, Graubrot und Obstbrei fördern die Gesundheit derDarmschleimhaut. 

Zudem kann sich Sport sehr förderlich auf unsere Darmaktivitäten auswirken: wer sich ausreichend bewegt (am besten an der frischen Luft) und täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit in Form von Mineralwasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen zu sich nimmt, reguliert seine Verdauung auf natürliche Art und Weise. 

Welche Krankheiten spielen im Zusammenhang mit der Darmgesundheit eine zentrale Rolle? 

Der Zustand der Darmflora beeinflusst nicht nur die Gesundheit des Darms, sondern wirkt sich auf unser gesamtes Wohlbefinden aus. Einige Forschergruppen gehen von einem Einfluss der Darmgesundheit auf bestimmte Erkrankungen aus, so gehen z.B. Allergien, Hauterkrankungen, Infektionen der Harnröhre oder auch psychische Beschwerden sowie Stoffwechsel-Störungen mit Unregelmäßigkeiten im Verdauungstrakt einher. 

Auch gastrointestinale Erkrankungen können aufgrund von Störungen im Bereich von Dünn- und Dickdarm entstehen, weshalb die Bedeutung der Darmflora in der Humanmedizin und Biologie in den letzten Jahren einen immer größer werdenden Stellenwert eingenommen hat.  

Inzwischen wird davon ausgegangen, dass die mikrobielle Besiedelung des Darms bereits nach der Geburt elementaren Einfluss auf unsere spätere gesundheitliche Entwicklung hat. Einige Mediziner, Wissenschaftler und Experten im Bereich Naturheilkunde gehen davon aus, dass der Schlüssel für Autoimmunerkrankungen in der immunmodulierenden Wirkung der postnatalen Phase liegt. 

Wer sich selbst und die Signale rund um Magen- und Verdauungstrakt ernst nimmt, sollte zum richtigen Zeitpunkt eine systematische Darmsanierung durchführen.  

Sozialwissenschaftler und Entspannungspädagoge Tobias Bergmann:

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