Zuletzt aktualisiert: August 2021

CBD während der Wechseljahre

Die Wechseljahre oder das Klimakterium sind eine ganz spezielle Phase im Leben jeder Frau. Mit zunehmendem Alter sinken die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron ab, bis schließlich die letzte Periodenblutung auftritt, die man auch als Menopause bezeichnet. Der Körper verändert sich in diesem Zeitraum sehr stark, sodass auch Beschwerden auftreten können.

Viele Frauen möchten ihre Beschwerden mit pflanzlichen Mitteln lindern, wobei auch CBD in diesem Zusammenhang eine immer wichtigere Rolle spielt. Da Cannabidiol mit dem Endocannabinoid-System interagiert, soll CBD die typischen Wechseljahres-Symptome mildern.

Welche typischen Symptome treten in den Wechseljahren auf?

In den Wechseljahren verändert sich der Körper, worauf Frauen ganz unterschiedlich reagieren. Manche haben während dieser Zeit keinerlei Probleme, andere haben leichte Beschwerden, für die aber keine Behandlung erforderlich ist.

Es gibt aber auch Frauen, die an starken Wechseljahres-Beschwerden leiden. Mediziner bezeichnen die typischen Symptome der Wechseljahre als "klimakterisches Syndrom", zu dem Beschwerden wie Lustlosigkeit, Kopfschmerzen, seelische Verstimmungen, Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche, Blasenbeschwerden, Herzrasen, Schwindel und Hitzewallungen zählen.

Über einen langen Zeitraum wurden zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden vorwiegend Hormone eingesetzt. Diese werden dem Körper entweder über die Haut, durch Spritzen oder Tabletten zugeführt.

Die Einnahme von Hormonen kann allerdings gravierende Nebenwirkungen haben. So erhöht sich beispielsweise das Risiko für Schlaganfälle und Brustkrebs sowie die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden. Ebenso steigt das Thromboserisiko sowie das Risiko für Osteoporose.

Hormone sollten daher nur bei sehr starken Symptomen eingesetzt werden und eine Therapie sollte man nur so lange wie notwendig durchführen. Eine automatische Hormonverabreichung ist abzulehnen, da die gesundheitlichen Risiken sehr hoch sind. Neben verschiedenen pflanzlichen Produkten wird daher auch CBD für die Linderung von Symptomen in den Wechseljahren immer wichtiger.

CBD und seine Inhaltsstoffe

CBD ist ein Auszug aus dem Hanf, verfügt aber im Gegensatz zu THC über keinen berauschenden Effekt. Bereits vor Jahrtausenden setzte man Hanfextrakte als Heilmittel ein, verfügt die Pflanze doch über unzählige Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Proteine. Darüber hinaus sind im Hanf auch Flavonoide, Cannabigerol, Cannabichromen, Terpene sowie Cannabinol enthalten. Für die Forschung ist vor allem der Inhaltsstoff Cannabidiol interessant, der unzählige positive Eigenschaften hat. Frauen, die in den Wechseljahren unter verschiedenen Beschwerden leiden, könnten daher ebenfalls davon profitieren.

Die Wirkung von CBD in den Wechseljahren

Tiere und Menschen besitzen ein sogenanntes Endocannabinoid-System mit zwei unterschiedlichen Rezeptoren. Noch weiß man nicht genau, welche Rolle dieses System im Organismus spielt, man hat allerdings herausgefunden, dass es Einfluss auf verschiedenste Körperfunktionen hat und auch in der Lage ist, Botenstoffe zu aktivieren. Darüber hinaus hat man in Studien herausgefunden, dass CBD im Organismus eine schmerzstillende bzw. entzündungshemmende Wirkung entfaltet.

Diese Wirkung könnte auch in den Wechseljahren sehr hilfreich sein, leiden doch sehr viele Frauen in dieser Zeit an Angst, Schlafstörungen bzw. nervösen Zuständen. Eine weitere These besagt, dass das Endocannabinoid-System auch Einfluss auf die weibliche Fruchtbarkeit hat.

In den Wechseljahren könnte sich dieses System grundlegend verändern, wobei vor allem das Hormon Östrogen eine wesentliche Rolle dabei spielt. Östrogen ist an der reibungslosen Funktion des Endocannabinoid-Systems beteiligt und soll es dazu anregen, dass emotionale Reaktionen reguliert werden. In den Wechseljahren wirken weniger Östrogene auf das System ein, sodass es dann zu den typischen Beschwerden kommt.

Bis dato gibt es zu diesem Thema aber noch keine spezifischen Studien, sodass auch kein Wirkversprechen bezüglich der Beschwerden in den Wechseljahren gegeben werden darf.

Können die Symptome der Wechseljahre mit CBD-Öl behandelt werden?

