August 2020 | Lesezeit 6 Minuten


Mögliche Langzeitfolgen einer Corona-Infektion 

Aufgrund der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19, auch SARS-CoV-2 genannt, steht die Welt aktuell still. Schreckliche Nachrichten und weltweit stetig wachsende Zahlen beunruhigen.

Mit der Zeit können auch mehr und mehr Informationen können über das Coronavirus gefunden werden, u.a. auch zu Langzeitfolgen, welche bei einer Corona-Infektion auftreten können. Diese können sich auf die Lunge, das Gehirn, das Herz, die Blutgefäße und weitere Bereiche auswirken.

Was das genau für den Patienten bedeutet und was wir aktuell über das Virus wissen, erfährst du in diesem Artikel! 

Mann mit Atemschutzmaske

Viele Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, leiden auch nach der akuten Infektion an Langzeitfolgen - ein Grund mehr, sich mithilfe vom Maske und Abstand zu schützen.

Was ist eine Corona-Infektion? 

Die Corona-Infektion ist  weltweit unter dem Namen Covid-19 bekannt, es handelt sich hierbei um einen Virus, welcher die Lunge befällt. In Europa trat das Virus laut WHO das erste Mal im Februar 2020 auf, ursprünglich stammt es aus China.

Coronaviren sind keine neue Entdeckung, sie wurden laut dem Robert-Koch-Institut bereits in den 1960er Jahren entdeckt. Eine Corona-Infektion kann verschiedene Symptome beim Menschen auslösen, von einer klassischen Erkältung bis hin zu schweren Atemwegserkrankungen, die auch tödlich enden können. 

Bei Covid-19 wird vermutet, dass der ursprüngliche Erreger beim Verzehr einer Fledermaus auf den Menschen übertragen wurde. Das Virus trat das erste Mal in der chinesischen Stadt Wuhan auf einem Markt auf. Hier werden regelmäßig diverse Wildtiere, wie z.B. Fledermäuse, zum Kauf angeboten, um anschließend vom Menschen verzehrt zu werden.

Die Vermutung liegt nahe, dass es dieses Virus bereits seit vielen Jahren gibt, es nun allerdings so mutiert ist, dass es den Menschen aktiv schädigt und sogar töten kann. Der offizielle Ausbruch des Virus wird auf November 2019 geschätzt. Seither verbreitet es sich über die ganze Welt.  

Aktuell liegt die Zahl der Infizierten bei rund 15,2 Millionen Menschen, davon sind 623.000 Menschen verstorben und 8,64 Millionen Menschen geheilt (Stand: 23.07.2020). Es wird vermutet, dass die Dunkelziffer noch viel höher liegt, da in vielen Dritte Welt Ländern kaum Tests durchgeführt werden und die erhöhte Sterberate nur Vermutungen zulässt. Selbst wenn eine Person genesen ist, bedeutet dies nicht, dass die Gesundheit nicht angeschlagen ist. Wie Wissenschaftler nun herausgefunden haben, kann das Virus, je nach Schwere der Infektion, diverse schlimme Langzeitfolgen für den Betroffenen nach sich ziehen. 

Langzeitfolgen hängen mit Schwere der Corona-Infektion zusammen 

Wenn ein Patient an einer Corona-Infektion leidet, bedeutet dies nicht zwingend, dass er oder sie zwingend mit Langzeitfolgen rechnen muss. Tatsache ist, dass bei den meisten Betroffenen gar keine Symptome auftreten. Dies erschwert es, das Virus einzudämmen, da man oft nicht direkt erkennt, dass man infiziert ist. 

Auch wenn eine Corona-Infektion tödlich verlaufen kann, erholen sich die meisten Menschen davon. Ob es zu Langzeitfolgen kommt, hängt mit der Schwere der Infektion zusammen. Was die genaue Bestimmung ebenfalls erschwert ist, dass es aktuell kaum wissenschaftliche Studien zum Thema gibt, da es sich um ein neues Virus handelt. 

Diese möglichen Langzeitfolgen von Corona sind aktuell bekannt 

Die Corona-Infektion greift vor allem die Lunge an, sodass hier die meisten Langzeitfolgen auftreten. Doch mit der Zeit kommen auch weitere Langzeitfolgen bei bereits betroffenen Covid-19-Patienten ans Licht, darunter Probleme mit dem Gehirn, dem Herzen, den Blutgefäßen und auch den Nieren

Nicht nur die physischen Beschwerden können dramatisch sein, auch die psychischen Folgen dürfen nicht unterschätzt werden. Viele schwer betroffene Patienten müssen über Monate hinweg im Krankenhaus bleiben und kämpfen teilweise um ihr Leben. Das ist seelisch schwer zu verarbeiten und kann zu Depressionen führen.

Im Folgenden schauen wir uns weitern möglichen Langzeitfolgen einer Corona-Infektion an. 

Corona-Langzeitfolgen in der Lunge 

Vor allem die Lunge ist bei der Corona-Infektion stark betroffen. Wenn das Organ zu stark angegriffen wird, kann es zu einer Lungenentzündung kommen. Als letzte Möglchkeit wird dann ein Beatmungsgerät eingesetzt. Dieses Gerät kann den Patienten zwar künstlich beatmen, schädigt auf Dauer jedoch die Lunge. Durch das Beatmungsgerät wird ein relativ hoher Luftdruck in die Lunge geblasen, was die Lungenkapazität langfristig stark verringert und zugleich auch wichtige Muskeln abbaut. 

