Zuletzt aktualisiert: August 2021

CBD gegen Demenz

Bei einer Demenz nimmt die Leistung verschiedener Gehirnfunktionen, wie zum Beispiel dem Gedächtnis, ab, wobei vorwiegend die kognitiven Fähigkeiten davon betroffen sind.

Die Patienten haben dann Schwierigkeiten, etwas zu planen, zu lernen oder verlieren sehr leicht die Orientierung. Darüber hinaus können aber auch die sozialen und emotionalen Fähigkeiten davon betroffen sein.

Sehr häufig treten auch Gemütsschwankungen bzw. Persönlichkeitsveränderungen auf. Die Erkrankung stellt sowohl für die Betroffenen als auch für deren Angehörige eine sehr große Herausforderung dar und beeinträchtigt die Lebensqualität massiv.

Als unterstützende Maßnahme greift man immer häufiger auch zu CBD, da der Hanfpflanzen-Extrakt eine positive Wirkung auf das Nervengewebe bzw. die kognitiven Leistungen hat.

Hanf - eine wirksame Heilpflanze

Hanf wird schon seit sehr langer Zeit als Heilpflanze eingesetzt. Neben Fettsäuren, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen enthält Hanf auch Flavonoide, Cannabigerol, Cannabichromen, Terpene sowie Cannbinol.

Vor allem der Wirkung von Cannabidiol wird in der Forschung sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet, wobei für Demenzkranke vorwiegend das nervenschützende Potential von Interesse ist.

Demenz und das Endocannabinoid-System

Jeder von uns verfügt über ein Endocannabinoid-System, das zahlreiche Botenstoffe aktivieren und Körperfunktionen beeinflussen kann.

In zahlreichen Studien wurde untersucht, welche Bedeutung CBD für den menschlichen Körper haben könnte. Dabei hat man herausgefunden, dass CBD an die zwei Rezeptoren CB1 bzw. CB2 andocken kann.

Darüber hinaus hat CBD auch eine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, kann Schmerzen lindern bzw. Entzündungen hemmen.

Man geht davon aus, dass bei Demenz Entzündungen im Nervengewebe auftreten und fand außerdem heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen der Nervenentzündung und dem Endocannabinoid-System gibt.

Bei Alzheimer-Patienten konnte man zudem eine Veränderung im Endocannabinoid-System feststellen, wobei vor allem die beiden Rezeptoren eine spezielle Rolle dabei spielen. Einige Wissenschaftler sind daher der Ansicht, dass die Krankheit mit dem Endocannabinoid-System eng in Verbindung steht.

CBD und seine Wirkung bei Demenz

Natürlich stellt sich nun die Frage, ob man Cannabidiol bei Demenz unterstützend einsetzen kann.

Cannabidiol ist ein Naturextrakt und kein Medikament. CBD ist als Nahrungsergänzungsmittel am Markt erhältlich, sodass man weder Wirk- noch Heilversprechen abgeben darf.

Bisher ist Demenz eine unheilbare Erkrankung, was auch durch die Gabe von CBD nicht verändert werden kann. Allerdings könnte Cannabidiol eine positive Wirkung auf das Gehirn bzw. auf den gesamten Organismus haben.

Eine Entzündung ist ein Alarmsignal des Körpers und sie kann, wenn sie länger anhält, freie Radikale hervorrufen. Auch die sogenannten reaktiven Sauerstofftypen zählen dazu. Darüber hinaus können reaktive Sauerstofftypen auch durch das körpereigene Eiweiß Beta-Amyloid hervorgerufen werden.

Dadurch gehen wichtige Neuronen und Synapsen im Gehirn verloren, wodurch es dann zu neurologischen Beschwerden kommt. CBD könnte diesen negativen Effekt umkehren, was auch Studien, die zu diesem Thema durchgeführt wurden, gezeigt haben.

