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CBD bei Schmerzen

Zahlreiche Menschen sind vorübergehend von Schmerzen betroffen, weit verbreitet sind aber auch chronische Schmerzzustände, wobei hier die Schmerzen nicht nur ein Symptom darstellen, sondern eine eigene Erkrankung, die man auch als Schmerzsyndrom oder Schmerzkrankheit bezeichnet.

Vor allem im Kopf- und Rückenbereich treten chronische Schmerzen sehr häufig auf, aber auch Nervenschmerzen sind weit verbreitet.

Bei chronischen Schmerzen wird sehr häufig eine sogenannte multimodale Therapie verordnet, das heißt, man kombiniert unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten und Fachdisziplinen miteinander.

Auch CBD wird sehr oft als begleitende Maßnahme empfohlen, da es Einfluss auf das Endocannabinoid-System hat, sodass die Schmerzweiterleitung gehemmt wird.

CBD-Öl bei Schmerzzuständen

Cannabidiol zählt zu den sogenannten Cannabinoiden und hat einen entzündungshemmenden, entspannenden und krampflösenden Effekt.

CBD gewinnt man aus dem weiblichen Nutzhanf und in den letzten Jahren haben sich auch verschiedene Studien damit beschäftigt, wie CBD in der Schmerztherapie eingesetzt werden kann.

CBD ist ein Nahrungsergänzungsmittel und daher frei verkäuflich. Es kommt gerne bei allgemeinen Schmerzen zum Einsatz, wirkt aber auch spezifisch bei Menstruationsbeschwerden, Fibromyalgie, Arthritis, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen bzw. Migräne.

Bisher konnte die Wirkung von Cannabidiol noch nicht vollständig entschlüsselt werden, einige Theorien konzentrieren sich aber auf die Wirkung von CBD bei Schmerzzuständen.

CBD kann sich an unser Endocannabinoid-System binden und die CB2-Rezeptoren anregen, die für das Immunsystem eine wichtige Rolle spielen.

Durch die Einnahme von CBD könnten so auch Schmerzen und Entzündungen gehemmt werden. Eine weitere Theorie geht davon aus, dass CBD die Produktion von körpereigenen Cannabinoiden aktivieren kann, was ebenfalls Entzündungen und Schmerzen entgegenwirkt.

Schmerzen entstehen vor allem dann, wenn im Körper nicht genügend Anandamid vorhanden ist. Anandamid ist ein körpereigenes Endocannabinoid, das man vor zehn Jahren entdeckte.

Bis dato weiß man nicht genau, wofür unser Organismus Anandamid benötigt. Man nimmt jedoch an, dass es den Appetit und die Schmerzregulierung beeinflusst. Wird CBD eingenommen, so könnte der Anandamid-Abbau im Organismus verhindert werden.

Derzeitige Studienergebnisse zur Wirkung von CBD

In einigen Studien wurde bereits untersucht, welche Wirkung CBD auf Schmerzzustände haben könnte. Tatsächlich konnten auch bereits Hinweise darauf gefunden werden, dass Cannabidiol in der klassischen Schmerztherapie durchaus unterstützend eingesetzt werden kann.

Einschlägige Studien an Menschen fehlen dazu allerdings noch, vor allem die Wirkung bei spezifischen Beschwerden muss erst belegt werden. Vereinzelte Studien zeigen allerdings bereits, dass Cannabidiol zur Bekämpfung von Schmerzen großes Potenzial hat.

So kann CBD Schmerzzustände nach einer Nierentransplantation lindern und dabei helfen, chronische Schmerzen zu reduzieren. Außerdem könnte es auch die Symptome einer Arthritis bekämpfen und auch bei Kopfschmerzen bzw. Migräne sinnvoll sein.

CBD-Öl und sein Einsatz in der Schmerztherapie

In der klassischen Schmerztherapie werden vor allem Schmerzmittel (Analgetika) verabreicht. Je nach Ausprägung des Schmerzes verordnet der Arzt dann entweder nicht-opioide Schmerzmittel (Ibuprofen, Paracetamol) oder opioide Schmerzmittel (Morphin, Tramadol).

Diese beheben allerdings die Ursache der Schmerzen nicht, sondern unterbrechen nur die Weiterleitung des Schmerzes. Eine Einnahme über einen längeren Zeitraum kann zudem zu Nebenwirkungen führen, da die chemischen Präparate von unseren Organen abgebaut werden müssen.

Daher suchen immer mehr Betroffene auch nach natürlichen Alternativen. Neben Heilpraktikerverfahren und Akupunktur kommt in diesem Zusammenhang CBD immer häufiger zum Einsatz, da es ebenfalls positiven Einfluss auf die Schmerzweiterleitung hat, wobei jeder individuell ausprobieren muss, welchen Effekt der Naturextrakt entfaltet.

