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CBD/Hanftee und seine Anwendung

In der Hanfpflanze sind insgesamt 500 unterschiedliche Substanzen enthalten.

Besonders wertvoll sind die darin enthaltenen Cannabinoide, wobei Forscher bislang über 100 davon identifizieren konnten. Cannabinoide wie zum Beispiel Cannabidiol (CBD) sind dafür verantwortlich, dass Hanfextrakte eine sehr positive Wirkung haben. Dabei können die Inhaltsstoffe entweder oral eingenommen oder verdampft bzw. geraucht werden.

Für die orale Einnahme ist Hanftee sehr gut geeignet. Allerdings sollte man bei der Zubereitung auch einige Dinge beachten.

Hanftee und Inhaltsstoffe

Für die Zubereitung von Hanftee werden die Blätter bzw. die Blüten der Pflanze verwendet. Damit dies auch legal ist, nimmt man für den Anbau bzw. für die Produktion THC-arme Nutzhanfpflanzen.

Tee ist eines der ältesten Heißgetränke, das man in China schon vor rund 5000 Jahren konsumierte. Da in der Hanfpflanze sehr wertvolle Inhaltsstoffe enthalten sind, liegt es nahe, aus den Blättern und Blüten einen Tee herzustellen.

Menschen, die Interesse an Hanftee haben, wollen vor allem von den Cannabinoiden, die in der Pflanze enthalten sind, profitieren.

Darüber hinaus enthält Hanf aber auch Flavonoide (Farbstoffe) bzw. Terpene (Aromastoffe).

Den sekundären Pflanzenstoffen sagt man verschiedenste Schutzwirkungen nach, die im Hanftee eine wesentliche Rolle einnehmen. Im Hanftee sind vorwiegend folgende Flavonoide zu finden:

  • Vitexin (kardioprotektiv, antientzündlich)
  • Kampferol (antibakteriell, antiviral, antientzündlich)
  • Orientin (antioxidativ, antibakteriell, antiviral, antidepressiv, neuroprotektiv, kardioprotektiv)
  • Quercetin (antiallergisch, kardioprotektiv, antientzündlich)
  • Luteolin (leberprotektiv, antidiabetisch, kardiotonisch)
  • Apigenin (antidiabetisch, antiviral, antientzündlich)

Sind im Hanftee CBD und THC enthalten?

Sowohl Cannabidiol (CBD) als auch Tetrahydrocannabinol (THC) sind Cannabinoide. Beide Substanzen haben auch eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit.

Beim Hanftee ist allerdings zu beachten, dass THC und CBD darin zunächst nicht enthalten sind. Das ist darauf zurückzuführen, dass Cannabinoide im Wasser nicht löslich sind. Stattdessen ist im Heißgetränk Cannabidiolsäure (CBDa) zu finden, eine Vorstufe von Cannabidiol. Mittels Decarboxylierung kann man aber dennoch von CBD profitieren.

Die richtige Zubereitung von Hanftee

Wer sich bei der Zubereitung von Hanftee auf die Vorstufen von Cannabinoid konzentriert, nimmt einfach einen Löffel des Tees und übergießt ihn mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Anschließend sollte das Heißgetränk zehn bis 15 Minuten ziehen.

Nach dem Ziehen ist die Hauptsubstanz des Tees in diesem Fall CBDa. Sollten im Tee aber THC bzw. CBD enthalten sein, so müssen diese Substanzen mittels Decarboxylierung aktiviert werden.

Das Ziel dabei ist, die Vorstufen THCA bzw. CBDA in die Reinformen THC bzw. CBD umzuwandeln. Dafür müssen zwei Dinge beachtet werden: Hitze sowie Zeit.

Grundsätzlich kann man dabei zwischen zwei unterschiedlichen Methoden unterscheiden:

Decarboxylierung vor der Teezubereitung

Bei dieser Methode legt man die Cannabisblüten ungefähr zehn Minuten lang bei 140 Grad in den Backofen. Anschließend kann man sie mit kochendem Wasser übergießen und etwa 15 Minuten ziehen lassen.

