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CBD bei Sprachstörungen

Sprachstörungen können aufgrund von organischen Ursachen wie zum Beispiel ALS, Parkinson oder Demenz auftreten. Während Sprachstörungen erst im Erwachsenenalter auftreten, machen sich Sprachentwicklungsstörungen bereits in der Kindheit bemerkbar.

Forschungen haben gezeigt, dass Cannabidiol (CBD) bei Sprachstörungen unterstützend eingesetzt werden könnte.

CBD und sein Einsatz bei Sprachstörungen

Jeder von uns besitzt ein sogenanntes Endocannabinoid-System (ECS) sowie CB1- und CB2-Rezeptoren. Bis jetzt ist noch nicht vollständig klar, wofür unser Organismus dieses komplexe System benötigt, man nimmt jedoch an, dass es im Körper unterschiedlichste Regulationsaufgaben hat. So beeinflusst es beispielsweise das zentrale Nervensystem und ermöglicht die Zellkommunikation im Immunsystem.

Darüber hinaus soll es eine Wirkung auf den Zelltod haben. Der Zelltod ist für den Organismus wichtig, da auf diese Weise Zellen, die unnötig oder hinderlich sind, beseitigt werden.

In Versuchen mit Tieren konnte man zeigen, dass eine Antitumortherapie bzw. chronisch-entzündliche Krankheiten des Verdauungssystems bzw. des Nervensystems durch einen Eingriff in das ECS profitieren könnten.

Auch bei einer Sprachstörung könnte Cannabidiol sehr hilfreich sein und die Erkrankung, die die Sprachstörung auslöst, lindern.

Unterschiede zwischen Sprech- und Sprachstörungen

Beim Vorliegen einer Sprachstörung können die Betroffenen einen Gedanken nicht in einen Sprachentwurf umwandeln. Damit in Verbindung stehen entweder der komplette Verlust der Sprache oder Verzögerungen in der Sprachentwicklung.

Liegt eine Sprechstörung vor, so ist den Betroffenen nicht möglich, den Sprachentwurf in Sprache umzuwandeln, wodurch es zu Poltern oder Stottern kommt.

Studien und Erfahrungsberichte

Es gibt keine Studien, die sich ausschließlich mit dem Einsatz von CBD bei Sprachstörungen auseinandersetzen. Im Rahmen von Forschungen konnte man allerdings feststellen, dass durch CBD Sprachstörungen, die aufgrund einer Demenz bzw. eines Schlaganfalls auftreten, gelindert werden können.

Bei einer Demenz entwickeln sich je nach Ausprägung unterschiedlichste Sprachprobleme. So kann es beispielsweise zu Sprachanstrengungen oder zu Störungen in der Grammatik kommen.

Manchmal verstehen die Betroffenen einzelne Wörter nicht oder können Objekte nicht richtig benennen. Des Weiteren treten auch Wortfindungsstörungen auf.

Im Jahr 2014 wurde eine Studie durchgeführt, die sich mit der Plaquebildung (Verengung von bestimmten Gefäßen) und dem Endocannabinoid-System auseinandersetzte. Bei Patienten mit Alzheimer entstehen Plaques durch bestimmte Peptide, die in weiterer Folge gefährlich für das Nervengewebe sind.

In einer Untersuchung fand man heraus, dass die Plaquebildung mithilfe von THC ausgebremst werden kann. Zudem nehmen Forscher an, dass Cannabis  einen positiven Beitrag zum Wachstum des Nervengewebes leisten kann. Diese Annahmen müssen aber durch weitere Untersuchungen noch bestätigt werden.

Auch bei einem Schlaganfall kann es zum Auftreten von Sprachstörungen kommen. In vielen Fällen kann die gewohnte Sprachkompetenz nach einer gewissen Zeit wiedererlangt werden, bei manchen bleiben die Sprachstörungen aber dauerhaft bestehen, was einen sehr hohen Leidensdruck darstellt.

Ein akuter Schlaganfall kann zwar mithilfe von CBD nicht behandelt werden, zur Nachsorge bzw. zur Vorbeugung ist es jedoch sehr gut geeignet.

Schlaganfälle treten oft infolge eines hohen Alkohol- oder Zigarettenkonsums auf, CBD kann das Verlangen danach reduzieren. Zudem schützt Cannabidiol unsere Venen und Arterien, da sie durch eine Einnahme geweitet werden.

Sprachstörungen kann man mit CBD also entgegenwirken, indem man die Risikofaktoren reduziert. Nach einem Schlaganfall leiden viele Betroffene außerdem unter einer seelischen Belastung, wodurch ebenfalls Sprachstörungen auftreten.

Laut Untersuchungen wirkt Cannabidiol bei Angststörungen und Depressionen beruhigend und könnte demnach auch zu einer Verbesserung der Sprachstörungen führen.

Im Internet gibt es vereinzelt Erfahrungsberichte, in denen darauf hingewiesen wird, dass man mithilfe von Cannabidiol Sprachstörungen lindern kann. Dabei handelt es sich aber um subjektive Erfahrungen, sodass jeder Patient selbst herausfinden muss, ob CBD bei Sprachstörungen eine positive Wirkung zeigt.

Richtige Dosierung von CBD bei Sprachstörungen

Es gibt keine allgemeingültige Empfehlung für die Einnahme von CBD bei Sprachstörungen. Daher ist es ratsam, zunächst mit einer kleinen Dosis zu beginnen, da jeder auf natürliche Extrakte eine andere Reaktion zeigt.

Nach ungefähr sieben Tagen kann man die Dosis dann anpassen, sofern man das ausgewählte Produkte auch gut verträgt. Die Menge kann dann so lange gesteigert werden, bis die gewünschte Wirkung eintritt.

Als Orientierungshilfe bietet sich die tägliche Einnahme von 3x10 Tropfen eines 5-prozentigen CBD-Öls bei nervösen Zuständen und Stress an, wer unter ausgeprägten Angstzuständen leidet, sollte täglich 3x3 Tropfen eines 10- bis 15-prozentigen Öls einnehmen.

Da CBD ein Nahrungsergänzungsmittel ist, dürfen allerdings keine Heilversprechen gemacht werden.

Darreichungsformen von CBD bei Sprachstörungen

Mittlerweile wird CBD in verschiedensten Formen wie Liquids, Lebensmittel, Cremes, Pastillen oder Kapseln angeboten. Am beliebtesten ist aber CBD-Öl, da man es sehr gut dosieren kann und auch die Einnahme einfach ist.

CBD-Öl wird sublingual eingenommen, das heißt, man gibt es unter die Zunge, wartet ungefähr ein bis zwei Minuten ab und schluckt die Reste des Produkts dann hinunter.

Mögliche Neben- und Wechselwirkungen von CBD

Auch wenn Cannabidiol als sehr nebenwirkungsarm gilt, kann es dennoch unter Umständen zu Schläfrigkeit, Benommenheit oder Mundtrockenheit kommen.

Außerdem kann CBD mit einigen Medikamenten interagieren, wodurch eine schwächere oder stärkere Wirkung hervorgerufen wird. Aus diesem Grund sollten Neuroleptika, Schmerzmittel, Gerinnungshemmer bzw. Säurehemmer gemeinsam mit CBD nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.

Außerdem kann es durch die Kombination von CBD mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln zu einer erhöhten Schläfrigkeit kommen. Zu diesen Nahrungsergänzungsmitteln gehören Melatonin, Johanniskraut, L-Tryptophan, Hopfen und Kava bzw. Katzenminze.

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