Zahnschmerzen und CBD-Öl

Zahnschmerzen sind äußerst unangenehm. Einige Studien zeigen bereits, dass Cannabidiol auch hier helfen könnte.

Zahnschmerzen sind sehr häufig auf Bakterien zurückzuführen, diese greifen dann den Zahnschmelz an und rufen zum Beispiel Karies hervor. Als Folge davon treten stechende, dumpfe oder bohrende Schmerzen auf.

CBD kann diese lindern und hat zusätzlich dazu noch eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung, sodass sich die Bakterien im Mund nicht weiter ausbreiten.

Neben Karies kann Cannabidiol außerdem bei postoperativen Traumata, Parodontitis bzw. Abszessen eingesetzt werden. Dafür trägt man CBD-Öl mit einem Wattestäbchen oder einem Tupfer auf die betroffene Körperstelle auf. Die Schleimhäute absorbieren das Öl und geben es direkt an die betroffene Körperregion weiter.

Neben einer regelmäßig durchgeführten Zahnreinigung kann man auch regelmäßig mit CBD-Öl gurgeln und auf diese Weise schmerzhaften Zahnerkrankungen vorbeugen.

Diesbezüglich müssen allerdings erst breitgefächerte Studien durchgeführt werden. Anwender berichten aber bereits von der positiven Wirkung von CBD bei der Zahn- und Mundhygiene.

Schmerzlinderung mit CBD-Öl: Erfahrungsberichte

Vor allem Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden, kämpfen jeden Tag mit Schmerzen. Viele greifen dann auch zu CBD-Öl, um ihre Schmerzen zu lindern.

Tatsächlich scheint Cannabidiol eine sehr positive Wirkung auf Schmerzzustände zu haben, denn zahlreiche Anwender geben an, dass sie durch den Einsatz von CBD-Öl Schmerzmittel ausschleichen bzw. ihre Dosis herabsetzen konnten.

Vor allem Patienten, die unterschiedliche Medikamente benötigen, nehmen CBD-Öl ein, um auf diese Weise ihre Behandlungsmaßnahmen erweitern zu können.

Im besten Fall werden dadurch Medikamente überflüssig und es können auch mögliche Nebenwirkungen verringert werden.

Die richtige CBD Dosis

CBD ist in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Dazu gehören beispielsweise CBD-Cremes, CBD-Liquids, CBD-Pastillen, CBD-Kapseln oder CBD-Öl.

Die meisten Patienten verwenden das Öl, da es in seiner Anwendung sehr einfach ist. Zudem lässt sich auch die Dosierung sehr unproblematisch anpassen.

Eine allgemeine Dosierungsempfehlung für CBD gibt es dabei nicht, die Dosis muss daher je nach Ausprägung des Schmerzes selbst gewählt werden. Als Richtlinie gelten 2x3 Tropfen pro Tag eines 5- bis 10-prozentigen CBD-Öls bei leichten bis mittleren Schmerzen.

Nach einer gewissen Zeit kann die Dosis dann auf 5x3 Tropfen täglich gesteigert werden. Bei starken bzw. chronischen Schmerzen werden täglich 2x4 Tropfen eines 10-prozentigen Öls empfohlen, ab der dritten Woche ist dann eine Steigerung auf täglich 3x5 Tropfen möglich.

Kann es durch die Einnahme von CBD-Öl auch zu Nebenwirkungen kommen?

Verglichen mit konventionellen Schmerzmitteln wird CBD deutlich besser vertragen. Außerdem löst CBD auch keine Abhängigkeit aus.

Natürlich kann man Nebenwirkungen aber nie vollständig ausschließen, wobei CBD-Öl in einzelnen Fällen vor allem zu Mundtrockenheit, Schläfrigkeit sowie Benommenheit führen kann.

Außerdem kann CBD auch den Blutdruck senken. Sollten starke Nebenwirkungen auftreten, so empfiehlt es sich, die Dosis anzupassen bzw. die Einnahme zu unterbrechen.

Zudem ist es möglich, dass einige Medikamente durch die Einnahme von CBD schwächer oder stärker wirken. Das gilt vorwiegend für Schmerzmittel, Neuroleptika, Gerinnungs- bzw. Säurehemmer. Eine Kombination dieser Mittel mit CBD sollte daher immer mit einem Arzt besprochen werden.

Unerwünschte Wechselwirkungen können außerdem durch die Kombination von CBD mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln wie Hopfen, Melatonin, Kava, Johanniskraut, L-Tryptophan bzw. Katzenminze auftreten.

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