Juni 2020 | Lesezeit 5 Minuten


Cholesterin und Tumorwachstum - Neue Studien gehen der Verbindung auf den Grund 

Krebs ist eine der Haupttodesursachen unserer Zeit.  

Laut der International Agency of Research liegt die Zahl der Krebstoten bei rund 9,56 Millionen pro Jahr (Stand 2018) - Tendenz steigend.  

Umso wichtiger sind Präventivmaßnahmen und die genaue Analyse von Ursachen und Wachstum. Vor allem die Ernährung und der Lebensstil stehen mehr und mehr im Fokus, um das Wachstum von Tumoren einzuschränken. 

Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht jeder Tumor in Krebs resultiert, vielmehr handelt es sich hierbei um eine Geschwulst, welche sich in verschiedenen Bereichen des Körpers bilden kann, beispielsweise der Brust, den Lymphknoten, dem Darm und auch den Lungen 

Es wird zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren unterschieden. Die bösartigen sind dabei zu Krebs mutiert und greifen den Körper an. Gutartige Tumore sind neutral, können sich allerdings mit der Zeit bösartig entwickeln, sodass sie in den meisten Fällen chirurgisch entfernt werden. 

Cholesterinreiche Lebensmittel

Die meisten finden sie lecker, doch leider können sie im Übermaß extrem ungesund sein: Cholesterinreiche Lebensmittel

Starker Anstieg des Wachstums von Tumoren durch cholesterinhaltige Ernährung 

Die Wissenschaft legt den Fokus vor allem auf die Ursachen für die Bildung von Tumoren sowie Faktoren, die deren Wachstum begünstigen.

An der University of California in Los Angeles wurde eine Studie durchgeführt, welche cholesterinhaltige Ernährung mit erhöhten Tumorwachstum in Verbindung bringt. Hierbei wurde unter der Leitung von Peter Tontonoz festgestellt, dass eine Ernährung mit viel Cholesterin das Tumorwachstum um das bis zu 100-fache erhöhen kann. 

Der Unterschied zwischen gutartigem und bösartigem Tumor 

Nicht jeder Tumor führt zwangsläufig zu einer Krebserkrankung. Die Art des Tumors entscheidet in der Regel über weitere Behandlungswege und Krankheitsverlauf. 

Im Folgenden findest du die wichtigsten Informationen zu bösartigen und gutartigen Tumoren. 

Bösartige Tumore 

Wenn ein Tumor in einem bestimmten Bereich des Körpers entsteht sich und dann über diesen Bereich hinaus verbreitet, sprechen die Ärzte von einem bösartigen Tumor bzw. von Krebs. Die Krebszellen können sich in diesem Fall durch Blutbahnen im ganzen Körper verbreiten und es kann zu Metastasen kommen.  

Metastasen sind Krebszellen, die diverse Bereiche des Körpers angreifen. Sie werden durch die Blutgefäße nicht nur transportiert, sondern zugleich auch ernährt, denn sie können dem Blut Sauerstoff, Glukose und Hormone entziehen. Es gibt allerdings auch bösartige Tumore, bei denen keine Metastasen vorliegen. In diesem Fall sind die Heilungschancen - je nach Krebsart - besser als bei Tumoren mit Metastasen. 

Gutartige Tumore 

Gutartige Tumore kommen in vielen Größen vor und können in manchen Fällen auch spezielle Bezeichnungen tragen - im Falle von gutartigen Tumoren in der Brust gibt es zum Beispiel die Fibroadenome. Diese zeigen sich in Form von Knoten in der Brust.

Sehr viele Frauen entdecken in ihrem Leben mindestens einmal einen Knoten in der Brust, doch obwohl Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen ist, sind die meisten Tumore gutartig. Solche gutartigen Tumore können sich auch als Zysten und Milchgangspapillome zeigen. 

In welchen Lebensmitteln ist Cholesterin enthalten? 