So hat man beispielsweise festgestellt, dass CBD das Nervengewebe schützt. Darüber hinaus nimmt man an, dass CBD das Potential hat, das Nervengewebe-Wachstum anzuregen, was auf die entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften zurückzuführen ist.

Für Alzheimer-Patienten ist das eine sehr interessante Vermutung, da das Nervengewebe bei dieser Erkrankung im Laufe der Zeit ungebremst wächst.

Allerdings muss auch festgehalten werden, dass man noch immer nicht eindeutig weiß, welche Prozesse bei Demenz genau ablaufen.

Erfahrungen zum Einsatz von CBD-Öl bei Demenz

Derzeit gibt es noch keine Berichte darüber, wie CBD bei Demenz genau wirkt. Das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich die Patienten im Internet nicht mitteilen.

Sehr gute Erfolge wurden aber bereits bei anderen alterstypischen Krankheiten wie Arthrose oder Gicht erzielt.

Richtige Dosierung von CBD

Für Patienten mit Demenz ist vor allem CBD-Öl sehr gut geeignet, da man dieses sehr einfach einnehmen kann. Außerdem kann die Dosis problemlos angepasst werden. Das ist deshalb wichtig, da es bei Demenz keine Empfehlung für die Dosis gibt, die auch allgemein gültig wäre.

Grundsätzlich wird dazu geraten, nicht mehr als 25 mg CBD pro Tag einzunehmen. Das sind ungefähr 15 Tropfen eines 5-prozentigen Öls bzw. 7 Tropfen eines 10-prozentigen Öls.

Ein weiterer positiver Effekt des Öls ist, dass es keinerlei unerwünschte Aromen und Zusatzstoffe enthält. Des Weiteren soll auch die Wirkung über einen längeren Zeitraum anhalten.

Die Patienten sollten allerdings etwas Geduld haben, da die Wirkung von CBD normalerweise erst nach einem Monat eintritt.

Wie wird CBD-Öl am besten eingenommen?

Besonders bewährt hat sich die sublinguale Anwendungsform. Dafür gibt man einige Tropfen des Öls für ein bis zwei Minuten unter die Zunge, bevor man die Reste des Produkts dann hinunterschluckt. Das ist wichtig, da die Mundschleimhaut dann genug Zeit hat, um die Inhaltsstoffe aufzunehmen.

Zusätzlich dazu kann man auch noch 20 Minuten lang auf die Einnahme von Getränken bzw. Lebensmitteln verzichten.

Können durch die Einnahme auch Nebenwirkungen auftreten?

CBD gilt - verglichen mit anderen Arzneimitteln - als äußerst nebenwirkungsarm. Als mögliche Nebenwirkungen können ein trockenes Mundgefühl, Benommenheit oder Schläfrigkeit auftreten.

Darüber hinaus nimmt man auch an, dass durch die Einnahme von Cannabidiol auch der Blutdruck sinken kann. Aus diesem Grund sollten Personen, die einen niedrigen Blutdruck haben, besonders gut auf ihre Werte achten.

Zudem wird erforscht, ob CBD möglicherweise auch eine negative Wirkung auf die Glaukomerkrankung haben könnte.

Des Weiteren sollte auch auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten geachtet werden. CBD kann einen Einfluss auf körpereigene Enzyme haben, wodurch andere Medikamente entweder eine schwächere oder eine stärkere Wirkung haben. Wenn sich die Patienten diesbezüglich nicht sicher sind, sollte man vor der Einnahme von CBD einen Arzt um Rat fragen.

CBD interagiert dabei vor allem mit Neuroleptika, Schmerzmitteln, Gerinnungshemmern bzw. Säurehemmern. Zudem kann auch die Wirkung von anderen Nahrungsergänzungsmitteln beeinflusst werden. Deshalb sollte man während einer Einnahme von CBD auf Melatonin, Johanniskraut, L-Tryptophan, Hopfen, Kava bzw. Katzenminze verzichten.

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