Decarboxylierung bei der Zubereitung des Tees

Alternativ dazu kann man die Cannabisblüten in einem geschlossenen Topf erhitzen, wobei man dafür die kleinste Herdstufe wählen sollte. Das Verfahren nimmt etwa eine Stunde in Anspruch, anschließend siebt man die Pflanzenbestandteile heraus und kann dann den Tee genießen.

Bei beiden Methoden sollte man das Teewasser vor dem Kochen mit etwas Kokosöl oder Sahne anreichern, denn dadurch werden die fettlöslichen Cannabinoide vom Körper besser absorbiert.

Welche positiven Effekte hat der Konsum von Hanftee?

Cannabinoide verfügen über unterschiedliche Eigenschaften. So wirkt Cannabidiol angstlösend, entkrampfend, entzündungshemmend bzw. schmerzlindernd. Daher sind die Pflanzenextrakte vor allem für Menschen mit Schlafproblemen, Angststörungen oder chronischen Schmerzen interessant.

Darüber hinaus unterstützt Hanftee die Selbstheilungskräfte bzw. das Immunsystem, er kann Krämpfe lösen bzw. zur Schmerzlinderung beitragen.

Des Weiteren regt er den Appetit an und reduziert Übelkeit bzw. Erbrechen. Zu beachten ist, dass die potentielle Wirkung eines Hanftees erst ungefähr nach 30 bis 90 Minuten einsetzt.

Hanftee hat keinen psychoaktiven Effekt, da THC nur in sehr geringen Spuren zu finden ist.

Vorteile von CBD-Tee

Durch seine Darreichungsform trägt Hanftee zur Entspannung bei, denn bereits die Zubereitung kann wie ein Ritual gestaltet werden, dass bei Schlafproblemen bzw. Anspannung helfen kann. Außerdem eignet sich CBD-Tee sehr gut für Menschen, die keine Kapseln schlucken bzw. die Bestandteile der Pflanze nicht über die Lunge aufnehmen möchten.

CBD-Tee und rechtlicher Status

Die Rechtslage für CBD-Tee ist eindeutig geklärt, erlaubt sind nur Sorten, in denen nur geringe Spuren von THC enthalten ist. Damit das gewährleistet werden kann, verwendet man THC-arme Nutzhanfpflanzen. Dafür gibt es in der EU spezielle Sorten, die von Landwirten angebaut werden dürfen. Sie haben einen THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent, sodass man daraus auch Hanftee herstellen kann.

Worauf sollte man beim Kauf von CBD-Tee achten?

Nicht nur die Dosis ist entscheidend dafür, ob ein CBD-Tee den gewünschten Effekt entfaltet. Bereits vor dem Kauf kann man sicherstellen, dass man auch zu einem guten Tee greift.

Je nach Hanfsorte kann auch der Cannabidiol-Gehalt unterschiedlich sein. Daher sollte man darauf achten, dass im Tee mindestens 1,5 Prozent Cannabidiol zu finden sind.

Des Weiteren sollte man auch Sorten aus biologischem Anbau bevorzugen, da hier auf Pestizide verzichtet wird, die zu einer Verunreinigung führen können.

Wichtig ist auch, dass regelmäßige Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Prüft man den Hanftee auf Reinheit und Unbedenklichkeit, so kann dadurch für zusätzliche Sicherheit gesorgt werden.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Qualitäskriterien:

  • CBD-Tee sollte zumindest über 1,5 Prozent Cannabidiol verfügen
  • Darüber hinaus sollten auch Qualitätsprüfungen durchgeführt werden und im Tee sollten keine Verunreinigungen zu finden sein.
  • Des Weiteren sollte ein Hanftee auch über wenig Samen und viele Blüten verfügen.

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