Nach diesem Aufsehen erregenden Studienergebnis sollte man sich informieren, in welchen Lebensmitteln besonders viel Cholesterin enthalten ist. Besonders die westliche Ernährungsweise beinhaltet durch die großen Massen an kalorienreichen tierischen Lebensmitteln viel Cholesterin. 

Dies sind einige Beispiele für besonders cholesterinreiche Lebensmittel: 

  • - Hühnerei mit rund 400 Milligramm Cholesterin 
  • - 100 Gramm Schweineleber mit rund 370 Milligramm Cholesterin 
  • - 100 Gramm frittierter Tintenfisch mit rund 260 Milligramm Cholesterin 
  • - 100 Gramm Butter mit rund 200 bis 230 Milligramm Cholesterin 
  • - 100 Gramm Räucheraal mit rund 160 bis 165 Milligramm Cholesterin 

Erhöhtes Krebsrisiko durch Cholesterin  

Tumor bedeutet nicht gleich Krebs, in diversen Studien konnte jedoch eine Verbindung zwischen Cholesterin-Konsum und Krebs festgestellt werden. 

Auch Peter Tontonoz hat Tierversuche mit Mäusen durchgeführt - hierbei wurde einer Gruppe von Mäusen cholesterinreiches Futter verabreicht und eine zweite Gruppe Mäuse bekam klassisches cholesterinarmes Futter.

Das Resultat war, dass man in der Gruppe mit erhöhtem Cholesterin-Konsum ein vermehrtes Tumorwachstum feststellen konnte. Nicht nur das, zudem stellten die Wissenschaftler auch fest, dass es zu einer Ausdehnung der Eingeweide sowie des Dickdarms kam, was ebenfalls das Wachstum von Tumoren, vor allem im Dickdarm, unterstützt. Dickdarm-Krebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen unter Männern. 

Wie viel Cholesterin darf pro Tag konsumiert werden? 

Da ein erhöhter Cholesterinspiegel nicht nur zu einem schnelleren Tumorwachstum führen kann, sondern auch ein großer Risikofaktor für Herzerkrankungen ist, sollte so wenig Cholesterin wie möglich konsumiert werden.

Ein erhöhter Cholesterinspiegel zeigt sich in starken Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße, welche diese auf Dauer schädigen und was viele weitere negative Folgen nach sich ziehen kann.

Doch bedeutet das, dass auf viele Lebensmittel verzichtet werden muss? 

Die Antwort lautet: Zumindest nicht komplett. Laut der Deutschen Herzstiftung können pro Tag rund 250 bis 300 Milligramm Cholesterin konsumiert werden, leider ist man mit einem Hühnerei, welches rund 400 Milligramm Cholesterin enthält, bereits weit über diesem Wert. 

Um auf eine cholesterinarme Ernährung zu setzen, muss nicht auf tierische Produkte verzichtet werden - wenn man jedoch erhöhte Cholesterinwerte hat, sollte man den Konsum von tierischen Produkten nach Möglichkeit so weit wie möglich einschränken.

Zudem gibt es Nahrungsmittel, wie z.B. Oliven- oder Rapsöl, denen nachgesagt wird, dass sie durch die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren und Polyphenole den Cholesterinspiegel senken. 

Hier sind einige Beispiele für cholesterinarme Lebensmittel: 

  • - 100 Gramm Vollkornbrot enthalten rund 1 Milligramm Cholesterin 
  • - 100 Gramm Magerquark enthalten rund 14 Milligramm Cholesterin 
  • - 100 Gramm Pute enthalten rund 43 Milligramm Cholesterin 
  • - 100 Gramm Forelle enthalten rund 59 Milligramm Cholesterin 
  • - 100 Gramm Hähnchen enthalten rund 60 Milligramm Cholesterin 

Weitere Ursachen, die für die Entstehung von Tumoren verantwortlich sein können: 

Die genauen Ursachen für ein Tumorwachstum sind nicht immer klar, denn es gibt viele Einflüsse, die eine solche Mutation auslösen können.  