Obwohl verschiedene Thesen zur Wirkung von CBD in den Wechseljahren erst durch genauere Untersuchungen belegt werden müssen, könnte es Frauen im Wechsel bei Hitzewallungen, Schlafproblemen, Schmerzen, Knochendichteverlust bzw. bei Stimmungsschwankungen unterstützen.

Da sich die hormonelle Lage in den Wechseljahren verändert, haben viele Frauen mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Nicht selten treten in diesem Zusammenhang auch Angstgefühle auf, denn die Beschwerden sind ungewohnt und der Körper zahlreichen Veränderungen unterworfen.

CBD-Öl könnte hier hilfreich sein, um Angstgefühle zu mildern bzw. die Stimmung wieder zu heben. Die angstlösenden Eigenschaften von Cannabidiol konnte man in verschiedenen Studien bereits bestätigen.

Erfahrungen mit CBD-Öl in den Wechseljahren

Zum Thema CBD und Wechseljahre gibt es nur wenige Erfahrungsberichte. Interessierte erhalten aber mehr Resultate, wenn man nach speziellen Symptomen sucht, die in den Wechseljahren auftreten können.

Viele Menschen berichten beispielsweise, dass ihnen CBD bei Angstgefühlen, Schlafproblemen bzw. bei nervösen Zuständen sehr gut helfen konnte. Wer herausfinden möchte, welchen Effekt CBD in den Wechseljahren haben könnte, sollte es am besten selbst testen. Da CBD-Öl ein Nahrungsergänzungsmittel ist, dürfen keinerlei Heil- bzw. Wirkversprechen gemacht werden.

Die richtige Dosierung

CBD-Produkte sind in unterschiedlichen Formen erhältlich. Dazu zählen CBD-Cremes, CBD-Liquids, CBD-Lebensmittel, CBD-Pastillen, CBD-Kapseln bzw. CBD-Öl.

Die meisten verwenden gerne das CBD-Öl, weil es in der Dosierung sehr einfach ist und keinerlei Zusatzstoffe in ihm enthalten sind. Darüber hinaus hält die Wirkung auch etwas länger an als beispielsweise bei Vape-Konzentraten, die man einatmen muss.

CBD-Öl kann ganz individuell dosiert werden. Da keine Dosierungsempfehlung abgegeben werden kann, ist es notwendig, selbst herauszufinden, wie viel Tropfen zum gewünschten Erfolg führen.

Zu Beginn sind einige Tropfen des Öls ausreichend, verträgt man das Produkt gut, kann man die Dosierung nach etwa sieben Tagen langsam steigern.

Bewährt hat sich vor allem die sublinguale Anwendungsform, wobei man hier einige Tropfen des Öls unter die Zunge gibt. Anschließend wartet man etwa zwei Minuten, damit die Inhaltsstoffe auch gut über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können. Erst dann sollte man die Reste des Produkts hinunterschlucken und im optimalen Fall auch ungefähr 20 Minuten auf Getränke bzw. Essen verzichten.

Können bei einer Einnahme von CBD auch Nebenwirkungen auftreten?

Medikamente, die gegen Wechseljahresbeschwerden eingenommen werden, haben oftmals ziemlich starke Nebenwirkungen. CBD ist hingegen nebenwirkungsarm. Vereinzelt kann es zu einem trockenen Mund, Benommenheit oder Schläfrigkeit kommen, außerdem sollten Personen mit niedrigem Blutdruck diesen regelmäßig kontrollieren lassen.

Des Weiteren hat CBD auch Einfluss auf körpereigene Enzyme. Dadurch können Medikamente eine schwächere bzw. stärkere Wirkung haben. Daher sollten vor einer Einnahme von CBD mögliche Wechselwirkungen beachtet werden.

CBD interagiert vor allem mit Neuroleptika, Schmerzmitteln, Gerinnungshemmern bzw. Säurehemmern. Darüber hinaus kann auch eine Kombination aus CBD und anderen pflanzlichen Mitteln Wechselwirkungen hervorrufen. Als Folge davon tritt häufig eine gesteigerte Schläfrigkeit auf, die natürlich eine Belastung für den Alltag darstellt. Sicherheitshalber sollte man CBD nicht mit Produkten, die Melatonin, Johanniskraut, L-Tryptophan, Hopfen, Kava bzw. Katzenminze enthalten, kombinieren.

Fazit zu CBD in den Wechweljahren

In den Wechseljahren verändert sich der weibliche Körper, was aber keine Panik hervorrufen sollte. Wer unter Beschwerden wie Stimmungsschwankungen oder Hitzewallungen leidet und nicht auf Hormone zurückgreifen möchte, kann zur Symptomlinderung CBD einnehmen.

Bis dato existieren zwar nur wenige Studien mit aussagekräftigen Ergebnissen, zahlreiche Anwenderinnen berichten aber von den positiven Effekten, die CBD in den Wechseljahren bietet. Da Cannabidiol auch sehr nebenwirkungsarm ist, ist die Einnahme auf jeden Fall einen Versuch wert.

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