Der Körper erkennt, dass er bestimmte Muskeln in der Lunge nicht mehr benötigt, da diese durch das Beatmungsgerät entlastet werden, und baut diese dann nach und nach ab. Wenn ein Mensch  zu lange an einem Beatmungsgerät angeschlossen bleibt, kann es zu einer verminderten Lungenfunktion kommen. Dies ist besonders bei älteren Menschen kritisch. 

Diese verminderte Lungenfunktion kann sich auch in Form von Kurzatmigkeit zeigen. Nicht nur das, Wissenschaftler rechnen auch damit, dass Lungenfibrose zu einer der typischen Langzeitfolgen zählt. Dabei entzündet sich das Lungengewebe, was darin resultiert, dass der Sauerstoff schlechter transportiert wird und sich die Atmungsfähigkeit eingeschränkt wird. 


Corona-Langzeitfolgen im Gehirn  

Manche Betroffene einer Corona-Infektion berichten darüber, dass sie ihren Geschmackssinn verloren haben - dies ist nicht nur ein Symptom für Covid-19, sondern zeigt zugleich auch, dass das Virus Einfluss auf unser Gehirn hat. Kopfschmerzen, Schwindel und sogar Hirnschläge können die Folge sein.

Manche Patienten verfallen auch dem „Post-Covid-Syndrom“, dies beschreibt den Zustand ständiger Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Motivationslosigkeit. 

Corona-Langzeitfolgen im Herz 

Vor allem durch die Studien in China, wo das Virus zuerst ausgebrochen ist, konnte festgestellt werden, dass bei besonders schweren Fällen auch das Herz angegriffen wird. Es werden mehr und mehr Herzmuskelentzündungen gemeldet, die zu nachhaltigen Beschwerden und einer Schädigung des Herzens führen. 

Auch in Europa und den USA sind bereits solche Fälle bekannt. Ob das Virus direkte Schuld an solchen Erkrankungen hat oder eher Entzündungen im Körper, die Schädigungen am Herzen ausgelöst haben, kann aktuell noch nicht eindeutig festgestellt werden.

Eine Covid-19 Erkrankung kann jedoch das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, prinzipiell steigern. 

Corona-Langzeitfolgen in den Blutgefäßen 

Alle Langzeitfolgen gehen mit einer Schädigung der Blutgefäße durch die Infektion einher, denn diese haben direkten Einfluss auf das Herz, die Nieren und das Gehirn.

Als Reaktion auf die Schädigung der Blutgefäße können kleine Gerinnsel entstehen, die dann die Blutversorgung zu lebenswichtigen Organen wie dem Herzen, den Nieren und dem Gehirn unterbrechen können. Die Folgen sind drastisch: es kann zu einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder auch zum Nierenversagen kommen. Generell gilt auch hier, dass die Wahrscheinlichkeit von Langzeitfolgen immer mit der Schwere der Infektion korreliert. 

Corona-Langzeitfolgen in den Nieren 

Wenn ein Patient besonders schwer an Covid-19 erkrankt ist, kann dies auch schwere Langzeitfolgen für die Nieren nach sich ziehen.

Es kann passieren, dass die Nieren so stark angegriffen werden, dass sie eine Dialyse benötigen. Ob das auch in Zukunft nach mehreren Monaten und Jahren noch der Fall ist oder ob sich die Nieren erholen, kann aktuell noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Momentan ist es leider zu früh, um genau zu bestimmen, welche Langzeitfolgen auf die Betroffenen von Covid-19 in Zukunft noch zukommen werden.  

Noch keine klaren Informationen über alle möglichen Langzeitfolgen einer Corona-Infektion 

Die Corona Infektionen begannen bereits letztes Jahr im November und verbreiteten sich rasch über die ganze Welt. Da es sich dennoch um eine recht neue Mutation des Virus handelt, kann nur spekuliert werden, auf welche Langzeitfolgen sich die Betroffenen einstellen müssen.

Es sind bereits Tendenzen zu erkennen, dass vor allem die Lunge, das Gehirn, das Herz, die Blutgefäße und die Nieren langfristig betroffen sind, doch wie gut die Heilungschancen dieser Langzeitfolgen sind, kann in so kurzer Zeit aufgrund des Mangels an wissenschaftlichen Studien noch nicht bestimmt werden. 

Vor allem der individuelle Grad der Infektion bei den Patienten bestimmt das Ausmaß der (Langzeit-)Folgen. Viele Menschen, die sich infiziert haben, melden gar keine Symptome und müssen daher auch nicht mit Folgeschäden rechnen. Für Menschen, die bereits durch andere Krankheiten geschwächt oder älter sind, können die Folgeschäden deutlich intensiver sein. 

Erst in einigen Jahren werden genaue Informationen zu den möglichen Langzeitfolgen von Corona vorliegen haben - aktuell können wir nur eins tun: Maske tragen und Abstand halten! 


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