Ein Tumor kann prinzipiell in jedem Alter entstehen - die Mehrzahl der Tumore wird zurzeit noch bei Betroffenen im höheren Alter festgestellt, jedoch kommen Tumore auch immer öfter bei jüngeren Personen vor.

Die folgende Übersicht beinhaltet einige Faktoren, von denen bekannt ist, dass sie die Entstehung von Tumoren begünstigen können: 

  • - Vererbung bzw. genetische Veranlagung 
  • - Rauchen 
  • - Starker Alkoholkonsum 
  • - Ungesunde Ernährung 
  • - Bewegungsmangel 
  • - zu viel Sonnenlicht 
  • - Infektionen 
  • - Stress 
  • - Hormonelles Ungleichgewicht 

Vorsorge aufgrund neuester Erkenntnisse hinsichtlich des Cholesterinspiegels 

Mit Millionen Neuerkrankungen jährlich ist Krebs und vor allem die Krebsvorsorge ein wichtiges Thema in dem Alltag vieler Menschen.  

Besonders, wenn es bereits Fälle von Krebs in der eigenen Familie gibt, steigt die Wahrscheinlichkeit, mit der Zeit selbst an Krebs zu erkranken. Vorsorge ist dabei der beste Weg, um dies auf lange Sicht zu vermeiden.  

Neben einem gesunden Lebensstil mit viel Bewegung und Sport ist ebenfalls eine ausgewogene Ernährung mit wenig Fast Food und fettigen Lebensmitteln sehr zu empfehlen und selbstverständlich sollte auch auf das Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet werden.  

Je nachdem, welcher Krebs in der Familie schon vorgekommen ist, kann die Krebsprävention auch fokussierter erfolgen - hierfür sollte ein Arzt aufgesucht werden, der sich gut mir Krebserkrankungen auskennt und die genauen Optionen aufzeigen kann. 

Welche Konsequenzen sollten aus den Forschungsergebnissen gezogen werden?

Auf den ersten Blick ist es schockierend, wie groß die Auswirkungen von Cholesterin auf das Krebsrisiko sind. Sehr viele Lebensmittel, die für viele Menschen ganz selbstverständlich zur täglichen Ernährung gehören, enthalten kritische Mengen an Cholesterin – besonders bedenklich ist hierbei, dass uns diese Lebensmittel durch allgegenwärtige Werbung als unverzichtbar oder sogar als gesund verkauft werden sollen. 

Für den Verbraucher sollte beim Kauf eindeutig erkennbar sein, ob es sich bei verschiedenen Produkten um gesunde oder ungesunde Lebensmittel handelt – notfalls sollte der Staat, der durch zu hohen Cholesterin-Konsum auch eine große Belastung der Gesundheitssysteme und damit hohe Kosten zu verzeichnen hat, für eine entsprechende Kennzeichnung sorgen. 

Tatsache ist allerdings auch, dass Forscher und Wissenschaftler durch diese neuen Erkenntnisse mehr über die Entstehung und das Wachstum von Tumoren erfahren haben und mit diesem neuen Wissen daran arbeiten können, eine passende Behandlung bzw. Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.  

Am wichtigsten (und auch am kostengünstigsten für alle Beteiligten) ist es jedoch, beim Konsumenten ein Bewusstsein für gesunde und cholesterinarme Ernährung zu schaffen, um das Risiko für eine Krebserkrankung von vornherein so gering wie möglich zu halten.  

Zudem liegt die größte Macht beim Verbraucher – wenn cholesterinreiche Lebensmittel weniger nachgefragt werden, müssen Lebensmittelkonzerne ihr Angebot langfristig entsprechend umstellen und gesündere Alternativen anbieten, um wirtschaftlich weiterhin erfolgreich zu bleiben. 

Auf diese Art und Weise können wir alle unseren Beitrag zur Krebsprävention leisten.

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